Entscheidung um Maxi und Schnute

Die Bären bleiben

Die Bären bleiben
Der Bärenzwinger im Köllnischen Park
Köllnischer Park - Nach einer offiziellen Untersuchung hat der Bezirk Mitte beschlossen, dass die beiden Bären Maxi und Schnute bis zu ihrem Lebensende im Bärenzwinger bleiben sollen.

Maxi und Schnute bleiben in Berlin-Mitte. Die Entscheidung wurde auf Grundlage eines Urteils von vier Sachverständigen getroffen worden, die den Gesundheitszustand der 27 und 32 Jahre alten Bärinnen in den vergangenen Wochen geprüft haben. Die Experten rieten dringend davon ab, die Tiere zu narkotisieren, was nach Ansicht des bezirklichen Veterinärsamts jedoch unabdingbar für einen Transport wäre. Amtstierarzt Dr. Bathe-Peters erklärte, dass ein Umzug in eine Auffangstation in Brandenburg ohne Narkose wegen der Aufregung und Verletzungsgefahr ebenfalls ein zu hohes Risiko für die betagten Tiere darstelle.

Der Beschluss bedeutet einen herben Rückschlag für die Unterstützer des Berliner Bärenbündnisses. In der vergangenen Monaten hatten die Tierschützer verstärkt auf das Schicksal der in dem rund 480 Quadratmeter großen Bärenzwinger im Köllnischen Park gehaltenen Tiere aufmerksam gemacht und für einen Umzug der beiden Bären in eine größere Anlage in Brandenburg plädiert. „Hätten sie [Anm. d. Red.: Bezirksbürgermeister Hanke und das Veterinäramt] sich vor Jahren, als es die ersten Aufnahmeangebote von Auffangstationen gab, nicht gegen eine Umsiedlung gesperrt, könnten die beiden Bären längst in einer artgerechten Umgebung leben, jetzt werden sie wohl im Zwinger sterben“, so Stefan Klippstein, Sprecher des Berliner Bärenbündnisses.

Anzeige erstattet

Inzwischen ist nach Angaben des zuständigen Bezirksstadtrats Carsten Spallek (CDU) Anzeige wegen Beihilfe zur Tierquälerei gegen den Bezirksbürgermeister und das Amt für Veterinär- und Lebensmittelaufsicht erstattet worden. Spallek räumte ein, dass die Bedingungen für eine Umsiedlung der Bären vor 15 Jahren womöglich anders gewesen wären.

Nun will der Bezirk auf Empfehlung der Sachverständigen geeignete Maßnahmen ergreifen, um Maxi und Schnute ihren Lebensabend im Zwinger angenehmer zu machen. Um eine größere Grundfläche für die unter Hüftgelenksarthrose leidendenTiere zu schaffen, könnte etwa der Wassergraben aufgeschüttet werden. Die Planungen sollen in Abstimmung mit dem Tiefbauamt und der Tierschutzorganisation Vier Pfoten erfolgen – letztere hat, wenn nötig, auch finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Angesichts des Alters der Bären ist Eile geboten. Zumindest die Bereitschaft scheint da: „Das Ganze soll zeitnah erfolgen“, versichert Amtstierarzt Bathe-Peters.

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Die Bären bleiben, Rungestraße 31, 10179 Berlin

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