Hier wirst du dein Zeug los

So mistest du ruckzuck deine Wohnung aus und tust damit noch Gutes

So mistest du ruckzuck deine Wohnung aus und tust damit noch Gutes
Du brauchst mehr Platz in deiner Wohnung? Wir verraten dir, wohin mit deinem Zeug.
Ordnung ist die halbe Miete, wie es so schön heißt. Aber wohin mit dem alten Kram? Wir verraten dir, wo du welche Dinge entsorgen kannst und manchmal sogar noch etwas Geld dafür bekommst...

Dass du alte Sachen kostenlos beim BSR Recylinghof abgeben, auf dem Flohmarkt oder Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen und Kleiderkreisel verkaufen kannst, ist eh klar. Wir haben hier aber noch andere kreative Optionen für dich, bei denen du entweder spenden kannst oder sogar noch etwas Geld für deinen Krempel bekommst.

Kleidung

Verschenken/Entsorgen:

Familienzentren

Kinderklamotten hat man oft zuviele und selbst wenn nicht: Die Kids sind schnell wieder rausgewachsen, die Sachen entsprechend gut in Schuss. Familienzentren wie das Familienzentrum Mehringdamm in Kreuzberg freuen sich über die Spende. Sogar Fläschchen und andere Erstausstattungssachen wirst du hier in der Tauschecke noch sinnvoll los und kannst bei der Gelegenheit selbst kurz durchgucken, ob es für dein Kind noch ein schickes Shirt in der richtigen Größe gibt.

Kleidertauschparties

Drei auf einen Streich: Kleidertauschparties sind die perfekte Gelegenheit, um seine Freundinnen zu treffen und dabei ungeliebte Klamotten loszuwerden.Und natürlich auch, um gratis neue Teile zu ergattern. Diese Events kannst du privat bei dir Zuhause organisieren oder du gehst zu einer öffentlichen Veranstaltung. Das Café Dritter Raum in Neukölln beispielsweise bietet jeden letzten Dienstag im Monat Kleidertauschparties für Erwachsene und Kinder an. Auf der Facebookseite von Greenpeace findest du außerdem Termine dafür in ganz Deutschland.

Kleiderkammern

Vereine wie Flüchtlingshilfen oder Kirchen sind ständig auf der Suche nach Secondhand-Kleidung. Gerade Schuhe und Schlafsäcke im Winter sind heiß begehrt. Die großen Organisationen wie die Caritas oder das DRK haben dafür in vielen Städten Kleiderkammern eingereichtet, an die du spenden kannst. Die Berliner Stadtmission hat ihre Kleiderkammer beispielsweise in der Lehrter Str. 68, 10557 Berlin. Eine weitere Liste mit Kleiderabgabestellen findest du hier. Auch wenn sich Obdachlose und Bedürftige über neue Klamotten freuen, solltest du darauf achten, dass diese keine Löcher haben oder dreckig sind.

Oxfam

Oxfam ist ein internationaler Verbund verschiedender Hilfs- und Entwicklungsorganisationen. Dieser betreibt mehrere Secondhand-Läden, in denen ehrenamtliche Teams gespendete Sachen verkaufen. Abgeben kannst du nicht nur saisonale (!) Kleidung, sondern auch Bücher, Musik und Haushaltsgegenstände. Der Erlös wird für Projekte von Oxfam verwendet. Nicht verkaufte, gut erhaltene Gegenstände werden an lokale Sozialkaufhäuser, Beschäftigungsprojekte oder Textilrecycling-Firmen weitergegeben.

Packmee

Wenn du einfach alles und vor allem schnell los werden möchtest, packst du deine Kleiderspende in eine Kiste und schickst diesen kostenlos an Packmee. 50 Prozent der Einnahmen gehen ans Rote Kreuz. Ausgeschlossen sind neben kaputter Kleidung Skischuhe, Berufsbekleidung oder Sitzauflagen. Abgeben kannst du das Paket gratis mit Versandschein – direkt bei dir zu Hause oder in einer DHL oder Hermes Station bei dir um die Ecke. Ein Dankeschön in Form eines Gutscheins bekommst du von Packmee obendrauf!

 

Verkaufen:

Secondhand-Läden

Die besseren Stücke in deinem Kleiderschrank nehmen gerne die vielen Secondhand Läden in Berlin an – vor allem Designerklamotten finden schnell neue Besitzer. So wird dein Kleiderschrank leerer und dein Geldbeutel voller. Praktisch. Warum also nicht auch deinem Brautkleid zu einem zweiten Auftritt verhelfen, bevor es in der hintersten Ecke vergammelt? Der Brautmodeladen Fräulein Weiß in Schöneberg nimmt gut erhaltene Brautmode der letzten zwei Saisons auf Kommission entgegen. Nur eine einmalige Aufwandspauschale von 35 Euro wird für dich fällig.

Sozialkaufhäuser

Diverse Kaufhäuser wie zum Beispiel Humana nehmen Kleiderspenden an und verkaufen diese in ihren Shops zu kleinen Preisen weiter. Bekannt sind in Berlin außerdem das Sewan-Kaufhaus in Lichtenberg, sowie motz-der Laden. Träger von Sozialkaufhäusern sind in der Regel Wohlfahrtsverbände, Kirchen oder Sozialämter. Hier kann jeder – unabhängig von seinem Einkommen – besonders günstig einkaufen. Eine weitere Liste von Sozialkaufhäusern in Berlin findest du hier.

 

 

 

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Ein Beitrag geteilt von MACHhaltigkeit (@machhaltigkeit) am Mai 13, 2019 um 2:27 PDT

Elektronik

Verschenken/Entsorgen:

An den Nabu verschicken

Unter dem Motto „Alte Handys für die Havel“ sammelt der Naturschutzbund (NABU) ausrangierte, kaputte Handys ein. Diese können in NABU-Sammelstellen abgegeben oder kostenlos mit Online-Retoureschein direkt via DHL-Filiale oder DHL Paketbox verschickt werden. Der Verein repariert die gebrauchten Mobilgeräte und bekommt vom Kooperationspartner Telefonica für jedes Handy einen Zuschuss, denn der kann die recycelten Geräte wieder verkaufen. So profitiert die Umwelt doppelt: Dein Handy landet nicht – illegalerweise – mitsamt seltener Rohstoffe im Restmüll, sondern wird recycelt und der NABU investiert das Geld in Naturschutzprojekte wie die Renaturierung der Havel.

Im Elektrofachhandel abgeben

Seit Juli 2015 sind große Elektrofachgeschäfte oder Baumärkte dazu verpflichtet, Eektroschrott anzunehmen. Bei einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern kannst du nun alle kleinen Elektrogeräte wie etwa Handys, Haartrockner oder Toaster in haushaltsüblichen Mengen abgeben. Ein größeres Gerät, das an mindestens einer Seite mehr als 25 Zentimeter lang ist, muss der Händler aber nur entgegennehmen, wenn der Verbraucher ein gleichwertiges Neugerät kauft.

 

Verkaufen:

Elektronikgeschäfte

Bei einigen Firmen wie Apple kannst du dein altes Handy oder deinen Laptop abgeben und bekommst dafür noch etwas Geld für einen Neukauf gutgeschrieben. Auch Firmen wie die Telekom kaufen dir deine alten Geräte ab. Hier gilt: Einfach mal nachfragen!

Internetportale

Bestimmte Online-Portale wie rebuy verkaufen dein altes Gerät weiter, so lange es noch funktioniert und nicht zu alt ist. Ein Nokia 94 findet wahrscheinlich keinen Abnehmer mehr. Der Verkauf geht blitzschnell und ist auch noch praktisch: Foto machen, online stellen, fertig. Bei rebuy beispielsweise fällt keine Gebühr an und ab 10 Euro Warenwert kannst du das Gerät sogar gratis einschicken. Entweder werden die Geräte dann weiterverkauft oder fachgerecht recycelt.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von AfB Social and Green IT (@afb_ggmbh) am Apr 5, 2019 um 1:48 PDT

Möbel/Deko

Verschenken/Entsorgen:

In den Flur stellen

Diese Methode zum Ausmisten wird in Berlin immer beliebter – aber auch in anderen Städten sind Gegenstände im Flur blitzschnell weg, solange ein „Zu verschenken“ Aufkleber daneben klebt. Allerdings solltest du darauf achten, die Gegenstände wettergeschützt zu deponieren und wieder mitzunehmen, wenn sie keiner will. Wo du die restlichen Dinge noch loswirst, ist zum Beispiel in den Sozialkaufhäusern von Berlin.

Sozialkaufhaus

Dein Couchtisch passt nicht mehr zum neuen Sofa? Kein Problem – gemeinnützige Sozialunternehmen wie die USE GmbH holt alte Möbel, Haushalts- oder Küchengeräte, Textilien und sogar Geschirr oder Bücher bei dir zu Hause ab. Verkauft werden diese an bestimmten Öffnungszeiten im Laden Fairkauf in Lichterfelde. Der Erlös ermöglicht über 1.000 psychisch kranken und behinderten Menschen Bildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Berlin und Brandenburg – beispielsweise in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

 

 

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Ein Beitrag geteilt von furnituresofberlin (@furnituresofberlin) am Jun 4, 2018 um 4:02 PDT

Bücher

Verschenken:

Öffentliche Bücherregale

Sich von seinen Büchern zu trennen, tut oft weh. Wenn sich aber jemand anderes darüber freut, erleichtert das die Sache ungemein. Für den Büchertausch gibt es verschiedene Tauschbörsen, oft in umgewandelten Telefonzellen. Zum Beispiel die Bücheroase in Schöneberg in der Barbarossastraße 65 oder der Berliner Büchertisch in Neukölln. Hier kannst du gut erhaltene Bücher oder Comics abgeben oder gegen andere tauschen. Hier findest du eine Liste offizieller Bücherschränke in Berlin.

Büchereien

Lesen verbindet: Deine lokale Bücherei freut sich häufig über neue Bücher für ihren Bestand. So profitieren auch Menschen mit weniger Geld von deiner ausgelesen Literatur. Allerdings solltest du dich dort vorher informieren, ob und welche Literatur sie aufnehmen. Und bei der Gelegenheit kannst du gleich selber ein paar Bücher ausleihen, statt sie neu zu kaufen. So bleibt dein Zuhause auch weiterhin marie-kondo-kompatibel.

Bücherabholdienst

Wer zu viele Bücher hat oder keine Zeit sie selber zu transportieren, hat Glück: Ein Anruf beim Bücherabholdienst genügt. Die SinneWerk GmbH aus Kreuzberg holt deine Bücher berlinweit ab und stellt dir sogar eine Spendenquittung dafür aus. Deine Bücher gehen zunächst in Antiquariate oder in den Online-Verkauf, mit dem Erlös werden die Angestellten bezahlt, von denen vielen ein Handicap besitzen. So erfreuen deine Bücher andere Leseratten und helfen gleichzeitig deinen Mitmenschen.

 

Verkaufen:

Second Hand Bücherportale

Bevor deine alten Bücher ewig im Regal stehen und verstauben, kannst du damit noch ein bisschen Geld machen. Bei Secondhand Onlinehändlern wie Rebuy, Booklooker oder medimops kannst du deine ausgelesenen oder ungeliebten, am besten aber noch gut erhaltenen Bücher verkaufen. Vorsicht nur, dass du deinen Gewinn nicht an selber Stelle wieder in einen Stapel neue Literatur investiert…

 

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Ein Beitrag geteilt von Berliner Büchertisch (@berliner.buechertisch) am Mär 30, 2019 um 5:08 PDT

Und wenn bei all den Tipps immer noch der richtige gefehlt hat, schau mal auf Wohin damit? nach. Auf der Seite gibst du an, was du spenden möchtest und wo. Dann werden dir passende soziale Einrichtungen angezeigt. Und jetzt viel Spaß beim Ausmisten!

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