Kiezrundgang an der Torstraße

Von Tür zu Tür mit Ally

Von Tür zu Tür mit Ally
Ally-Gründer Maxim Nohroudi wohnt und arbeitet in der Torstraße. Rund um den Rosenthaler Platz kennt er sich bestens aus und zeigt uns die besten Locations .... Zur Foto-Galerie
Rosenthaler Platz - Als wir Maxim Nohroudi treffen, heißt seine Firma noch "Allryder". Wenig später ist daraus "Ally" geworden. Was bleibt, ist das Büro in der Torstraße, wo die Namen der Läden so schnell wechseln, dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Weil Nohroudi im Kiez wohnt und arbeitet, ist er prädestiniert dafür, uns die Hotspots rund um die Torstraße zu zeigen.

Kunst und Atmosphäre im Hinterhof (c)Threlfall
Mit Ally kommt man weltweit von Ort zu Ort. Die Mobility App bezieht alle Verkehrsmittel ein und nutzt dafür die Echtzeitinformationen ihrer Nutzer. So wollen Maxim Nohroudi und seine Mitgründer Tom Kirschbaum und Stefan Keller urbane Mobilität weltweit verbessern. „Viele Städte stehen in Sachen Transport kurz vor dem Kollaps. Dort braucht es intelligente Möglichkeiten, um die Menschen von A nach B zu bringen“, erklärt Nohroudi. Er bezieht sich auf Megacities wie Jakarta oder Istanbul, in denen es weder Fahrpläne noch Haltestellen gibt. Ally bildet die Bewegungsmöglichkeiten dort mithilfe der Anwohner ab und macht sie kostenlos verfügbar. Auch Städten mit einem gut organisierten Verkehrssystem wie Berlin erwächst hieraus ein Vorteil: In Echtzeit wissen die Nutzer, wann ein Bus im Stau steht und sie lieber ein Leihfahrrad nutzen oder zum nächsten Bahnhof laufen sollten.

Ein Büro inmitten der Szene

Zwischen den bunten Accessoires von Jean et Lili
Wir spazieren heute mit dem Ally-Gründer durch den Kiez seiner Firma. An Mitte schätzt Nohroudi die Nähe zu anderen Start-ups, mit denen er sich oft austauscht. Uns gefällt dagegen die Kulisse am Büro in der Torstraße besonders: Im zweiten Hinterhof hängt Kunst, der Straßenlärm nimmt ab. Ein Flur aus Backstein führt zu den Arbeitsplätzen und zu einer Dachterrasse, auf der sich früher Cookies-Cream-Betreiber Heinz „Cookie“ Gindullis sonnte.

Doch auch vor der Tür gibt es mit Maxim Nohroudi viel zu entdecken. Los geht’s mit dem Blumenladen Vanessa, dessen „richtig coole Blümchen“ das Office oft ein bisschen freundlicher gestalten. Und überhaupt geht es bei Ally auch um die Atmosphäre. Darum besorgen die Chefs in der nächsten Apotheke auch mal Schmerztabletten, wenn es durch Büropartys oder eine Deadline mal wieder spät geworden ist. Außerdem empfiehlt unser Guide den funkelnden Laden Jean et Lili, in dem es schöne Kleinigkeiten wie Taschen und handgeschöpfte Seifen gibt. „Wenn bei mir mal wieder was danebengegangen ist, kaufe ich hier etwas, das dem anderen Freude machen könnte – auch den Mitarbeitern“, verrät Nohroudi.

Ein bunter Mix der Nationalitäten

So vielseitig wie die 19 Herkunftsländer der Ally-Mitarbeiter ist das Angebot der Lokale, in denen sie Mittag essen. Vom hochwertigen Dudu, in dem Nohroudi schon Bill Murray und George Clooney gesehen hat, bis zum Imbiss Soup’n’roll ist alles dabei. Letzterer wird übrigens völlig unterschätzt. „Ich selber würde hier wahrscheinlich vorbeigehen, aber die Sommerrollen sind wirklich super und günstig!“, schwärmt der Gründer. Auch vor dem Yumcha Heroes („Ein Traum für chinesische Dumplings!“) und dem Daluma („Hier essen wir mindestens ein Mal die Woche“) machen wir Halt. Besonders ins Schwärmen gerät Nohroudi aber beim Kalbsdöner im Rosenthaler Grill- und Schlemmerbuffet – ein Zungenbrecher für viele Angestellte. Auch das La Pausa nebenan und seine Pizza Margarita lobt unser Guide in hohen Tönen: „Wenn du es schaffst, aus einem Teig, Käse und Tomaten eine Geschmacksexplosion zu machen, dann braucht es nicht mehr als ein paar Blätter Basilikum.“

Maxim Nohroudi vor dem Lieblings-Späti

Zum Frühstück empfiehlt der Mitte-Experte das französische Café Fleury. Da legt man Wert auf gute Zutaten – das schmeckt Nohroudi auch an seinem Liebling, dem Croques Monsieur. Außerdem empfiehlt er das australische Frühstück im Klub Kitchen, das es dem Ally-Gründer seit dem letzten Trip nach Sidney angetan hat. An unserem letzten Halt endet auch so mancher Abend der Ally-Angestellten: in der Neuen Odessa Bar. Und am Wochenende, wenn man am Türsteher ohne weibliche Begleitung kaum vorbeikommt, kann Nohroudi immer noch auf den Getränke- und Gemüsemarkt seines Vertrauens direkt gegenüber zurückgreifen. Dort legt man auch mal ungefragt den letzten Granatapfel oder Sellerie für die Ally-Mitarbeiter beiseite. Das zeigt: In Berlin sind Maxim Nohroudi und Ally definitiv angekommen. Und bald wird man mit der App auch in vielen anderen Großstädten den Durchblick haben.

Ally kannst du dir übrigens kostenlos herunterladen. Weitere Infos zu dem Start-up findest du hier.

 

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Berlin Valley News, dem Magazin über die Berliner Start-up-Szene.

Foto Galerie

Von Tür zu Tür mit Ally, Torstraße 109, 10119 Berlin
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