• Donnerstag, 14. November 2013
  • von Jan-Peter Wulf

QIEZ-Blogger: nomyblog

Burger, Möpse und Selbstzapf-Bier: The Pub

  • The Pub
    Im The Pub wird am Tisch selbst gezapft. Foto: nomyblog - ©Jan-Peter Wulf

Spandauer Vorstadt - Vor rund drei Jahren drückte sich Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf an den Scheiben eines noch nicht eröffneten Konzepts unter den S-Bahnbögen zwischen Hackescher Markt und Alexanderplatz die Nase platt: The Pub, erstes Outlet einer tschechischen Kette (ca. 20 Filialen), in der die Gäste ihr Bier direkt am Tisch selbst zapfen. Dafür wurden an den Tischen eigene Zapfhähne installiert.

So clever diese Idee ist – Mitmach-Konzepte bieten dem Gast einen besonders hohen Erlebniswert – so wenig sprach sie mich persönlich an. So bekam ich denn auch gar nicht mit, dass das Konzept zwischenzeitlich angepasst wurde. Freundlicherweise lud das neue Team mich ein, es einmal auszuprobieren. Ich muss sagen: Es hat was. Vor allem hat es Biss – in Form leckerer, saftiger Burger nämlich, die man ins Programm genommen und Schnitzel und Nudeln rausgeworfen hat. Fingerfood, Sandwiches und eben Burger stehen jetzt im Fokus. Sowieso verstehe man sich nicht als bierlastige Erlebnisgastronomie, sondern vor allem als Restaurant, erklärt man mir.

Lecker Burger. (c)nomyblog Lecker Burger. (c)nomyblog
Conveniencefood ist es nicht, was hier auf die Teller kommt: Das Fleisch für die Burger wird vor Ort gewolft und auf Bestellung frisch gegrillt. Es kommt von Angus-Rindern aus Mecklenburg-Vorpommern, die auch Elberinder genannt werden. Ein regionales Produkt in Bioqualität. Das Brot für die Burger-Buns wird täglich frisch gebacken und angeliefert. "Better Burger" in einem Konzept, in dem man es eigentlich nicht vermuten würde: Hut ab, Mund auf. Seit kurzem bietet man auch Burger mit britischem Einschlag an, etwa den "The Pub Burger" mit selbstgemachten Gravy (Bratensoße) und britischem Cheddarkäse, sowie den "British Royal Burger" mit kräftigem Stilton.

Das ursprüngliche Alleinstellungsmerkmal des Bier-Selberzapfens behielt man freilich bei. Das Pils strömt aus drei 1.000-Liter-Tanks aus dem Keller nach oben. Stammkunden, derer es recht viele gibt, wie man mir erklärt, sind nach der Bestellung des Essens praktisch Selbstversorger. Das sehe ich selbst:

Die Zapfanlage. (c)nomyblog Die Zapfanlage. (c)nomyblog
Während meines Besuchs laufen sich auf der zwischenzeitlich ausgefahrenen Leinwand die Hertha-Spieler warm, parallel dazu nehmen Fans im The Pub Platz und bedienen ihre Tischanlage. Sehr souverän machen sie das. Neuen Gästen erklärt das Serviceteam indes geduldig und freundlich, wie die Zapfanlage zu bedienen ist. Am Tisch nebenan geht der erste Zapfversuch ziemlich schief und quer über den Tisch, Gast und Servicemitarbeiterin nehmen es gelassen und lächelnd. Wer sich lieber bedienen lassen möchte: Alternativ können auch Fass- und Flaschenbiere, Longdrinks und Cocktails bestellt werden, am Tisch oder am Tresen.

Bleibt noch offen, was es mit den ganzen Portraits von Möpsen auf sich hat, die in Petersburger Hängung von den zuvor nackten Backsteinwänden in den Gastraum gucken. Das sei eine Reminiszenz an die Hunde der Großmutter des Restaurantleiters, die aus ihrem Napf auch ganz gerne mal etwas Bier geschlabbert haben sollen. Nicht selbst gezapft allerdings, sondern von Frauchen eingeschenkt. 

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von nomyblog


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Quelle: nomyblog
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