• Freitag, 28. August 2015
  • von Susanna Gotsch

Fruchtgummis aus dem 3D-Drucker

Katjes bringt Magie nach Berlin

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  • Katjes 3D Fruchtgummidrucker
    Hinter diesem Schlüsselloch geht es magisch zu.  Foto: QIEZ - ©Susanna Gotsch
  • Katjes 3D Fruchtgummidrucker
    Die zwei hinter der Magic Candy Factory: Geschäftsführerin Melissa Snover und Elliot Croft, Head of Magic Design.  Foto: QIEZ - ©Susanna Gotsch
  • Katjes 3D Fruchtgummidrucker
    Bevor der eigene Fruchtgummi gedruckt wird, muss natürlich gekostet werden. Foto: QIEZ - ©Susanna Gotsch

Hackescher Markt - 3D-Druck ist derzeit in aller Munde, weil der Wunsch nach personalisierten Produkten steigt. Eine Erfindung aus dem Hause Katjes, der erste Fruchtgummi-Drucker der Welt, könnte zu einer kleinen Revolution führen und das Sprichwörtliche tatsächlich in alle Münder wandern lassen. 

Ein Blick durch das neu angebrachte Schlüsselloch am Eingang des Café Grün-Ohr könnte neugieriger nicht machen: "Tritt ein in den verwunschenen Wald von Katjes. Lass‘ dich verzaubern von köstlicher Magie – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt", steht da geschrieben. 
 

Kolumne Gerlindes Geheimtipps

Einfach mal wieder Kind sein

Steglitz
Der Grund: Katjes hat seine weltweit einzige Boutique, in der neben allen Katjes-Produkten auch Brownies, Cupcakes und Kaffee gekauft und vor Ort genossen werden können, in die Magic Candy Factory verwandelt. Das Herzstück der magischen Süßigkeiten-Fabrik ist ein 3D-Drucker, der Fruchtgummis in allen erdenklichen Formen und derzeit sechs Farben bzw. Geschmacksrichtungen ausdrucken kann. Ob ein Ampelmännchen in Apfelgeschmack, einen Frosch, der nach Mango schmeckt bis hin zum eigenen, nach Brombeere schmeckenden Namen – erlaubt ist, was gefällt. Die genaue Ingredienzen-Liste der Fruchtgummi-Mischung ist natürlich geheim. So viel kann aber verraten werden: Die Hauptbestandteile sind Pektin, Zucker (weil Geschmacksträger) und natürliche Fruchtauszüge. Außerdem sind die 3D-Fruchtgummis vegan, glutenfrei und ohne Allergene. 
 
Hat man sich an einer der beiden iPad-Stationen für Form, Geschmacksrichtung und Finish (extra Sauergeschmack oder Glitzerstaub) entschieden, dauert es nur wenige Minuten, bis die dreidimensionale Süßigkeit aus dem Drucker kommt und vernascht werden kann. Mindestens genauso spannend wie die Aussicht auf das fertige Produkt ist sein Entstehungsprozess: Dem Drucker, der hinter einen Glasscheibe steht, kann man zuschauen, wie er Schicht für Schicht auf das Blatt Esspapier aufträgt. Und spätestens dann dürften alle Augen staunen.
 

Ein Erlebnis für die ganze Familie


Das Qiez-Logo als Fruchtgummi-Variante Das Qiez-Logo als Fruchtgummi-Variante
Etwa ein Jahr hat das Team um Melissa Snover, Geschäftsführerin der Magic Candy Factory, an dem Zauberkasten gearbeitet. Die kommenden Monate in der Berliner Location werden als Beta-Phase genutzt, um zu schauen, wie der Süßkram aus dem Drucker bei den Kunden ankommt. Läuft das auf den ersten Blick "spooky" anmutende Ereignis gut, soll der große Drucker durch zwei kleinere ersetzt werden, auch um mehr Kundenwünsche bedienen zu können. Außerdem würde Melissa ihre Erfindung gerne überall dort aufstellen lassen, wo Familien mit Kindern sind: Einkaufszentren, Erlebnisparks oder Museen. Das Technikmuseum wäre zum Beispiel ein toller Ort für den ersten Lebensmittel-Drucker der Welt. "Wir sind bereits mit einigen Einrichtungen im Gespräch", verrät sie. 
 

Heute am Eröffnungstag dürfte der Prototyp alle Düsen voll zu tun haben, denn dann können die Fruchtgummis umsonst ausgedruckt werden. Ansonsten schlägt eine Figur mit fünf und ein Schriftzug mit zehn Euro zu Buche. Dafür bekommt man die individuelle Süßigkeit noch in eine hübsche Box gepackt, so dass der 3D-Fruchtgummi auch prima als Geschenk herhalten kann. Denn zum Essen ist er ehrlich gesagt viel zu schade.

Café Grün-Ohr

Rosenthaler Straße 32
10178 Berlin

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Quelle: QIEZ
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