• Freitag, 28. März 2014
  • von Susann Prautsch

Projekt Wolfsstärke

Neues Image für Meister Isegrim

  • Projekt Wolf
    Meister Isegrim hat einen schlechten Ruf - ein Projekt soll das ändern. Foto: dpa - ©picture alliance

Brunnenstraße - Nach wie vor wird der Wolf vor allem im Märchen als Bösewicht dargestellt. Um diesem Bild entgegenzuwirken, hat der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) unter anderem die Kampagne "Rotkäppchen irrt" ins Leben gerufen. Die Agentur "Die Mediafabrik" mit Sitz in Mitte bringt diese Kampagne nun in die Kindergärten Berlins, um einen Beitrag für den Naturschutz zu leisten.

150 Jahre nach seiner Ausrottung siedelt sich der Wolf wieder auf deutschem Terrain an. Laut der Agentur "Die Mediafabrik" haben sich die Tiere mittlerweile ganz nah an Berlin herangetraut und sich bisher im Raum Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt niedergelassen. 25 Wolfsfamilien leben zwischen Lüneburger Heide und der Lausitz.

ArbRB-Blog: RA FAArbR Dr. Detlef Grimm

Tierliebe versus Fürsorgeplicht des Arbeitgebers

Berlin
Doch das Tier hat nach wie vor mit vielen Vorurteilen zu kämpfen: Das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf ist vor allem für Kinder immer wieder ein Grund, das Raubtier zu fürchten. Dabei ist es genau umgekehrt, denn der Wolf meidet den Menschen. Und auch Negativbilanzen machen dem Wolf-Dasein zu schaffen – seit dem Jahr 2000 starben allein 30 Wölfe in Sachsen bei Verkehrsunfällen. Dazu kommt, dass immer wieder illegal auf sie geschossen wird.

Gemeinsame Sache

Die Agentur "Die Mediafabrik", zu deren Kunden unter anderem die Gasag und der Filmpark Babelsberg gehören, unterstützt die Rückkehr des Wolfes seit 2009 als Kooperationspartner des NABU: Sie leistet Finanzspritzen und Aufklärungsarbeit und betreibt damit gewissermaßen Werbung, um Akzeptanz für das Grautier zu schaffen.

Intensive Berichterstattung in Sachen Wolfs-Image ist dabei sowohl für den NABU als auch für die Agentur in jeglicher Form wichtig. Im Rahmen der NABU-Kindergarten-Kampagne "Rotkäppchen irrt" gehen beispielsweise Agenturmitarbeiter in Berliner Kindergärten, um den Kleinsten in einfachen Worten zu erklären, dass Wölfe natürlich "keine Großmütter essen". Mit dem Motiv eines Wolfes sollen bedruckte T-Shirts zusätzlich die Werbetrommel für Meister Isegrim rühren, um Kindern die Angst vor dem Tier zu nehmen.

Die Zusammenarbeit zwischen NABU und Agentur läuft bestens: Auf ihrer Website hält die "Die Mediafabrik" den Leser über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden und berichtet beispielsweise in regelmäßigen Abständen, in welcher Region wieder Nachwuchs oder ein Wolfspärchen gesichtet wurde. Die Videokameras, die dem NABU von der Agentur zur Verfügung gestellt wurden, helfen der Organisation wiederum, die Population und Aktionen der Tiere im Auge zu behalten. "Unternehmen müssen nachhaltig Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen", meint Agenturchef Peter Peschel. Ihr Wolfsengagement sei ihr Beitrag zum Naturschutz. "Bei den Tieren handelt es sich um eine kleine Population, die geschützt werden muss", meint er.

DIEMEDIAFABRIK

Brunnenstraße 156
10115 Berlin

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Quelle: QIEZ
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