Neue Lofts to go: Coodo

Wohnen für die mobile Generation

Wohnen für die mobile Generation
Das Modell Watercoodo mit rund 35 Quadratmetern Wohnfläche kann man sich an einem der schönen Brandenburger Seen durchaus vorstellen ...
Oberschöneweide - Welcher Großstädter denkt nicht ab und an mal daran, einfach raus ins Grüne zu ziehen? Das Berliner Start-up "LTG Lofts to go" möchte das mit seinen Coodos ganz unkompliziert ermöglichen. Wir haben uns so ein Modell angeschaut …

Gleich neben der Halle in Oberschöneweide, die Bryan Adams gekauft hat, steht das weiße Coodo zum Anschauen. Sogar eines mit Terrasse, die man über eine schmale Treppe seitlich erreicht. Es ist das Modell Watercoodo mit rund 35 Quadratmetern Wohnfläche innen. Ein Pärchen guckt sich interessiert um, innen, außen, oben drauf und lächelt ganz verschmitzt. Schlafzimmer, Badezimmer, Küche und Esszimmer haben in dem Kubus mit der gläsernen Front Platz – alles sehr funktional und so konzipiert, dass der Wohnraum viel größer erscheint.

Noch handelt es sich bei dem Unternehmen um ein Start-up – das bereits 2013 mit dem Preis Kreativradar Brandenburg ausgezeichnet wurde und auch schon international seine Kreise zieht. „Meine Firma LTG Lofts to go hat die Rechte vor zwei Jahren von zwei slowenischen Landschaftsarchitekten gekauft, denen es auch darum ging, die Leute in die Natur zu locken“, erklärt mir Geschäftsführer Mark Dare Schmiedel. „Das wollten wir ausbauen. Mittlerweile gibt es einen weltweiten Lizenzmarkt, in Litauen wird u.a. produziert, gebaut wurden bislang elf Coodos, für das nächste Jahr liegen über 120 Bestellungen vor.“ Ein Australier wäre derzeit der größte Lizenznehmer mit 15 Ländern, darunter auch Asien und Ozeanien; England, die Schweiz sowie die Balearen folgen nächsten Monat. 

Das mobile Coodo, mit dem man teils auch Baugenehmigungspflichten umgehen kann, gibt es in acht Größen: 9, 10, 16, 24, 32, 47 oder 55 Quadratmeter und das Watercoodo, das Modell Hausboot. Geplant ist auch, dass sich die Einheiten modular zusammenstellen lassen. Die Preisspanne reicht dabei von 10.000 bis 195.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Bei der Ausstattung kann man sich entscheiden, ob man sein Coodo ohne Innenleben, nur mit Badezimmer oder mit Standard-Einrichtung, also allem Drum und Dran, möchte – und auch das kann in Sachen Farbe und Materialien noch variieren. Verantwortlich für das Interior Design ist Catharina Schierbeck. „Ihr Ziel war es, so viel Stauraum wie möglich zu gewährleisten, dabei aber eine minimalistisch ansprechende Umgebung zu schaffen“, sagt Schmiedel. Dabei ist eine hochwertige technische Ausstattung genauso unabdingbar wie ein nachhaltiges Gesamtkonzept.

„Nachhaltigkeit ist natürlich auch ein Riesenthema, wir sind total recycelbar, streben das „Cradle to Cradle“-Prinzip an, also nach einem umweltintelligenten Zyklus zu arbeiten“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Dazu gehören zum Beispiel ein Hybrid-System zur optionalen Integration regenerativer Energien, effiziente Wärmedämmung und eine bevorzugte Verwendung produktionsortnaher Materialien.

„Wir wollen mit den Coodos die Welt ein kleines bisschen verbessern und Menschen vermitteln, sich vom Alltag nicht so stressen zu lassen und ihre Freizeit mehr zu nutzen – vor allem draußen in der Natur. Im Grunde ist die Natur das Loft.“ Spannend könnte das Thema zukünftig auch für Rooftops in Berlin werden, dazu ist das Unternehmen derzeit mit der Stadt im Gespräch.

Mehr Infos findest du hier.

„Ich habe mich ziemlich schnell verliebt und träume seitdem von einem Leben in einem Coodo, mit Blick ins Grüne, ganz viel Ruhe und noch mehr Idylle. Bloß die Sache mit dem Bauplatz finde ich nicht ganz so einfach und Brandenburg auf Dauer wäre auch nicht meines, halt vielleicht fürs Wochenende. Hmmmm, noch mal überlegen …“

Wohnen für die mobile Generation, Reinbeckstraße 9, 12459 Berlin
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