Planungen für Monbijoupark

Atelierhaus wird abgerissen, Grillverbot möglich

Der Abriss des Atelierhauses im Monbijoupark scheint nun unvermeidlich.
Der Abriss des Atelierhauses im Monbijoupark scheint nun unvermeidlich. Zur Foto-Galerie
Monbijoupark - Der Bezirk Mitte plant, mit dem Abriss des Atelierhauses im Monbijoupark im August zu beginnen. Eine Zwischennutzung des Gebäudes, das zwischenzeitlich als neue Heimat für die Galerie c/o Berlin im Gespräch war, kommt demnach nicht in Frage. Über ein Grillverbot im Park wird weiter diskutiert - eine Entscheidung soll erst im Herbst fallen.

Der Abriss des Atelierhauses im Monbijoupark steht kurz bevor. Stadtrat Carsten Spallek (CDU), im Bezirk Mitte unter anderem für Bauen und Stadtentwicklung zuständig, rechnet mit dem Beginn der Arbeiten Mitte August. Im Bebauungsplan ist der Abriss seit Längerem vorgesehen, doch hatte es wiederholt Diskussionen über eine alternative Verwendung gegeben. Nachdem die Galerie c/o Berlin sich für das Amerika Haus in der City West als neues Domizil entschieden hat, gab es Vorschläge für eine Zwischennutzung des Atelierhauses. Doch die bezeichnete Spallek nun als „nicht zielführend“ – die Entscheidung über einen Abriss ist gefallen. Die Arbeiten sollen zudem aufgrund der eingegangenen Angebote deutlich günstiger werden als zuvor vom Bezirksamt kalkuliert.

Zwei benachbarte Örtlichkeiten, die sich großer Beliebtheit erfreuen, können auf ein längeres Bestehen hoffen. Die Duldungen für das Hoftheater Hexenkessel und die Strandbar Mitte wurden verlängert, über deren längerfristige Zukunft wird sich die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Gedanken machen. Bleiben Strandbar und Theater, könnten auch die Bunker im Park erhalten bleiben und als Toiletten oder Lagerräume genutzt werden. Baustadtrat Spallek betonte, dass es kaum Beschwerden über die beiden Lokalitäten gebe und ließ auf Nachfrage Sympathien für die jetzige Nutzung erkennen.

Grillmeister benehmen sich daneben

Weniger zufrieden ist man beim Bezirksamt mit dem Verhalten der Grillmeister im Monbijoupark. Noch gibt es dort eine ausgewiesene Fläche zum Brutzeln von Fleisch, Würsten und anderem Grillgut, doch die Beschwerden häufen sich. Neben Lärm und Rauchentwicklung monieren Anwohner auch das vermehrte Urinieren an Hauswände. Der Bezirk musste außerdem zuletzt deutlich mehr Geld für die Müllbeseitigung ausgeben. Mitarbeitern des Ordnungsamtes, die auf Fehlverhalten aufmerksam machen, werde zunehmend aggressiv entgegengetreten, so Stadtrat Spallek. Sein Fazit: „Die Situation hat sich in diesem Jahr drastisch verschlechtert.“

Die kurzfristige Konsequenz des Bezirksamts: Streifen durch den Park sollen künftig auch unter der Woche gemeinsam mit der Polizei durchgeführt werden. Am Ende der Grillsaison wird das Amt Bilanz ziehen und die Angelegenheit der BVV vortragen. Die Möglichkeit eines kompletten Grillverbots im Monbijoupark ist real. Spallek wies darauf hin, dass ein Teil der Nutzer die Regeln nicht akzeptiere und es keine 24-Stunden-Kontrollen geben könne. In diesem Sommer wird allerdings keine Entscheidung mehr fallen – ein Grillverbot würde erst 2014 in Kraft treten. Sollte es dazu kommen, wären die öffentlichen Anlagen des Bezirks Mitte komplett grillfrei – laut dem Stadtrat ist eine Ausweisung neuer Flächen nicht geplant.

Foto Galerie

Atelierhaus wird abgerissen, Grillverbot möglich, Monbijouplatz 5, 10178 Berlin

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