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Top 10: Berlins ungewöhnlichste Museen

Top 10: Berlins ungewöhnlichste Museen
Was ist denn hier im Museum der Illusionen los?
Wie wäre es mit etwas Hanf am Morgen, danach ein paar Katzen und zum Schluss wirklich unerhörte Dinge? Klingt gut?! Wir stellen dir die zehn skurrilsten und ungewöhnlichsten Museen vor, die Berlin zu bieten hat.

Kleines Katzenmuseum (Lichterfelde)

Helmut Glantz ist Rentner und lebt ohne Luxus in der Lichterfelder Luisenstraße. Viel Zeit und Geld hat er in das Interieur der Nachbarwohnung investiert – in Vitrinen und auf Regalen stehen dort die Exponate des Kleinen Katzenmuseums. Die Vierbeiner hat Glantz aus Leidenschaft selbst zusammengetragen. Zu der Privatsammlung gehören Porzellanfiguren, Taschen, Spieluhren, Lampen, Geschirr oder Bilder mit unterschiedlichen Katzenmotiven. Zwar ist das Museum in Lichterfelde nicht öffentlich zugänglich, doch interessierte Tierfreunde können mit Herrn Glantz telefonisch einen Termin vereinbaren. Der Katzenfreund führt gerne durch die Räume und begrüßte schon Besucher aus aller Welt.
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Das verborgene Museum (Charlottenburg)

Der Name dieses Museums ist zweideutig: Man kann es nicht von weitem sehen, sondern muss dazu erst einen Hinterhof in der Schlüterstraße betreten. Vor allem aber geht es darum, Künstlerinnen vorzustellen, die aus unterschiedlichen Gründen in Vergessenheit geraten sind. Das Ziel ist, entsprechend dem Namen des Trägervereins, die Dokumentation der Kunst von Frauen. Gegründet wurde das Museum 1986 – in den Jahren zuvor waren bei einer Untersuchung in West-Berliner Museen in deren Archiven viele Werke vergessener Künstlerinnen entdeckt worden. Seither hat das verborgene Museum die Lebenswerke von rund 100 Malerinnen, Fotografinnen, Architektinnen und Bildhauerinnen wieder zurück an die Öffentlichkeit geholt – manche davon werden nun auch anderenorts ausgestellt. Doch das erste Wiedersehen, das gab es hier.
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Museum der unerhörten Dinge (Schöneberg)

Seit dem Jahr 2000 haben in der Crellestraße viele skurrile Exponate mit noch skurrileren Geschichten ihren Platz. Das Museum der Unerhörten Dinge wird von Roland Albrecht, einem Künstler und Fotografen, geleitet. Über 70 Ausstellungsstücke erwarten dich und weitere warten im Depot. Im Museum stößt man auf das Fell eines zwölf Zentimeter kleinen Bonsai-Hirsches oder auf einen Tonneutralisator, der Anti-Schall aussendet. Die Beschreibungen basieren auf dem, was die Exponate Albrecht erzählt haben – Lügen nicht ausgeschlossen. Neben den unerhörten Dingen erwarten die Besucher ein Museumsshop und ein vielfältiges Programm mit Lesungen, Filmen und Kochperformances. Und das Museum nimmt sogar an der Langen Nacht der Museen teil.
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Designpanoptikum (Mitte)

Ein Seziertisch für Tiere, alte Friseurstühle, überdimensionale Kameras und mehrere Holzpuppen und Prothesen – zunächst könnte man das Designpanoptikum für ein Gruselkabinett halten. Oleg Korneev hat 2010 die Ausstellungsräume hinter seinem Laden in der Torstraße eröffnet. Inzwischen sind sie ins Nikolaiviertel umgezogen. Besucher werden lange rätseln, welche Funktion einige Exponate wohl haben könnten. Doch es sind durchweg historische Gebrauchsgegenstände die Korneev in deutschen Trödlerhallen oder auf Bauernhöfen entdeckt hat. Oft stammen sie aus der Medizin. Aber eine Beschreibung zu ihnen gibt es nicht – das Rätsel gehört zum Reiz, der dieses Museum ausmacht!
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Blinden-Museum (Steglitz)

Dieses Museum über Blindheit ist für Sehende und Nicht-Sehende interessant. Viele Exponate stehen nicht in Vitrinen, sondern können angefasst und ausprobiert werden. Über die Geschichte der Blindenschrift und anderer Hilfsmittel für Nicht-Sehende erfährt man in der 2010 neu gestalteten Ausstellung jede Menge: Von frühen tastbaren Schriften zur Braille, von seltsamen Schreibmaschinen aus dem frühen 20. Jahrhundert bis hin zu moderner Hard- und Software für blinde Menschen. Alle Besucher können sich an solchen Schreibmaschinen oder an speziell für Blinde entwickelten Spielen versuchen.
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Buchstabenmuseum (Mitte)

Im Buchstabenmuseum geht es nicht um Linguistik oder Schriftkultur. Die Gründerinnen Barbara Dechant und Anja Schulze sammeln Buchstaben um ihrer selbst willen, um die verschiedenen Typen und Schriftbilder zu dokumentieren und vor dem Aussterben zu bewahren. Das ist das Faszinierende am Museum: Hier dürfen Buchstaben ganz sie selbst sein und müssen keine Funktion erfüllen. Und trotzdem zeigen sie Trends der Typographie, Bilder der Stadt und wecken Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Bisher war die Sammlung nur am Freitag und Samstag für je vier Stunden in einem Showroom zu sehen. Derzeit ist das Buchstabenmuseum wegen Umbau geschlossen und soll im Frühjahr 2019 wiedereröffnen. Wann es genau wieder losgeht, liest du auf der Homepage des Museums.
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Hanf Museum Berlin (Mitte)

Das einzige Hanf-Museum Deutschlands informiert über die ganze Bandbreite dessen, was man mit dem umstrittenen Grün anstellen kann. Schon seit 1994 erfährt man im Nikolaiviertel Wissenswertes über Anbau und Wachstum der Hanfpflanze und über viele Hanfprodukte – vom Isoliermaterial bis zum Papier. Natürlich wird auch die berauschende Wirkung des THC nicht ausgespart. Das Museum stellt dazu einen kulturellen Vergleich an und legt die Rechtslage in Deutschland dar. Da kannst du dich also mal ganz unvoreingenommen und umfassend über die alte Kulturpflanze kundig machen.
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Zucker-Museum (Kreuzberg)

Alles Zucker! Nahrung – Werkstoff – Energie heißt die Dauerausstellung des Deutschen Technikmuseums. Denn so verteufelt das Lebensmittel heutzutage ist, so essentiell ist es für vieles. Nicht nur wir Menschen brauchen den Rohstoff zum Leben, Pflanzen produzieren ihn natürlich und sogar die Chitinpanzer von Insekten bestehen aus einer Zuckerart. Das Museum klärt außerdem über den Ursprung des Zuckers, seine kulturhistorische Bedeutung und die verschiedenen Einsatzgebiete auf. Dir war eigentlich so, dass das Zucker-Museum seit 1904 das älteste Museum Berlins war und im Wedding zuhause? Richtig. Bis 2012 der Umzug nach Kreuzberg kam.
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Museumswohnung WBS 70 (Hellersdorf)

Ein ungewöhnliches, aber bestechend einfaches Konzept bietet die Wohnungsgesellschaft Stadt und Land in einer Hellersdorfer Platte: In der 3-Zimmer-Parterrewohnung sieht es noch so aus, wie sie im Jahr 1986 eingerichtet wurde. So kannst du sehen und fühlen, wie man in der DDR gelebt hat. Es gibt viele Holzmöbel, viel Beton und natürlich viel altmodischen Ost-Charme. Dafür haben Hellersdorfer damals ganze 109 Mark Miete bezahlt. Heute kann man das authentische DDR-Wohngefühl sonntags zwischen 14 und 16 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung kostenlos erleben.
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Museum der Illusionen (Mitte)

Ungläubige Blicke, zusammengekniffene Augen – darauf stößt man im 2018 eröffneten Museum der Illusionen am Alexanderplatz. Denn hier kann man seinen Augen tatsächlich nicht trauen: Alles dreht sich um optische und haptische Täuschungen. Über 80 Exponate lassen die Besucher staunen. So traust du etwa im Vortex-Tunnel selbst deinen Füßen nicht mehr – obwohl sich einzig und allein die Röhre drum herum dreht und nicht der Boden. Fotografieren ist hier ausdrücklich erlaubt und Teil des Spaßes – du bist hier in einem echten Mitmach-Museum. Ewig Zeit muss man nicht einplanen: die Ausstellungsfläche ist nicht allzu groß.
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