Sneak Preview in den Glaspalast

Das Futurium: Ein Haus für unsere Zukunft

Das Futurium: Ein Haus für unsere Zukunft
Sieht tatsächlich nach Zukunft aus: das Futurium am Alexanderufer. Zur Foto-Galerie
Museum, Labor, Forum – die Verantwortlichen des auffälligen Gebäudes 150 Meter östlich vom Hauptbahnhof wollen sich nicht festlegen. Das Futurium ist alles in einem und seit September fertig gebaut. Nun stehen bis 9. Juni die Türen offen – bei den "Werkstattwochen".

Wie ein Schmetterling aus Glas und Metall steht es zwischen seinen kastenförmigen Nachbarn, links Pricewaterhouse Coopers, rechts das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Gegend rund um den Hauptbahnhof hat einen großen Anteil an moderner Architektur, doch das Futurium ragt heraus. Nicht von der Größe her – es sind vielmehr die geschwungene Form, das Lamellenmuster der Fassade, die „auskragenden“ Vordächer, die auf- und gefallen.

Schon im September 2017 war Schlüsselübergabe für das Haus der Zukunft. Bei dessen Entwurf und Bau vertraute man dem jungen Architektenbüro Richter Musikowski. Das Futurium ist also baulich vollendet, doch noch nicht fertig. Trotzdem gewährt es nun bis zum 9. Juni Einblicke in seine eigene Zukunft. Die Werkstattwochen unter dem Titel Spannungsfelder. Annäherungen an Zukünfte bieten einen Querschnitt all dessen, was künftig dort los sein soll. Schwerpunktthemen sind Digitalisierung, Bürgerbeteiligung und Klimaschutz. Bei Debattenabenden wollen die Macher mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Angekündigt sind prominente Gäste wie Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber und Schauspielerin Johanna Wokalek, aber auch ein DJ-Set von Brandt Bauer Frick und ein Konzert mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester. Die Mitmach-Komponente kommt vor der Tür zum Tragen: Dort wird gemeinsam gegärtnert.

Denken, diskutieren und Hand anlegen

Die eigentliche Eröffnung des Futuriums ist für Frühjahr 2019 geplant. Dann wird im Bau am Spreebogen der Frage nachgegangen, wie wir in Zukunft leben wollen. Eine Dauerausstellung im Obergeschoss widmet sich in drei „Denkräumen“ ebenso vielen Themenkomplexen. Es soll um das Verhältnis zwischen Technik und Mensch gehen, etwa um künstliche Intelligenz und ob uns die Maschinen in Zukunft dominieren werden. Ein zweiter Komplex beschäftigt sich mit unserem Verhältnis zur Natur und was wir von ihr lernen können. Im dritten Raum stehen dann der Mensch selbst und seine künftigen Bedürfnisse im Vordergrund, beispielsweise der Wunsch nach Entschleunigung.

Durch die Glasfront im ersten Stock blickt man auf Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus. ©Futurium

Im Untergeschoss des Futurium entsteht das Labor. Hier dürfen die Besucher selbst Hand anlegen und Zukunftstechnologie wie 3D-Drucker und Lasercutter ausprobieren. Auch für Workshops und Sonderausstellungen eignen sich die 6 Meter hohen Räume, die im Gegensatz zu den anderen Stockwerken eher dunkel gehalten sind. Das Erdgeschoss ist für vielfältige Veranstaltungen mit 50 bis 600 Sitzplätzen vorgesehen. Der Austausch und offene Debatten sollen fester Bestandteil des Programms in dem multifunktionen Haus sein. Anlässlich der Schlüsselübergabe erläuterte Direktor Stefan Brandt: „Das Futurium steht für kritisches Denken, Toleranz, Neugier, aber auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.“

Kreative Küche und Skywalk

Zwei weitere Highlights des Ortes: Das Café im Foyer und der Skywalk auf dem Dach. Ersteres soll nicht nur Treffpunkt und Ort zum Ausspannen in einem daran noch armen Viertel sein. Vielmehr wird auch die Küche auf kreative und manchmal experimentelle Art die Frage nach dem Essen der Zukunft stellen. Ganz oben auf dem Futurium stehen die Kollektoren für die Photovoltaik- und Solarthermie-Anlage, die dafür sorgen, dass der Bau in der Nachhaltigkeitsbewertung Gold-Status erhielt. Doch mehr als das: Außen herum ist das Dach begehbar und bietet Ausblicke auf das Regierungsviertel, den anderen großen Nachbarn Charité und die wachsende Europa-City.

Auf dem Dach des Futurium: der Skywalk und Sonnenkollektoren. ©Triantafillou

Das Futurium ist ein Gemeinschaftsprojekt von Politik, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. So gehören zu den Gründungsgesellschaftern neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung etwa die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, aber auch BASF, Bayer und Siemens. Futurium-Direktor Brandt könnte hier ein geeigneter Brückenbauer sein: Von 2004 bis 2011 war er für die Unternehmensberatung McKinsey in Wien tätig, danach fünf Jahre als Geschäftsführer für die Hamburger Kunsthalle.

Weitere Informationen zum Futurium und zum Programm der Werkstattwochen bekommst du auf dessen Webseite.

Foto Galerie

Futurium, Alexanderufer 2, 10117 Berlin

Telefon 030 40818970

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