Neue ARD-Vorabendserie

"Heiter bis tödlich - Hauptstadtrevier"

"Heiter bis tödlich - Hauptstadtrevier"
Friederike Kempter und Matthias Klimsa sind die neuen Stars der Krimiserie "Heiter bis tödlich - Hauptstadtrevier". Zur Foto-Galerie
Ab dem 20. November 2012 strahlt die ARD eine neue Krimiserie aus: Das ungleiche Ermittlungsteam, bestehend aus der Elitepolizistin Julia Klug (Friederike Kempter) und dem Aktenlurch Johannes Sonntag (Matthias Klimsa), ist demnächst den Betrügern Berlins auf der Spur. QIEZ war auf der Premiere in der Kulturbrauerei dabei und verrät, was die Serie zu bieten hat.

Die kleine, niedliche Julia sitzt in ihrem ebenso kleinen und niedlichen blauen Auto, das bis obenhin mit Umzugssachen vollgestopft ist, auf dem Weg nach Berlin. Der Song „Dickes B“ von Seeed ertönt und ein Bildermeer von Berlin-Eindrücken strömt auf Julia und den Zuschauer ein. Kurz darauf wechselt sie ungezwungen die Windeln ihres kleinen Töchterchens im Hinterzimmer eines Spätis, doch der wird gerade überfallen…

So beginnt die neue Serie „Heiter bis tödlich – Hauptstadtrevier“, in der die beiden Hauptdarsteller Friederike Kempter (Kommissar-Anwärterin Nadeshda Krusenstern im Münsteraner Tatort) und Matthias Klimsa (bekannt geworden durch die Rolle des Hart in der Serie „Berlin, Berlin“) verzwickte Fälle lösen. Ihre Zentrale ist das Betrugsdezernat in der fiktiven Polizeidirektion 7 am Spittelmarkt, wo auch Julias Eltern, gespielt von Torsten Michaelis und Kirsten Block, sowie ihr Bruder Patrick Klug alias Oliver Bender arbeiten.

Bürohengst trifft auf Kampfpolizistin

Familienstreit ist vorprogrammiert. Erst recht, da Julia, die vorher außerhalb Berlins in SEK’s und anderen Spezialeinheiten tätig war, von ihrem Verlobten betrogen wurde und nun als alleinerziehende Mutter auf einem Schuldenberg sitzt. Ihr bleibt nichts anderes als die Rückkehr ins sichere Elternhaus, die jedoch die Konfrontation mit ihrem Vater nach sich zieht.

Auch ihr neuer Job im Betrugsdezernat birgt Konfliktpotenzial: Der neue Chef, Johannes Sonntag, ist das ganze Gegenteil von Julia. Als ihm die Leiterin der Polizeidirektion 7 seine neue Mitarbeiterin vorsetzt, bemerkt er konsterniert: „Das entspricht aber nicht dem offiziellen, internen Vergabeverfahren.“ Johannes Sonntag ist eben ein Mann der Analyse, der Vorsicht und der Akten. Julia hingegen ist ein kleiner Haudegen und schlägt lieber zu, bevor es zu spät ist.

Ilja Richter spielt den Moneten Manni in "Heiter bis tödlich - Hauptstadtrevier".

Die Idee hinter der Vorabendserie, die künftig immer dienstags ab 18.50 Uhr in der ARD läuft, ist gut und durchaus witzig. Leider fallen die Dialoge etwas flach aus. Interessant ist jedoch, dass die Fälle oft einen realen und aktuellen Bezug haben, wie in der dritten Folge, in der die Ermittler einen illegalen Organhandel in den „Herzland-Kliniken“ aufdecken. Die meist in sepia gehaltenen Stadtaufnahmen, die zwischendurch immer wieder eingespielt werden, erfreuen zusammen mit einem genialen Soundtrack jeden Berlin-Fan.

Liebeserklärung an Berlin

„Die Serie ist eine Liebeserklärung an das moderne Berlin“, äußert sich Martin Hofmann, Produzent der Firma Askania Media, die die ersten sechzehn Folgen des „Hauptstadtreviers“ im Auftrag der ARD-Werbung und des rbb für Das Erste produzierte. So steht auch das aufwendig angefertigte Set der Krimireihe am Originalschauplatz in Berlin.

Insgesamt floss viel Zeit, Aufwand und (Herz-) Blut in die Serie, für die Schauspielerin Kempter sich in den Proben für die Kampfszenen sogar die Knöchel blutig boxte. Bleibt nur zu wünschen, dass die neue Berliner „Heiter bis tödlich“-Reihe dem schwierige Sendeplatz am Vorabend gerecht wird.

Hauptstadtrevier, Spittelmarkt, 10117 Berlin, www.daserste.de

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Foto Galerie

"Heiter bis tödlich - Hauptstadtrevier", Spittelmarkt 11-12, 10117 Berlin

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