Neue Buchhandlung in Mitte

Hightech-Bookstore ocelot

Hightech-Bookstore ocelot
Der Plan von ocelot-Geschäftsführer Frithjof Klepp: Literatur multimedial unters Volk bringen, dazu Lesungen und Partys im Buchladen.
Für einen Buchladen ist der neue ocelot Store in Mitte die reinste Hightech-Location: Neben Tablet-PCs gehören hier auch zahlreiche E-Reader zur Produktpalette. Bald jedenfalls.

Leseratten aufgepasst: Berlin beehrt uns mit einem neuen Mekka – dem ocelot Store in der Brunnenstraße 181. Vor Kurzem präsentierten Geschäftsführer Frithjof Klepp und sein Team die Buchhandlung bei einem Grand Opening der Öffentlichkeit. Über der Ladenfront hängt noch immer ein unübersehbares Banner mit der Bemerkung „not just another bookstore“. Das ocelot will anders sein: Multimedia meint hier nicht nur eine Vertriebsstrecke, sondern tatsächlich das Konzept des ganzen Geschäfts.

Ob Print oder Digital: „Wirklich Literatur“ soll es sein

„Unser Konzept ist der zeitgemäße Buchhandel, die Verbindung von Print und Digital“, erklärt Klepp, ehemaliger Partner des Buch- und Medienversands Kohlibri. Texte und Geschichten sollen jedem Interessierten zugänglich sein – auch, wenn er sich für das klassische Buch nicht recht erwärmen kann. Deshalb bietet das Geschäft Tablets, unter anderem iPads, an. Zum Kauf ohnehin. Zum ausgiebigen Testen im Laden aber auch. „Außer dem Kindle wird auch eine ganze Palette an E-Readern zu haben sein“, verrät die Mitarbeiterin Jasmin Scepanik.

So gesehen ist der ocelot Store kein Buchladen, sondern ein Textladen. „Wir sind ein klassisches Vollsortiment“, sagt Klepp. In den Regalen finden sich die unterschiedlichsten Genres, vom Kinderbuch bis zur Graphic Novel. Eine eigene Sparte zu „Urban Culture“ ist ebenso vertreten. Jedoch: „Wir verkaufen keine Fachbücher und auch keine Ratgeber, sondern wirklich Literatur“, so Klepp, der einige Jahre an der HU Berlin Literaturwissenschaften studiert hat. Von leichter Unterhaltung bis zur Lyrik sei alles dabei.  

Texte auf die Ohren und auf der Bühne

Der einzige Wermutstropfen für alle, die sich auf die viele Technik freuen: Die E-Reader sind erst in rund 14 Tagen zu haben. Vorab in dem Geschäft vorbeizuschauen dürfte trotzdem interessant sein. Beispielsweise, um die Abteilung mit Hörbüchern und TV-Serien zu durchstöbern. Oder die Regale mit den englischsprachigen Büchern – ganz klassisch gedruckt und gebunden. „Bei den traditionellen Büchern achten wir auf schönes Papier und Druckqualität“, so Klepp. Immerhin will das ocelot „das ambitionierte Mitte-Publikum“ und „das traditionelle Buchpublikum“ gleichermaßen ansprechen.

Wenn schließlich vom Schauen und Blättern der Kopf zu rauchen beginnt, entspannt der Gast im Café des Bookshops mit Blick auf den Weinbergspark und erkundet dann frisch gestärkt die Hördusche. „Die Hördusche kommt aus der Museumstechnik“, erklärt der gelernte Buchhändler Klepp. „Früher war es ja so, dass man einen Kopfhörer aufhat, wenn man durch die Museumsräume geht“, sagt er. Jetzt gebe es aber diese Hörduschen, die an der Deckenwand angebracht seien. „Sie bestehen aus lauter kleinen Lautsprechern, und die bemerken jemanden, wenn er darunter steht. Dann geht der Ton an.“ 

Wem das jetzt doch ein wenig zu multimedial klingt, der kann sich auch einfach das Spannendste aus dem Veranstaltungskalender herauspicken und sich, wie in den guten alten Zeiten, von einem echten Menschen eine Geschichte erzählen lassen. Prominente Gäste auf der Bühne des ocelot Stores werden beispielsweise am 5. Juli die Comic-Autorin Aisha Franz und im Herbst der junge Grazer Schriftsteller Clemens Setz sein.
 

ocelot Store, Brunnenstraße 181, 10119 Berlin

Telefon 030 97894592

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Montag bis Samstag von 10:00 bis 20:00 Uhr

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