Friedrichshain
Filmaufnahmen im Vivantes Klinikum Friedrichshain

Aus für Doku "Babyboom - Willkommen im Leben"

Aus für Doku
Erleben Sie, wie im Vivantes Klinikum in Friedrichshain Babys auf die Welt kommen.
Seit dem 15. Februar wurde in der Entbindungsstation des Vivantes Klinikums im Friedrichshain die neue TV-Dokumentation "Babyboom - Willkommen im Leben" aufgezeichnet. Rund um die Uhr begleiteten 30 Kameras Familien, Ärzte und Hebammen. Nachdem der Senat die Dreharbeiten bereits Ende Februar gestoppt hatte, entschloss sich der zuständige Fernsehsender nun, die Aufzeichnung endgültig zu beenden.

Aufregung, Glück, Trauer und alle Emotionen vor, während und nach der Geburt sollten Fernsehzuschauer ab Frühjahr/Sommer 2013 im heimischen Wohnzimmer erleben. Seit dem 15. Februar zeichneten im Vivantes Klinikum im Friedrichshain zahlreiche fest installierte und ferngesteuerte Kameras rund um die Uhr das Schicksal von werdenden Müttern und Vätern auf. Auch die Arbeit der Ärzte und Hebammen rund um Chefarzt Dr. Lars Hellmeyer wurde in allen Situationen dokumentiert. Dabei ging laut Angaben von RTL „kein dramatischer oder oft auch humoriger Augenblick“ verloren.

In der Gesundheitsverwaltung gab es jedoch Zweifel, ob die Persönlichkeitsrechte der Kinder gewahrt würden. „Was ist, wenn sie vielleicht in ein paar Jahren mit einem Youtube-Video ihrer Geburt konfrontiert und gehänselt werden“, fragte Sprecherin Franziska Obermeyer. Der Senat stoppte daraufhin die Dreharbeiten – zunächst bis zur vorgezogenen Aufsichtsratssitzung am 12. März.

Doch so lange wollte der zuständige Fernehsender nicht warten: RTL hat die Dreharbeiten endgültig eingestellt. „Nachdem die Sitzung des Senats am vergangenen Dienstag keine weitere Klarheit über die Fortsetzung der Produktion gegeben hat, ist ein weiteres Abwarten etwa bis zu einer Aufsichtsratssitzung des Klinikum Vivantes, mit offenem Ausgang, nicht mehr vertretbar“, teilte der Sender am Freitagnachmittag mit.

Ein spannendes Projekt

Für Chefarzt Dr. Hellmeyer vom Vivantes-Klinikum war das neue Projekt aus mehreren Gründen spannend: „Uns reizt das innovative Format, bei dem keine Kamerateams auf der Station unterwegs sind. Durch die feste Installation der Kameras wird das Klinikgeschehen so authentisch – und mitunter emotional – dargestellt wie möglich. Gleichzeitig wird der Klinikbetrieb durch die feste Installation in keiner Weise gestört“ , so Hellmeyer vor dem Drehstop durch den Senat. Der Arzt begrüßte die daraus resultierende Möglichkeit, das „Wunder“ der Geburt auch für „Zuschauer von außen“ nachvollziehbar machen zu können.

Gedreht wurde nur in speziellen Bereichen der Entbindungsstation – mit Eltern, Familien und Mitarbeitern, die sich mit einer Fernsehaufzeichnung einverstanden erklärt hatten. Dabei galt: Wer Teil der Dokumentation wurde, den begleiteten die Kameras in Freud und Leid, „24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“ und in jedem Moment des Alltags. Eine Art ‚Big Brother im Krankenhaus‘ also? Für Chefarzt Dr. Hellmeyer war der Wunsch, die Geburt von Fernsehkameras dokumentieren zu lassen, verständlich: „Wenn man selbst gerade ein Kind auf die Welt bringt – oder als Partner dabei ist – kann man sicher nicht wirklich realisieren, was da gerade passiert. Vielleicht möchten die Eltern den Moment einfach festhalten, um sich auch Jahre später daran zu freuen und ihn dann weniger ‚abgelenkt‘ zu erleben.“

Das Vorbild für die neue RTL-Dokumentation lieferte das britische Format „One Born Every Minute“, das nicht nur in seinem Ursprungsland, sondern auch in Frankreich und den USA hohe Einschaltquoten erzielt. Die emotionale Doku wurde 2010 mit dem Preis der Britischen Akademie der Film- und Fernsehkunst (BAFTA) ausgezeichnet. Man darf gespannt sein, wie sich die Zukunft des neuen Formates in Deutschland gestaltet. Geplant waren zunächst acht Folgen, in denen jeweils drei werdende Mütter oder Paare begleitet werden sollten. Im Vivantes Klinikum finden jährlich 2.400 Geburten statt.

 

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Vivantes Klinikum im Friedrichshain Klinikum, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin

Vivantes Klinikum im Friedrichshain Klinikum

Screenshot der Website www.vivantes.de/kfh

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