Bahnhof Pankow

Bei Fahrrädern geht's drunter und drüber

Bei Fahrrädern geht's drunter und drüber
Am Bahnhof Pankow sollen bessere Parkmöglichkeiten für Räder geschaffen werden.
Berliner Straße - Doppelt parkt besser: Am Bahnhof Pankow sollen zweistöckige Fahrradständer ab Jahresende für Ordnung sorgen.

Zu wenig Radwege, zu wenig sichere Abstellmöglichkeiten, kurz: zu wenig Fahrradfreundlichkeit wird Berlin oft vorgeworfen. Es geht drunter und bald vielleicht auch drüber mit Berlins Rädern. Denn am Bahnhof Pankow soll es doppelstöckige Fahrradständer geben – die sparen Platz. Kostenfrei könnten so rund 300 Räder unter der S-Bahnbrücke Berliner Straße stehen und auch schweben. Es wäre der erste öffentliche Fahrradparkplatz dieser Art in Berlin. Auf privaten Grundstücken gibt es schon vergleichbare Modelle, zum Beispiel auf dem Gelände des Axel-Springer-Verlags in der Zimmerstraße. Der dortige Parkplatz ist aber für die Mitarbeiter gedacht.

In den nächsten zwei Wochen will die S-Bahn den Antrag für die Fahrradständer bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einreichen. Die betreibt ein Förderprogramm, mit dem das Projekt finanziert werden könnte. „Wir gehen davon aus, dass die Fahrradständer in Pankow den Zuschuss bekommen“, sagt René Klemens, Fahrradbeauftragter der Berliner S-Bahn. Die Fördermittelrichtlinien sehen vor, dass die S-Bahn sich in den nächsten 15 Jahren um die Instandhaltung kümmert. Danach müsse man weitersehen: „Das ist ein Pilotprojekt, das wir erst einmal testen müssen“, sagt Klemens; eine mögliche Gefahr sei etwa Vandalismus.

Anlehnbügel schützen vor Diebstahl

Als Hersteller ist unter anderem die Orion Stadtmöblierung GmbH als Rahmenvertragspartner im Gespräch, die auch schon Doppeldeckerfahrradständer in Bernau gebaut hat. „Der Auftrag liegt schriftlich noch nicht vor“, sagt Thorsten Dambier, der bei Orion für die Doppelstockparker verantwortlich ist. Nach bisherigen Entwürfen seien für Pankow auch Anlehnbügel, mit denen die Räder zusätzlich gegen Diebstahl gesichert werden können, angedacht. „Da die Ständer frei zugänglich wären, sind Anlehnbügel eine zusätzliche Absicherung“, sagt Dambier.

Montiert werden sollen die Fahrradständer in Pankow dann im Spätherbst, sodass eine Nutzung zum Jahresende möglich ist. Weitere Abstellmöglichkeiten dieser Art seien wünschenswert, aber in Berlin auch schwer umsetzbar, sagt Klemens: „Es gibt nicht viele freie Flächen, die in Bahnhofsnähe liegen.“ Damit sich bei dem Platzsparmodell die Lenker nicht verhaken, sind die Halterungen höhenversetzt angebracht. Um das Rad in die zweite Etage der Doppeldeckerkonstruktion zu bekommen, rollt es auf eine ausziehbare Schiene. Mit dieser hebt man das Rad dann in eine waagerechte Position nach oben. Was sich kompliziert anhört, ist durch die Hebelwirkung gar nicht so schwer.


Quelle: Der Tagesspiegel

Bei Fahrrädern geht's drunter und drüber, Berliner Straße 16, 13189 Berlin
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