Original Unverpackt

Berlinerinnen sagen dem Müll den Kampf an

Berlinerinnen sagen dem Müll den Kampf an
Von links: Sara Wolf (29, Absolventin in Internationalen Beziehungen mit Background im fairen Handel), Milena Glimbovski (23, Marketingfachfrau und Studentin der Gesellschafts-­ und Wirtschaftswissenschaften) und Marizon Bilano (25, Produkt-­ und Industriedesignerin).
In diesem Sommer soll in Berlin der erste Supermarkt entstehen, der weitgehend auf Einwegverpackungen verzichtet.

Konzipiert wird der neue Laden von drei jungen Berlinerinnen, die mit dem OriginalUnverpackt-Supermarkt zeigen wollen, dass nachhaltiges Konsumieren sexy sein kann. „16 Millionen Tonnen Verpackungen wandern jedes Jahr allein in Deutschland in den Müll. Anstatt die Welt zu bereichern, machen wir sie voller“, so Milena Glimbovski, eine der drei Günderinnen von OriginalUnverpackt. Statt verwendete Verpackungsmaterialien zu recyceln, soll in dem neuen Supermarkt Müll von Anfang an vermieden werden.

Und das funktioniert so: Bezahlt wird im neuen Laden nur für die eigentlichen Produkte, nicht für die Verpackungen. Jeder Kunde bringt eigene Behältnisse (Tüten, Tupper-Dosen o.ä.) in die OriginalUnverpackt-Filiale mit oder kauft bzw. leiht im Laden die passenden Verpackungen aus. Angeboten werden Bio-Produkte, aber auch konventionelle Lebensmittel und sogenannte „Misfits“, also Obst und Gemüse, das wegen seiner unkonventionellen Form eigentlich nicht in den Handel kommt.

Das neue Geschäft soll darüber hinaus nicht nur ein Ort zum Einkaufen sondern auch zum geselligen Treffpunkt für den Kiez werden.

Mit dem OriginalUnverpackt-Konzept konnten die drei Gründerinnen beim Businessplan Wettbewerb Berlin-Brandenburg den ersten Preis in den Kategorien „Nachhaltigkeit“ und „Beste Idee und Marketing“ gewinnen. Das Team plant, den neuen Laden noch diesen Sommer voraussichtlich in Kreuzberg zu eröffnen. Angesichts des Erfolgs einer Crowdfunding-Kampagne steht auch der Planung weiterer Filialen nichts im Wege. Offensichtlich stehen die potenziellen Kunden der nachhaltigen Idee offen gegenüber.

Weitere Infos findet ihr hier.

 

In „Kreuzkölln“ ist auch Pola Beck gerne unterwegs:

Berlinerinnen sagen dem Müll den Kampf an, Schönleinstraße, 10967 Berlin

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