Therapiekonzept

Kunst statt Knast

Kunst statt Knast
"Entdecke das Kunstwerk in dir" ist das Motto von Kunsttherapeutin Lisa Kastner.
Brunnenstraße - Die Berliner Kunsttherapeutin Lisa Kastner will straffällig gewordenen Jugendlichen mit Kunsttherapie wieder auf den richtigen Weg helfen. Eine solche Form der therapeutischen Arbeit gab es bisher noch nicht.

Lisa Kastners Atelier für Kunsttherapie findet man in der Brunnenstraße 28. Im September 2013 hat sich die Kunsttherapeutin selbstständig gemacht und bietet seitdem unter dem Motto „Entdecke das Kunstwerk in dir“ therapeutische und offene Mal- und Kreativworkshops an.

Selbstverwirklichung, Trauerarbeit, Selbstbewusstsein – daran wird in den Therapiestunden gearbeitet. Die Betroffenen setzen sich hier zuallererst mit sich selbst auseinander. Ziel ist es, seine Fähigkeiten zu entdecken. Darüber hinaus sollen in den Therapiestunden die Ereignisse des Lebens verarbeitet werden.

Kunst statt Knast

Ein Projekt liegt der gebürtigen Rostockerin allerdings ganz besonders am Herzen: Durch „Kunst statt Knast“ werden straffällig gewordene Jugendliche rehabilitiert. Aufgrund ihrer Erfahrungen mit der Arbeit auf medizinischen und forensischen Stationen hat Lisa Kastner festgestellt, dass gerade diese Therapievariante sinnvoll ist. Zudem gab es, laut Kastner, diese Form der Arbeit bisher noch nicht. Gerade in schwierigen Momenten kann man diese Form der künstlerischen Tätigkeit als Ausgleich nutzen – das hat Kastner durch die Liebe zur Malerei auch für sich herausgefunden: „Kunst ist ein wunderbarer Kanal, um Energie freizugeben“, findet sie.

In ihrer Therapiestunde ist es durchaus erwünscht, dass die Jugendlichen radikal sind und ihre gesamte Energie auf die Kunst richten. „Auch wenn es erstmal komisch klingt: Kriminelle Energie kann sich in der Kunst durchaus positiv auswirken“, erklärt Kastner. „Das Konzept der Therapie ist die analytische Kunsttherapie in der Gruppe.“ Jugendliche mit einer ähnlichen Problematik treffen sich dreimal die Woche und das zwei Monate lang.

Durch vielfältige Übungen wird dann an der jeweiligen Problematik gearbeitet. Die Kunsttherapeutin bringt den jungen Straftätern bei, Farben und Materialien und nicht die Faust als Ausdrucksmittel für ihre Empfindungen zu verwenden. Zuhören, sehen und verstehen lautet die Devise. „Wird etwas geschaffen, dann haben die Jugendlichen einfach ein Erfolgserlebnis“, so die Therapeutin.

Übrigens bietet Kastner neben ihren Therapiestunden auch offene Atelierstunden an, in denen man sich kreativ und künstlerisch verwirklichen kann. Wer noch ein Geschenk für seine Lieben sucht, der sollte das vorösterliche Angebot der Kunsttherapeutin wahrnehmen: Unter Anleitung kann man in ihrem Atelier ein Kunstgeschenk im Stil der alten Meister wie Monet und Kandinsky erstellen und später verschenken.

Nähere Infos zu Atelier und Therapie findest du hier.

Kunsttherapeutin Lisa Kastner, Brunnenstraße 28, 10119 Berlin
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