Nachwuchs im Tierpark

Tigerbaby Alisha bekommt die Flasche

Tigerbaby Alisha bekommt die Flasche
Amurtigermädchen Alisha ist schon ganz schön neugierig ... Zur Foto-Galerie
Friedrichsfelde – Das putzige Amurtigermädchen wurde vor gut sechs Wochen im Tierpark geboren, konnte jedoch von Mutter Aurora nicht mit genügend Milch versorgt werden. Darum haben es vorerst menschliche Pfleger in ihre Obhut genommen.

An Heiligabend fällten Zoologen und Pfleger die Entscheidung, Alisha von ihren Eltern Aurora und Darius zu trennen und das Tigerbaby mit der Flasche aufzuziehen. Zuvor hatte sich im Tierpark ein tierisches Familiendrama abgespielt. Alisha kam am 10. Dezember gemeinsam mit zwei Geschwistern zur Welt, doch ihre Mutter hatte beim dritten Wurf ihres Lebens nicht ausreichend Milch, um den Nachwuchs zu versorgen. Am 21. Dezember starben daher zwei der drei Jungtiere und auch das kleine Tigermädchen magerte stark ab.

Derzeit wird Alisha noch abseits der Augen der Tierparkbesucher von den Pflegern aufgepäppelt. Mit Erfolg: Dank der Versorgung mit Ersatzmilch hat sie bereits drei Kilo zugenommen und wiegt nun 5.010 Gramm. Noch ist Schlafen ihre Hauptbeschäftigung, aber auch Fleischstücke ziehen sie bereits an. Macht sich Alisha weiterhin so gut, soll sie in zwei bis drei Wochen ein Innengehege im Alfred-Brehm-Haus, dem eher beengten Raubtierbereich des Tierparks, beziehen. Dort wäre sie für Besucher zu sehen.

Trennung von Familie war laut Tierpark notwendig

Wie ein Stofftier. (c) Tierpark Berlin
Der zuständige Kurator Christian Kern begründete die Entscheidung, das Amurtigermädchen vorerst von Menschen aufziehen zu lassen: „In Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm haben wir uns aufgrund des fortgeschrittenen Alters von 14 Tagen zur Handaufzucht des verbliebenen Jungtiers entschieden. Die Tigermutter Aurora ist genetisch unverwandt zu allen in Europa lebenden Amurtigern. Alisha ist somit genetisch für das europäische Erhaltungszuchtprogramm sehr wichtig.“ Amurtiger sind weltweit stark vom Aussterben bedroht.

Ob es gelingt, Alisha später wie erhofft wieder in ihre Familie zu integrieren, ist unsicher. Einen anderen Zoo mit Handaufzucht von Amur- oder Sumatra-Tigern, in den man das Jungtier hätte bringen können, gäbe es europaweit nicht, betont der Tierpark Berlin. In Friedrichsfelde leben neben Alisha und ihren Eltern noch zwei Hinterindische und drei Sumatra-Tiger.

Unterdessen hat das Orang-Utan-Baby, das im Zoologischen Garten ebenfalls mit der Flasche aufgezogen wird, den Namen Rieke erhalten. Zwei Boulevardzeitungen hatten die Patenschaft für das Tier übernommen und ihre Leser aufgefordert, Namensvorschläge einzuschicken. An der Auswahl waren auch die drei Pfleger beteiligt. Einer von ihnen, Christian Aust, kommentierte die Entscheidung so: „Rieke klingt schön frech, ist kurz und einprägsam für das Tier. Der Name lässt sich auch gut rufen.“ Außerdem sei er kein Modename, sondern zeitlos und passe gut nach Berlin.

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