• Mittwoch, 18. Dezember 2013
  • von Jasmin Wrasse

Berlin Sessions dreht auf Berliner Straßen

Musik auf Augenhöhe

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    Das Team konzentriert bei der Arbeit. Foto: externe Quelle - ©Berlin Sessions
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    Hautnah am Set und schön anzuschauen. Foto: externe Quelle
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    Gunnar Weber, 25 Jahre jung, ist freier Producer und der Gründer von Berlin Sessions. Foto: externe Quelle - ©Berlin Sessions
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    Die Motiondesignerin Mia ist gerade auf dem Weg zum Festival. Foto: externe Quelle - ©Berlin Sessions
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    Toningenieur Nils in Action. Foto: externe Quelle - ©Berlin Sessions
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    Die Redakteurin Natalie trägt die neue coole Tasche von Berlin Sessions. Foto: externe Quelle - ©Berlin Sessions

Berlin Sessions ist ein junges Kollektiv von Menschen, die Musik lieben. Doch Musik ist nicht gleich Musik, schon gar nicht, wenn wir sie nur im Fernsehen oder Internet konsumieren. Die Jungs und Mädels von Berlin Sessions wollen die Bands und ihr Können greifbarer und authentischer rüberbringen und filmen deswegen Musiker mitten in Berlin.

Angefangen hat das Projekt mit Gunnar Weber. Seit sechs Jahren beim Radiosender Fritz angestellt, interviewt er dort vielversprechende Bands und Sänger. Schon damals hatte er den Wunsch, dem Hörer Musik authentischer zu vermitteln. "Die Songs verlieren im Studio leider viel von ihrer Authentizität, von ihrer Kraft und ihrem Klang", erzählt uns Gunnar im Interview. Er fing an, neben der Arbeit befreundete Bands zu filmen. Besondere Ecken Berlins, schöne Parks oder Straßenkreuzungen wurden zur Konzert-Location von Musikern und gaben ihnen das Leben und die Rauheit zurück, die sie bei Studioaufnahmen verlieren.

Das Team um Gunnar wuchs, denn ohne den professionellen Toningenieur Nils, Motiondesignerin Mia und schreibwütigen Redakteuren funktioniert das Unternehmen nicht. Das Logo der kreativen Truppe ist eine minimalistische Ausführung des beliebten Berliner Bären. Mittlerweile sind es an die 13 Mitarbeiter, die eine Session pro Woche auf Band bringen. Gefilmt wurden schon Größen wie "The Drums", "William Fritzimmons" oder "Milky Chances". Die musikalische Bandbreite reicht also vom ruhigen Singer-Songwritertum bis zum Techno.

"Wir lassen die Bands ein bis zwei ihrer Songs spielen, wollen aber nicht ihr übliches Line-Up hören. Meistens sind auch weniger Instrumente am Start. Draußen ist die Akustik um einiges besser als im Studio, es gibt keinen Hall, der künstlich weggeschnitten werden muss. Wir lassen die Hintergrundgeräusche der Straßen bewusst mit im Video. Einmal gab es ´nen Typen, der hat im Takt mitgehupt. Das war echt cool", erklärt Gunnar.

Bands können Berliner Orte vorschlagen, bekommen aber natürlich auch vom Team Locations angeboten. Noch nicht genutzte Orte sind zum Beispiel das Kaktushaus im Botanischen Garten oder ein orientalischer Teppichladen.

Ein weiteres Projekt, welches in Planung ist und den Musikdreh gemeinsam erleben lässt, sind sogenannte Road-Trips mit den Musikern. Bei diesen Road-Trips begleitet Berlin Sessions die Band zum Beispiel nach Schweden und schaut ihnen beim Songschreiben und Musizieren über die Schulter. Der obligatorische Videodreh ist selbstverständlich auch Bestandteil der musikalischen Reise.

Das Business wächst stetig und so wurden seit Anfang 2012 schon an die 150 Videos mit aktuell 77 Bands gedreht.  Mit viel Liebe, Leidenschaft und Können sind die Videos auf der Website anzuhören und und wurden schon von 3,5 Mio Menschen geklickt. Natürlich sind auf den Bändern die kleinen Pannen, wie ein Angriff von Stechmücken auf den Gitarrenspieler oder der klassische Fall des betrunkenen Sängers, der torkelnd aus dem Tour-Bus stolpert, nicht anzumerken.

Berlin Sessions

Bürknerstraße 4
12047 Berlin

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Quelle: QIEZ
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