• Donnerstag, 15. August 2013
  • von Eve-Catherine Trieba

Urban Gardening

Neuköllns prächtigster Garten

  • Urban Gardening in Neukölln
    Der Trend des Urban Gardening findet auch in Berlin-Neukölln immer mehr Fans. Foto: dpa - ©picture alliance / dpa
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Karl-Marx-Straße - Im Herzen Neuköllns haben engagierte Hobbygärtner und Unterstützer aus der Nachbarschaft ein kleines Gartenparadies geschaffen. Zwischen Bienenstöcken und Einkaufswagen-Hochbeeten fühlen sich nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch Senioren, Eltern und Jugendliche aus dem Kiez richtig wohl.

Angelegt wurde der Gemeinschaftsgarten "Prachttomate" im Frühjahr 2011 auf einer Brachfläche zwischen Karl-Marx- und Bornsdorfer Straße. Inzwischen hat sich das verwahrloste Areal durch den engagierten Einsatz urbaner Gärtner in eine grüne Oase verwandelt. Rein ökologisch werden hier in den Beeten aber auch in so ungewöhnlichen Pflanzkübeln wie Badewannen, Transportkisten, Eimern oder Einkaufswagen frisches Gemüse, Kräuter, Beeren und Blumen herangezogen. Seit diesem Frühjahr schwirren darüber hinaus die Bienen aus zwei hauseigenen Stöcken umher, es gibt ein großes Gewächshaus für empfindlichere Pflanzen und eine in Bau befindliche Pfahlhütte, die zusammen mit Jugendlichen aus dem Kiez errichtet wird.

Offener Gemeinschaftsgarten für alle

Ohnehin hat sich die Prachttomate in den vergangenen Monaten zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Menschen aller Altersklassen entwickelt. Ob Senioren, die sich im Grünen entspannen wollen, Familienväter, die mit ihren Sprösslingen im Matsch spielen, Kitagruppen, die kleine Beete anlegen oder begeisterte Gärtner, die mit Mischkulturen experimentieren wollen - sie alle fühlen sich in dem offenen Gemeinschaftsgarten, in dem sämtliche Flächen gemeinsam bewirtschaftet werden, sichtlich wohl.

Mit der Prachttomate wollen die Initiatoren eigenen Angaben zufolge ein Zeichen setzen gegen die "fatalen globalen wie lokalen Auswirkungen einer Agrarindustrie, die Mensch, Boden und Klima in existenzbedrohender Weise schädigen" und gemeinsam an einer Stadt arbeiten, "die für die Menschen gemacht ist, einer Stadt, in der sie wohnen bleiben und sie sich die Mieten noch leisten können, einer Stadt, die Teilhabe im weitesten Sinne ermöglicht - also einer Stadt für alle". Ein hehres Ziel, das zumindest für die Besucher der Prachttomate zum Greifen nah erscheint.

Interessierte können von März bis Oktober immer dienstags und freitags ab 16 Uhr in der Prachttomate mitgärtnern. Ein offenes Plenum findet jeden Freitag um 19 Uhr statt. Weitere Infos finden Sie hier.

Gemeinschaftsgarten Prachttomate

Bornsdorfer Straße 9
12053 Berlin

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Quelle: QIEZ
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2 Beiträge zu diesem Artikel
liqur liqur 04.02.2014 22:21:53
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liqur liqur 02.02.2014 22:40:56
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