• Dienstag, 06. Februar 2018
  • von Isabel Ehrlich

Kiez-Serie

Darum ist der Schillerkiez der schönste

  • Tempelhofer Feld, blauer Himmel
    Freizeitoase Nummer 1 für alle Schillerkiezler: das Tempelhofer Feld. Foto: QIEZ

Zwischen Hermannstraße und Tempelhofer Feld mischen sich fast dörfliche Atmosphäre mit einer Bar- und Restaurantvielfalt wie in kaum einem anderen Neuköllner Kiez. Hier zehn Argumente, warum der Schillerkiez der schönste ist ...

1. … weil er direkt ans Tempelhofer Feld grenzt. Und hier kann man sogar den Weg dorthin zelebrieren: Läuft man die Herrfurthstraße entlang, scheint am Ende der Straße nichts als der Horizont zu warten – und mit etwas Glück der rot verfärbte Abendhimmel. Auch nach Jahren fühlt es sich noch ein bisschen so an, als liefe man einen schmalen Strandweg auf das Meer zu. Am Ende der Straße angekommen, liegt dem Betrachter zwar nicht das Wasser, dafür aber das auch ganz schön imposante  Tempelhofer Feld  zu Füßen. Vor allem für Besucher, die diesen Anblick noch nicht kennen, eine echte Hausnummer.
 

2. … weil der kleine Schillermarkt am Fuße der Genezarethkirche ein fast dörfliches Flair versprüht. Der  Wochenmarkt,  der jeden Samstag stattfindet, schlängelt sich über den Kreisverkehr des Herrfurthplatzes und bietet Feinkost, Blumen, Obst und Gemüse – ohne viel Gedrängel. Da möchte man sofort sein Körbchen rausholen und, ganz langsam, auch ein wenig bummeln.
 

3. … weil es auch für Fans kulinarischer Vielfalt ein echter Geheimtipp ist. Wer gutes Essen und gute Getränke liebt, findet in den vielen kleinen Querstraßen des Schillerkiezes eine überraschende Vielzahl wirklich guter Restaurants , die so international sind wie der Kiez selbst. Etwa das koreanisch-hippe Pig & Tiger mit großartigem Bibimbap, oder das italienische La Pecora Nera im Stile einer traditionellen Osteria. Ob für einen lauten Abend mit Freunden oder für das Dinner mit den Eltern, hier findet ihr immer etwas.

4. ... weil Bewohner und Besucher einen schönen Bevölkerungs-Querschnitt ergeben: Rund um den Herrfurthplatz treffen Familien auf  Hipster,  Senioren auf Kita-Gruppen, hört man Arabisch und Spanisch, Deutsch und Englisch, mal mit amerikanischem, mal mit afrikanischem Slang unterlegt. Das ist in vielen Kiezen ähnlich, aber hier scheint die Mischung besonders rund. Und: Die Leute wirken irgendwie ein wenig entspannter als anderswo – vielleicht auch, weil der laute Columbiadamm und die lärmende Hermannstraße zwar nah, aber eben auch weit genug weg sind.
 

5. … weil die Schiller-Trilogie an der Herrfurthstraße nicht nur Lokalkolorith versprüht, sondern auch die perfekte Kombination aus Burgerladen, Bäckerei und Café bildet. Wer möchte, kann auch seinen Schiller Burger (die sogar echt gute vegetarische Varianten haben!) oder seinen Kuchen aus der Schiller Bäckerei mit in die Schiller Bar nehmen. Im Sommer verschmilzt sowieso alles draußen miteinander. Und ein paar Meter weiter gibt es Eis.
 

6. … weil, und das verdient eine extra Erwähnung, das Mama Kalo hier zu finden ist. Ein Café-Restaurant, das sich, und das ist hier gar nicht so leicht, mit Speisen und Flair abzuheben weiß. Nicht nur das Flair ist dank den schönsten Wandfliesen und auffallend nettem Personal besonders, sondern auch die Speisekarte: Neben tollen Kuchen und Frühstück gibt es unter anderem Flammkuchen, Spätzle, die sogar richtig gut schmecken, und auch spät am Abend noch großartige Crêpes – perfekt, wenn man nach einer Falafel abends noch nach etwas Süßem lechzt.

 

Ein Beitrag geteilt von Katharina (@kathagram) am

7. … weil die Bardichte niemals Langeweile aufkommen lässt. Und das abseits vom unangenehmen Mallorca-Gefühl wie etwa auf der Warschauer Straße. Ganz ohne viel Lärm und kaputte Flaschen unter den Füßen kann man hier erst einen tollen Gin Tonic im  Circus Lemke  trinken, dann im knackevollen  Promenaden Eck , das sich am Wochenende in eine Tanzbar verwandelt, zu 90er-Hip-Hop und Elektro den Popo schwingen und spät in der Nacht einen Absacker in einer der schummerigen, aber immer freundlichen  Alt-Berliner Eckkneipen  trinken.
 

8. … weil der Schillerkiez das wohl coolste Kirchencafé Berlins hat. An der Genezarethkirche auf dem Herrfurthplatz. Das  Café Selig  (hihi) wurde kürzlich komplett umgestaltet und macht jetzt jedem Hipsterladen in der Umgebung echte Konkurrenz. Okay, das kann als fragwürdige Folge der fortschreitenden Gentrifizierung angesehen werden – aber trotzdem hat es einen gewissen Charme, wenn sich die jungen Szene-People auch mal vor den Toren einer Kirche tummeln.
 

9. … weil es nur wenige Berliner Kieze gibt, die eine Promenade haben. In diesem Fall die namensgebende Schillerpromenade. Gesäumt von Bäumen schafft dieses kleine Stück Weg zwischen den Häusern eine parkähnliche Atmosphäre. Angelegt wurde sie um 1900, um einen Kiez mit großbürgerlichem Flair zu schaffen. Heute ist der Schillerkiez, zum Glück, multikulti und bunt gemischt. Einziger Wehrmutstropfen: Die steigenden Mieten können auch heute wieder das Gefühl aufkommen lassen, in einem Kiez für Besserverdiener zu leben. 

 

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10. … weil Berufsschüler in der ehemaligen Königlich Preußischen Baugewerkschule in einem imposanten, denkmalgeschützten Haus aus dem frühen 20. Jahrhundert lernen können. Und auch die Anwohner schätzen das massive Rotklinkergebäude, das am Ende der Schillerpromenade auf der Leinestraße thront.  

Schiller Burger (Neukölln)

Herrfurthstraße 7
12049 Berlin

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Quelle: QIEZ
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