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10 neue Gastronomie-Tipps für Berlin-Neukölln

10 neue Gastronomie-Tipps für Berlin-Neukölln
Thelonius Bar.

Kein Berliner Stadtteil boomt derzeit gastronomisch so sehr wie Neukölln. Unser Experte von nomyblog stellt euch zehn Neueröffnungen vor - vom koreanischen Imbiss über die szenige Bar bis hin zum Edelrestaurant.

Aber beginnen wir mit einer kleinen Zeitreise, die Googles Streetview derzeit noch im Angebot hat, weil die Straßenbilder seit 2008 nicht erneuert wurden. Fährt man damit z.B. die heute gastronomisch pickepackevolle Weserstraße ab, stellt man fest: Damals war hier vergleichsweise wenig im Angebot. Jetzt sieht das ganz anders aus. Wir stellen vor: neue Restaurants, Bars, Gastropubs und Co. in Neukölln.


1. Beuster Bar
Bar, Kneipe, Restaurant — wie du magst, sagt dieser Laden seinen Gästen. Man kann ein Vier-Gänge-Menü einnehmen, sich ein Steak Tartare bestellen, ein Club Sandwich bestellen oder auch nur ein Bier oder zwei. Ein Gastropub. Lange Sitzbänke vor dunkelgrün glänzenden Kacheln, die Wände wie fast überall im Kiez ohne Farbe, geschweige denn Tapete. Von der Decke herab strahlt dafür ein Kunstwerk.
Weserstraße 32, 12045 Berlin, Webseite, Beitrag auf Mit Vergnügen


2. Thelonius Bar

Eine Bar mit Neuköllner Touch (siehe Foto), lässt aber mit seiner Produktqualität die Bars drumherum hinter sich. Klassisch mit modernen Einflüssen, gibt es z.B. einen „Hot Fashioned“ mit selbstgemachtem Lapsang-Souchong-Sirup und Chili sowie ein „Ginger Mango Mai Tai“ mit Mango-infusioniertem Rum, ferner Walnuss-Bourbon-Infusionen und ein Tonkabohnen-Wodka. Drei Sorten Craft Bier gibt es auch. Besonders gefällt, dass man wie in einem Café direkt an der Fensterfront sitzen und seinen Drink mit Blick auf die Straße genießen kann.
Weserstraße 202, 12047 Berlin, Facebook


3. Industry Standard

Klingt nach einem Klamotten-Conceptstore oder so, ist aber ein Restaurant. Eines, das seine Küche nicht versteckt. Gut, das tun viele neue Restaurants. Aber rund zwei Drittel der Lauffläche entlang der Fensterfront gewährt dem Flaneur auf der Sonnenallee, zwischen Gemüseläden und Barbershops, Einblick ins Kochgeschehen — andere Restaurants würden hier ihre Gäste platzieren. Mutig und hochinteressant. Ein experimenteller Mix: Es gibt Schweinebauch mit Muscheln, Piment und Koriander oder eine ganze Taube mit Wacholder und fermentiertem Blumenkohl. Pubfood gibt es ebenso: Solei (yes!), Oliven und Anchovis oder Beef Jerky zum Drink.
Sonnenallee 83, 12045 Berlin, Webseite, Beitrag auf Daily Secret


4. Eins44 

Als ich im vergangenen Jahr zu Besuch war und gerade im Gehen begriffen, rollte eine große Limousine in den zweiten Hinterhof in Neukölln ein, in dem sich das Restaurant befindet. Es stiegen nicht die typischen Limousinenbesitzer aus Neukölln aus, eher schon die Kategorie Wilmersdorf, wohlhabend gealtert. Ja, das Eins44 hat sich mit seiner exquisiten, aber unschnöseligen deutsch-französischen Küche (französisches Essen, dazu v.a. deutsche Weine!) schnell außerhalb des Quartiers unter Feinschmeckern einen Namen gemacht. Und ist trotzdem ein entspannter Ort! Ibericobäckchen mit Belugalinsen oder Lammnacken mit Süßkartoffel und dazu ein rheinhessischer Riesling, inmitten eines Ambientes mit ausnahmsweise mal authentischem Industrial Chic, weil es nämlich mal eine kleine Fabrik war, die Likörchen abgefüllt hat.
Elbestraße 28/29, 12045 Berlin, Webseite, Beitrag auf Fizzz.de


5. Twinpigs

Superhippe Läden wie dieser sind ja eigentlich nicht so mein Ding. Aber hier gehe ich gerne hin, weil die Atmosphäre trotz hohem Hipness-Faktor entspannt ist. Und vor allem, weil es Craft Bier gibt, vom Fass sogar. Wie selbstverständlich, so wie es sein sollte 2015, aber noch absoluten Seltenheitswert hat. Es wird übrigens, so meine Beobachtung, richtig viel bestellt und getrunken. Wer als Gastronom plant, was in sein Sortiment aufzunehmen oder noch damit hadert — vorbeischauen.
Boddinstraße 57a, 12053 Berlin, Facebook, Beitrag auf Fizzz.de


6. Gordon

Schöne Kombination: Plattenladen und Café. Der Fokus bei den Tonträgern liegt auf House und Techno, die Betreiber sind auch Labelmacher (Legotek Records), sie offerieren die israelischen Snacks Shakshuka (Ei, Tomate und Tahina in hausgemachtem Brot) sowie Sabih (Gemüse, Ei, Tahina, Salat) in einer Pita, Kuchen und natürlich Kaffeespezialitäten.
Allerstraße 11, 12049 Berlin, Facebook, Blogbeitrag von Finding Berlin


7. Mmaah
Der zweite koreanische Imbiss in Neukölln (nach dem schon etwas länger bestehenden Ban Ban Kitchen) ist Besuchern des Tempelhofer Felds vielleicht bekannt, liegt er doch an einem der Fußwege dorthin. Jetzt gibt es einen weiteren Mmaah-Standort, der deutlich mehr Restaurantcharakter hat. Neben Feuerfleisch (Bulgogi) und gefüllten Teigtaschen (Mandu) gibt es auch diverse hausgemachte Teespezialitäten, u.a. Yuza-Mandarine. Standort ist ein ehemaliger Dönerladen neben einem Supermarkt am Kiehlufer, etwas abseits der hippen Kanal-Abhäng-Zone.
Kiehlufer 75, 12059 Berlin, Webseite, Beitrag von Hidden Square


8. Kala
Fisch, Fisch, Fisch: das gibt’s frisch im neuen Kala in der Kienitzer Straße. Gegart, gegrillt, gebacken, gerollt und im Güvec (mit geschmortem Gemüse, ein türkischer Eintopf). Zum Mitnehmen ebenso wie zum Verzehr vor Ort im durchaus gemütlichen Restaurantbereich des Ladens, der ein bisschen an eine orientalische Teestube erinnert mit Kissen und gedimmten Lämpchen. Anti-Nordsee-Design mit seiner erkennungsdienstlichen Store-Ausleuchtung, könnte man auch sagen. Den Fisch kann man auch vorbestellen, wenn man ihn zu Hause kochen will.
Kienitzer Straße 95, 12049 Berlin, Webseite 


9. Fuchs und Fähe
Füchse (und Fähen) trifft man in Neukölln gar nicht so selten. Ich habe mitten in Berlin schon mindestens so viele dieser possierlichen Tiere getroffen wie auf weiter Flur. Im Humboldthain im Wedding habe ich sogar mal einen Fuchswelpen gesehen. Schön. Und warum schreibe ich das? Weil das Fuchs und Fähe in der Kienitzer Straße aktuell noch nicht eröffnet hat, dies aber bald tut, deswegen kann ich an dieser Stelle nur sagen, dass es Sandwiches und Weine guter Herkunft geben soll — ein Update erfolgt nach Eröffnung. Nach dem Fuchs & Elster wird es dann schon der zweite Fuchsladen im Stadtteil sein. Gleich neben dem Kala gelegen.
Kienitzer Straße 93, 12049 Berlin, Facebook


10. MJ’s Food Shop

Ich würde sagen: Das ist ein Diner, oder eine Eatery, oder eine Luncheonette. Oder eben ein Food Shop. Richtig amerikanisch. Nicht so ein klischeehaftes Konzept, wie man es hierzulande an Flughäfen, Bahnhöfen oder Autobahnkreuzen findet, sondern eines aus einem Film der Coen-Brüder (oder deren Serie „Fargo“). Fehlt nur die freundliche ältere Dame Typ „Teil des Inventars“, die einem Kaffee nachschüttet, während man den nächsten Coup bespricht. Die vielen Bilder an den Wänden geben dem Ganzen aber auch etwas Wohnzimmer-Charakter. Es gibt Ceasar’s Salad, hausgemachte Burger, üppige Sandwiches (ich empfehle das Philly Cheese Steak Sandwich), handgeschnittene Pommes, Suppen und Kartoffelbrei-Variationen sowie selbstgemachten Eistee, aber keine US-Craft-Biere, dafür Fiege Pils aus dem eher unamerikanischen Bochum. Good choice anyway!
Sonnenallee 34, 12045 Berlin, Webseite, Exberliner

 

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von nomyblog

Thelonius Bar, Weserstraße 202, 12047 Berlin

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Thelonius Bar

Thelonius Bar.

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