Kreuzberg, Mitte
Onigiri von Rice Up

Gesunde Kost aus Fernost

Gesunde Kost aus Fernost
Gesundes Fastfood im U-Bahn-Tunnel: Onigiri von Rice Up werden an ungewöhnlicher Stelle verkauft.
Was des Deutschen Butterbrot, ist des Japaners Onigiri: In Noriblätter gewickelte Reisdreiecke mit würzigen Füllungen. Dank Rice Up erfreut sich der gesunde Snack auch unter den Berlinern immer größerer Beliebtheit.

Noch ist die Pausenmahlzeit aus Fernost in der Hauptstadt nur an wenigen Stellen zu bekommen. Unter anderem an einer, an der man gesunde Kost nicht zwangsläufig vermuten würde: am U-Bahnhof Schönleinstraße in Neukölln. Dort, zwischen den Gleisen, haben ein Kulturwissenschaftler und ein Kameramann den ersten Onigiri-Kiosk Berlins eröffnet.

Rice Up heißt das kleine Unternehmen von Thorsten Reuter und Arev Karpert. Während ihrer Asien-Reisen kamen die beiden immer wieder mit Onigiri in Kontakt. „In Japan holt man sich morgens einen dieser Snacks und isst ihn in der Mittagspause. Sie sind lecker, gesund und praktisch“, erzählt Reuter.

Ein Jahr hat es gedauert, bis aus der mitgebrachten Idee der erste eigene Laden wurde. Ein Businessplan musste geschrieben, an Rezepten gefeilt und ein Standort gefunden werden. Anfang Dezember 2011 gingen schließlich die ersten kalorienarmen Happen in Kreuzberg über den Ladentisch, seit Juni können sich auch Ernährungsbewusste in Mitte auf der Friedrichstraße mit Onigiri versorgen.

Arbeitserleichterung in Sicht

Zweimal täglich werden die beiden Shops mit frischer Ware beliefert. Die kommt aus einer kleinen Küche am Görli, wo die Reispäckchen hergestellt und von Hand verpackt werden. Das kann mitunter in Stress ausarten, vor allem wenn ein Großevent nach dem anderen ansteht, wie in den vergangenen Wochen der Karneval der Kulturen, CSD und das Bergmann-Straßen-Fest. „Bald bekommen wir eine Verpackungsmaschine, die uns viel Arbeit abnehmen wird“, freut sich Reuter.

Dann kann er seine Snacks noch schneller unters Volk bringen. Zehn Sorten hat das Rice Up im Sortiment, wobei immer saisonal ausgerichtet wird: Im Frühjahr gab es Onigiri mit Spargel, demnächst werden Beef Teriyaki aber auch eine süße Variante mit Erdbeeren, Cocos-Reis und frischer Minze eingeführt. Unangefochten auf Platz 1 liegt Lachs & scharfe Pflaume gefolgt von Avocado, Koriander und Limette, was laut Reuter bei der veganen Community sehr gut ankommt.

Fast-Food in Bio-Qualität

Keine der Rice Up-Kreationen würde man so in Japan finden, erzählt der 39-Jährige. Seine Crossover-Rezepte sind dem europäischen Geschmack und Anspruch angepasst. Alle Produkte haben Bio-Qualität: Der Lachs stammt aus Norwegen, der Reis aus Italien und die Nori-Sheets werden direkt aus Korea bezogen. Der Rest – etwa das Huhn oder das Gemüse – kommen von Händlern aus der Region.

Ein Konzept, das wie geschaffen für Berlin zu sein scheint. Denn wo sonst, wenn nicht hier, machen sich immer mehr Konsumenten darüber Gedanken, was sie Tag für Tag essen. Und genau dafür steht Rice Up – „Gib acht, was du da isst!“.

Rice up, Schönleinstraße, 10967 Berlin

Telefon 0151 50101388

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Montag bis Freitag von 07:00 bis 19:00 Uhr | Samstag von 10:00 bis 19:00 Uhr

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