OsramHöfe im Wedding

Da ist alles drin

Da ist alles drin
Die Osramhöfe im Wedding: Früher beherbergten sie das größte Glühlampenwerk Europas.
Wer im Wedding in der Nähe der Seestraße etwas kaufen möchte, der findet sich in den OsramHöfen ein. Denn auf dem Gelände, auf dem früher Glühbirnen im Akkord produziert wurden, haben sich inzwischen rund 60 Geschäfte und Einrichtungen angesiedelt.

Geradezu als Musterbeispiel für ein vielfältig genutztes Geschäfts- und Gewerbezentrum könnte man die OsramHöfe im Wedding bezeichnen. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex beherbergte früher die Fabrikgebäude des Osramwerks B. Das Areal erstreckt sich über mehrere Höfe. Egal ob der Berliner auf der Suche nach Mode, Computerzubehör oder Vorhängen ist: In den Höfen wird er fündig. Denn hier sind etwa 60 Firmen und Einrichtungen aus verschiedensten Bereichen untergebracht. Neben Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung und Handwerk sind auch Standorte von wissenschaftlichen Institutionen und Forschungseinrichtungen heimisch.

Ein exklusives Gemälde lässt sich in den OsramHöfen genauso erwerben wie ein Bettgestell, denn hier sind zwei Galerien und ein Dänisches Bettenlager ansässig. Neben Mode- und Möbelläden sind ein Computerfachmarkt und ein Fachmarkt für Raumtextilien vertreten. Kunden, die so ausdauernd shoppen, dass sie zwischendurch Hunger bekommen, haben die Wahl zwischen Lebensmitteldiscounter und Restaurant. Außerdem ist das Zentralarchiv des Deutschen Herzzentrums hier angesiedelt. Die Höfe beherbergen ebenfalls das Berufsausbildungszentrum des SOS Kinderdorf e. V.

Ehemals Standort des größten Glühlampenwerks Europas

Das Gelände zwischen Liebenwalder Straße und Oudenarder Straße blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1890 ließ sich die Sigmund Bergmann & Co. AG hier nieder. Sie stellte elektrische Installations- und Steuervorrichtungen her. Ab 1904 begann die Firma mit der Herstellung von Glühlampen. Die Gebäude, die heute als OsramHöfe bekannt sind, wurden gebaut. 1935 übernahm die Osram GmbH die Fabrik und nannte sie Osramwerk B. Das Werk wurde zum größten Glühlampenwerk Europas ausgebaut.

Den fünfgeschossigen Gebäudekomplex, die heutigen OsramHöfe, hat Architekt Hermann Enders entworfen. Der Backsteinbau entstand in mehreren Bauabschnitten in den Jahren 1904 bis 1910. Da das Gebäude eigens für die Produktion konzipiert wurde, ist sein Aufbau einfach und schörkellos. Die Stahlskelettkonstruktion erlaubte den Bau stützenarmer Fabrikationssäle mit großen Fenstern. Weitere Bauten kamen in den Jahren 1912 bis 1914 und 1936 bis 1937 hinzu. Stadtplanerisch fügen sich die Höfe in das umliegende Wohngebiet ein: Sie nehmen Straßenflucht und Traufhöhe der Mietshäuser auf.

1988 stellte der Glühlampenhersteller Osram die Produktion in den Höfen nahezu ein und zog sich größtenteils aus dem Gebäude zurück. Heute befindet sich nur noch ein kleiner Teil der Osram’schen Produktion in den Höfen, der Großteil wurde nach 1990 an andere Standorte verlagert. Anfang der neunziger Jahre übernahm die Carée Seestraße GbR die Osramhöfe und begann mit der Sanierung. Um an die bedeutende industrielle Vergangenheit zu erinnern, taufte das Forum Carée Seestraße den Gebäudekomplex 1999 in Osramhöfe um.


Quelle: kompakt

OsramHöfe, Oudenarder Str. 16, 13347 Berlin

OsramHöfe

Die Osramhöfe im Wedding: Früher beherbergten sie das größte Glühlampenwerk Europas.

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