Getränkemanufaktur Ostmost

Eine prickelnde Mission

Eine prickelnde Mission
Leckere Getränke aus Äpfeln von Streuobstwiesen stellt das Unternehmen Ostmost her. Auch der Natur soll dadurch geholfen werden.
SO 36 - Traditionell gebraute Getränke sind in. Neben dem Hopfen erobert nun auch der Apfel die urbane Szene Berlins: Das Unternehmen Ostmost stellt aus althergebrachten Streuobstsorten Säfte, Schorlen und Cidre her. Dahinter steht eine Mission.

Kennt ihr Geheimrat Dr. Oldenburg, Minister von Hammerstein oder Geflammter Kardinal? Nein? Natürlich nicht. Denn diese alten, regionaltypischen Apfelsorten finden in den Supermärkten Deutschlands keinen Platz. Dabei sind sie köstlich, wie Ostmost unter Beweis stellt: Ob Bio-Apfel, Apfel-Minze, Apfel-Rote Bete und sogar Cidre. Alle Ostmost-Getränke sind aus regionalen Sorten und nach alter Mostertradition gepresst und abgefüllt.

Was ist eigentlich Streuobst?

Das Besondere an Ostmost: Die Äpfel stammen von ökozertifizierten Streuobstwiesen regionaler Obstbauer. Streuobst, betont Gründer Dennis Meier, sei nicht zu verwechseln mit Fallobst! Gemeinsam mit Bernd Schock und Paul Döcker produziert er seit 2014 die Säfte. „Unsere Äpfel werden per Hand geerntet. Fallobst hingegen wird vom Boden aufgesammelt“, erklärt Dennis weiter. „Streuobstwiesen heißen so,weil die Bäume verstreut auf der Wiese stehen. Durch dieses natürliche Wachstum entsteht ein Biotop, das Heimat für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt ist.“ Kurzum: Streuobstwiesen sind – im Gegensatz zu konventionellen Plantagen – wahre Paradiese für die Artenvielfalt. Nur sind sie stark bedroht, vor allem im Osten Deutschlands. In den letzten 50 Jahren wurden etwa 80 Prozent abgeholzt. So haben es sich die Jungs von Ostmost zum Ziel gesetzt, nicht nur gesunde Bio-Säfte zu brauen, sondern auch die Streuobstwiesen-Kultur zu erhalten.

Ostmost erobert Berlin

Einen Partner haben sie in Harald Elm gefunden, der in seiner Kelterei, der BioManufaktur Elm, seit Anfang der 80er-Jahre Apfelsorten von Streuobstwiesen zu Biodirektsaft verwertet. Sich gegen Massenproduktion durchzusetzen, ist keine leichte Aufgabe. Und es hat seinen Preis: Eine 0,33-Liter-Flasche beginnt bei 1,59 Euro. Jedoch: Mit jeder verkauften Flasche werden neue Streuobstwiesen angepflanzt. In Berlin und Umgebung ist Ostmost vertreten, beispielsweise in der Volksbühne oder im Klunkerkranich. Die Kette Biocompany hat Ostmost ebenfalls im Sortiment. Über die Homepage kann man sich die Säfte und Cidre auch nach Hause bestellen.

Ostmost, Oranienstraße 183, 10999 Berlin
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