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Top 10: Schöne Laufstrecken in Berlin

Auch wenn wir in Zeiten der Corona-Pandemie und aufgrund der jetzt kälteren Temperaturen weniger raus kommen, ist Sport an der frischen Luft ein Muss für die Gesundheit. Hier kommt unsere Auswahl der schönsten Laufstrecken in Berlin.

Landwehrkanal

Grün soweit das Auge reicht: Am Ufer des 8,7 Kilometer langen Landwehrkanals kann man wunderbar durch Grünanlagen und entlang der Stadtstraßen laufen. Auf diese Weise lernt man Kreuzberg gleich aus einer anderen Perspektive kennen. Im schnellen Trab geht’s an hippen Cafés, einem Restaurantschiff oder Boccia-Spieler*innen und an wunderschönen Altbauten oder extravaganten Wohnanlagen vorbei. Auf der Treptower Seite berühren die Füße sogar ein Stück ehemaligen Mauerstreifens, auf dem eine Reihe japanischer Kirschbäume gepflanzt wurde. Was man wissen sollte: Auf der Strecke muss man einige Steigungen überwinden und nur die Abschnitte, die an der Straße entlangführen, sind beleuchtet. Zudem ist Seitenwechsel angesagt, wenn dienstags und freitags zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße der Wochenmarkt stattfindet.

Vom Görlitzer zum Treptower Park

Für Läufer*innen, denen nach den 8,7 Kilometern am Landwehrkanal noch nicht die Puste ausgegangen ist, könnte die Route vom Görlitzer zum Treptower Park eine gute Ergänzung sein. Wenn man die Strecke von Kreuzberg nach Treptow läuft, hat man außerdem einen schönen Blick auf die Halbinsel Stralau. Die Strecke ist insgesamt 6,9 Kilometer lang und führt über Parkwege und Stadtstraßen hinweg. Bahnbrücken führen von einem Bezirk zum anderen. Vorwiegend flache Abschnitte säumen das Areal. Die Strecke ist abends aber leider nur teilweise – vom Startpunkt bis zur Insel der Jugend – beleuchtet.

Tempelhofer Feld

Wer gerne in die Weite schaut, ist hier richtig! Die Strecke ums Tempelhofer Feld ist circa 6 Kilometer lang und sehr ebenmäßig, weshalb sie selbst für Laufanfänger*innen locker zu schaffen ist. Starten kann man beispielsweise am Haupteingang am Columbiadamm und von dort aus beliebig viele Runden drehen. Dabei kommen einem mit Sicherheit auch immer wieder Menschen auf Inlineskates oder Leute, die ihren Drachen steigen lassen, entgegen. Denn Achtung: Da die Fläche unbebaut ist, weht hier fast immer ein wenig Wind. Außerdem sind die Wege nicht beleuchtet und man sollte die Öffnungszeiten beachten, die sich je nach Jahreszeit ändern.

Tiergarten

Sightseeing inklusive: Die Strecke durch den Tiergarten ist 4,7 Kilometer lang – Start ist am Brandenburger Tor. Von dort geht es in Richtung Deutscher Bundestag. Im ruhigen Dauerlauf trabt man zur Straße des 17. Juni, vorbei am Bundeskanzleramt und dem Haus der Kulturen der Welt. Das Areal mit den kleinen Bächen am Weg wirkt, neben den touristischen Attraktionen, wie eine Oase inmitten der Großstadt. Nachdem der Kurfürstenplatz passiert ist, wendet man an der Siegessäule. Danach geht es an der Tiergartenstraße entlang in Richtung Potsdamer Platz. Dabei läuft man über die Luisen-Insel rechts an der Philharmonie vorbei – Schlusssprint zurück zum Ausgangspunkt am Brandenburger Tor.

Volkspark Schöneberg

Inmitten der dichtbesiedelten Bezirke Schöneberg und Wilmersdorf zieht sich der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf dahin. Laufen kann man die überwiegend flache Strecke zu jeder Tageszeit. Nur einzelne kleine Steigungen sind auf der nicht beleuchteten Strecke zu verzeichnen. Und für alle Geschichtsbegeisterten gibt’s neben dem Laufen noch was zu sehen und zu erfahren: Denn hier stehen das ehemalige Funkhaus RIAS – heute Deutschlandradio – und das Rathaus Schöneberg, von 1949 bis zur Wende West-Berliner Regierungssitz. Auf dem Rathausvorplatz hielt der amerikanische Präsident John F. Kennedy 1963 seine legendäre Rede „Ich bin ein Berliner“.

Jungfernheide

Die 5,6 Kilometer lange Strecke beginnt direkt vor dem Eingang des Strandbades. Unter Bäumen und entlang des Wasserlaufs geht’s bis vor zur Insel im Jungfernheideteich und weiter zu einem überdachten Rondell. Ist man – nachdem man Sportplätze und einen Ökogarten hinter sich gelassen hat – am Saatwinkler Damm angekommen, erreicht man knapp auf Höhe des Naturtheaters das Ziel und hat seine Runde geschafft. Eine schöne Belohnung ist dann im Sommer noch ein erfrischender Abstecher ins Strandbad.

Schlosspark Charlottenburg

Laufen auf barocken Wegen: Den Schlosspark Charlottenburg, der nach Osten hin von der Spree begrenzt wird, gibt es schon seit 1697. Der Barockgarten wurde als einer der ersten nach französischem Muster angelegt. Die Laufstrecke lohnt sich, denn man kommt hier an einigen Sehenswürdigkeiten wie dem Mausoleum mit dem Marmorsarkophag der Königin Luise vorbei. Auch der kleine Rokokopavillon Belverde und der Schinkel-Pavillon sind zu erwähnen. Auf 3,9 Kilometern läuft man über befestigte Wege ohne Steigungen durch die Parkanlage. Negativ: Der Park ist nur von 6 bis 20 Uhr zugänglich und die Wege sind nicht beleuchtet.

Lietzensee

Wer nach der kulturreichen Strecke im Schlosspark Charlottenburg immer noch nicht genug hat, kann sich gleich weiter zur Grunewaldseenkette vorarbeiten. Die Schloßstraße runter liegt auf der rechten Seite der Lietzensee. Laufen am Wasser beruhigt und die 2,2 km lange Laufstrecke entlang des Lietzenseeufers, durch den Lietzenpark, an der ICC Messe und dem Bootshaus Stella vorbei ist ohne Steigungen auch für Laufanfänger*innen gut zu meistern. Zwar sind die Parkwege um das kühle Nass jederzeit zugänglich, allerdings nicht beleuchtet.

Volkspark Humboldhain

Vielseitige Trainingsmöglichkeiten bietet auch der Volkspark Humboldhain im Wedding. Ein Flakturm und Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg sind Ursache für die Anstiege und Erhebungen, die die Laufstrecke prägen. Wenn man eine Verschnaufpause benötigt, hat man aus gut 85 Metern Höhe einen guten Ausblick über die Stadt. Wählt man die ebenen Parkwege, so ist die Laufstrecke 2,1 Kilometer lang und durch die flachen Strecken auch für Anfänger*innen geeignet. Einfach eine abwechslungsreiche Laufstrecke.

Die Volkspark-Kombi Friedrichshain und Prenzlauer Berg

Für den Lauf durch den Volkspark Friedrichshain, den ältesten Berliner Volkspark, sollte man eine Strecke von knapp 4 Kilometern einplanen, wenn man eine schöne Route laufen möchte. Start ist an der Ecke Vierchowstraße/Margarete-Sommer-Straße, über teilweise asphaltierte Parkwege bis hin zum großen und kleinen Bunkerberg. Zudem befindet sich der Volkspark in einer zentralen Lage, sodass man immer zahlreiche Jogger*innen antrifft. Erwähnenswert ist, dass die Strecke sowohl im Frühjahr als auch im Herbst beleuchtet ist. Daher ist das Training auch in der Dämmerung absolvierbar. Am Velodrom vorbei und ein kurzes Stück über die Landsberger Allee kommt man zum Volkspark Prenzlauer Berg. Auf ebenem Parkboden lässt sich die 2,7 km lange Strecke gut für einen letzten Endspurt nutzen.

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