Engagement in Pankow

Was Pankower Eltern sich für ihre Kinder wünschen

Was Pankower Eltern sich für ihre Kinder wünschen
Die Pankower wünschen sich, dass ihre gesperrten Spielplätze schnell wiedereröffnen und dass diese insgesamt sauberer sind.
An Nachwuchs mangelt es im Bezirk Pankow nicht. Um ein Familienparadies zu werden, braucht es noch ein paar Verbesserungen. Eine Liste mit dringenden Wünschen hat der Verein Kiezinseln nun an den Bezirksstadtrat übergeben.

Heute schon getobt? Viele Kinder verbringen die Winterzeit in der guten Stube oder im Café, weil es zu wenig Spielplätze gibt oder der Spielplatz an der Ecke gesperrt wurde: wegen Sanierungsarbeiten, die noch gar nicht angefangen haben und ewig dauern werden. Allein in Pankow stehen den Kids durch die Sperrungen derzeit 42 Spielstätten weniger zur Verfügung. Ärgerlich für Groß und Klein, denn die Alternativen sind mau. Früher gab es Feld und Wiesen für die Kids, nun ist fast alles verbaut und die Natur weit weg. Umso wichtiger ist es, ausreichend Spielplätze und grüne Spielflächen in die Stadtplanung zu integrieren.

Um dem kindlichen Jammern und den elterlichen Flüchen konstruktiv Gehör zu verschaffen, hat der junge Verein Kiezinseln e.V. per Umfrage die Wünsche der Pankower eingesammelt. Die Beteiligung war überraschend hoch, was dafür spricht, dass die Eltern und Kinder wirklich etwas bewegen wollen. Gut 250 Erwachsene und Kinder (von 2000 Eingeladenen) haben die Befragung genutzt, um ihre Wünsche zu formulieren:

  • Sanierungen müssen schneller durchgeführt werden, damit Spielplätze nicht so lange gesperrt bleiben.
  • Gewünscht sind sauberere Spielplätze, auch durch Aufrüstung der Mülleimer und Toiletten.
  • Bäume und Büsche sollen zur Basisausstattung gehören, ebenso wie die Rutsche, die Schaukel, das Klettergerüst und die Drehscheibe…
  • Künftig sollte das Spielplatzkonzept für den Bezirk gemeinsam mit den Pankowern erstellt werden – immerhin wissen die Nutzer der Anlagen am besten, was gebraucht wird.
  • Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Die Inklusion von Kindern mit Behinderungen soll Beachtung finden.
  • Die Verkehrswege zu den Schulen, KiTas, Sportplätzen und Spielplätzen sollen beruhigt werden, damit Raser hier fortan Geschichte sind.
  • Pankow für alle: Kinderfreundlichkeit, Inklusion, Barrierefreiheit und sämtliche Generationen sollen in der Politik berücksichtigt werden.

 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von spielplatztreff.de (@spielplatztreff.de) am Sep 9, 2018 um 11:05 PDT

Klingt doch nach einem gesunden Wunschzettel, den der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste Vollrad Kuhn so kurz vor Weihnachten vom Verein Kiezinsel überreicht bekommen hat. Um den Wunsch nach Selbstbeteiligung in kreative Bahnen zu leiten, organisiert der Verein Workshops im kommenden Jahr. Ideen gibt es jede Menge – vom Baumhaus über Seilbahnen bis zu Crossstrecken für Fahrräder. Mehr Infos dazu findest du auf der Webseite von Kiezinseln e.V.

Lassen wir am Schluss noch die zu Wort kommen, die von dem Engagement der Eltern profitieren werden. Das Gedicht stammt von Elisa, Carli, Mimi, George und Theo:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
bei Dir wohnt’s Christkind nebenan!
Befreit die Spielplätz‘ von den Zäunen,
das sind unsere Kindheitsträume.
Bepflanzt ihr sie mit Weihnachtsbäumen
Haben Kinder wieder Toberäume!
Zusammen mit den Eulen!

Weitere Artikel zum Thema

Party
Auch Mama und Papa wollen tanzen
Zwei Partyveranstalter wollen das Nachtleben im Prenzlauer Berg nicht aufgeben. Deshalb wird im Keller ihres […]