Zweite 'Charrette'-Phase im Statthaus

Bürger planen Zukunft des Böcklerparks

In einem dreistufigen Beteiligungsverfahren können die Kreuzberger derzeit über die künftige Gestaltung des Böcklerparks mitentscheiden. In der vertiefenden zweiten Runde der Diskussionen wird unter anderem über die Sauberkeit und ein neues Wahrzeichen für den Park gesprochen.

Bei der Planung der Umbaumaßnahmen im Böcklerpark zwischen Gitschiner Straße, Prinzenstraße und Landwehrkanal soll die Beteiligung der Anwohner konsequent umgesetzt werden. Das verantwortliche Landschaftsarchitekturbüro gruppe F führt daher im Auftrag des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg ein ‚Charrette-Verfahren‘ durch – eine Form der öffentlichen Planung von Bauvorhaben, die bisher vor allem in den USA angewandt wurde. Vor Ort und in mehreren Phasen haben die Anwohner Gelegenheit, ihre Vorschläge für die Gestaltung des Parks einzubringen, über verschiedene Alternativen zu diskutieren und schließlich abzustimmen. Ziel ist eine Verbesserung des Gesamtzustands der Anlage.

In der ersten Runde des Verfahrens Mitte April wurden über 200 Bürgerinnen und Bürger zu Schwierigkeiten und Potenzialen des Böcklerparks befragt, es gab Akteursrunden, Diskussionen und Aktionen mit Kindern. Im Anschluss machten sich die Landschaftsarchitekten Gedanken über die Umsetzbarkeit der einzelnen Vorschläge. Vom 22. bis 25. Mai sollen nun verschiedene Varianten mit den Bürgern in einer Vertiefungswerkstatt diskutiert werden.

Eine Lokomotive als Symbol?

Andreas Kurths von gruppe F äußerte sich gegenüber QIEZ zu einigen der Vorschläge. Als Problem habe man identifiziert, dass der Böcklerpark von Nicht-Eingeweihten nicht als öffentlicher Park wahrgenommen, sondern den angrenzenden Wohnhäusern zugerechnet werde. Daher dächten Architekten und Anwohner nun über eine Neugestaltung der Eingangsbereiche nach. Aus den Reihen der Bürger sei die Idee aufgekommen, das frühere Wahrzeichen des Parks, eine ausrangierte Lokomotive, in zeitgemäßer Form zurückzubringen. Aus Sicherheitsgründen müsste es sich dabei um ein auch für Kinder ungefährliches Modell oder Spielgerät handeln.

In der zweiten Phase des Charrette-Verfahrens, die im Statthaus Böcklerpark stattfindet, werden jedoch auch Fragen diskutiert, die allen Berliner Parks gemein sind: Darf gegrillt werden und wenn ja, wo? Was kann man gegen Hundekot machen? Sollten die Tiere nur zu bestimmten Tageszeiten frei laufen dürfen?

Bei der abschließenden Runde der Bürgerbeteiligung werden die Landschaftsarchitekten unter Berücksichtigung des Budgets mehrere konkrete Varianten zu den einzelnen Themenkomplexen vorstellen, über die die Anwohner abstimmen können. Die auf diese Weise legitimierten Ideen fließen direkt in den Vorentwurf von gruppe F ein, der dem Bezirksamt vorgelegt wird. Das Budget für den Böcklerpark liegt unter der bereitgestellten Summe für die Neugestaltung des angrenzenden Landwehrkanal-Nordufers, die vom Landschaftsarchitekturbüro Hanke + Partner geplant wird.

Die zweite Runde des Charrette-Beteiligungsverfahrens findet vom 22. bis 24. Mai jeweils von 10.30 bis 19 Uhr und am 25. Mai von 12 bis 16 Uhr im Statthaus Böcklerpark statt. Am 23. Mai um 17 Uhr werden die Ergebnisse der ersten beiden Tage mit Bezirksstadtrat Hans Panhoff diskutiert; am Samstag, 25. Mai, ab 14 Uhr stehen dann alle Ergebnisse zur Debatte.

Statthaus Böcklerpark, Prinzenstr. 1, 10969 Berlin

Telefon 030 221 95 321

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