Wilmersdorf
Marie-Curie-Gymnasium geräumt

Pikrinsäure im Chemielabor

Pikrinsäure im Chemielabor
Wer weiß, was so alles in den Altbeständen der schulischen Chemieschränke zu finden ist? Pikrinsäure, zum Beispiel.
Am gestrigen Mittwoch fand ein Lehrer der Marie-Curie-Oberschule Pikrinsäure im Chemielabor. Der Stoff wurde anfänglich als künstlicher Farbstoff entwickelt, fand später aber Verwendung in Granaten. Wegen der Explosionsgefahr mussten Anwohner und eine Schulklasse evakuiert werden.

Gestern gegen 16 Uhr musste in Wilmersdorf das Mari-Curie-Gymnasium geräumt werden. Eine Schulklasse befand sich noch in der Sporthalle, als die Schulleitung die Polizeitechniker rief: Ein Lehrer hatte im Chemielabor rund 200 Gramm giftiger Pikrinsäure gefunden. Der Stoff lag in seiner kristallinen, explosionsgefährlichen Form vor. Die Experten der Polizei stellten den Behälter mit dem 1771 erstmals erstellten Stoff sicher, um ihn anschließend auf dem Grunewalder Polizei-Sprengplatz detonieren zu lassen.

Neben den rund 30 Schülern mussten auch die Bewohner anliegender Wohnhäuser während der Polizeiaktion zu ihrer Sicherheit das Gebiet für zweieinhalb Stunden verlassen.

Wie die als künstlicher Farbstoff entwickelte Säure in das Chemielabor des Gymnasiums kam, ist noch nicht bekannt. Es wurde gemutmaßt, dass sie zu einem Altbestand gehöre, der nicht mehr verwendet würde. Das wäre auch besser so. Denn die Säure erweist sich zwar harmlos, wenn sie in flüssigem Zustand ist. Das feste Pulver jedoch ist schon bei einer Menge von ein bis zwei Gramm stark giftig für den Menschen.

Marie-Curie-Oberschule, Weimarische Str. 21, 10715 Berlin

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