Tipps & Beratung

Pilze sammeln in Berlin

Pilze sammeln in Berlin
Gar nicht so einfach mit den Pilzen: Zwar gibt es in diesem Jahr viele, aber welche davon kann man essen?
Wer in diesem Herbst in den Wald geht, kommt fast nicht um sie herum: Jede Menge Pilze sprießen aus dem gut durchfeuchteten Boden. Wir haben die wichtigsten Tipps rund ums Pilzesammeln in Berlin zusammengestellt – denn es gibt einiges zu beachten.

„Die Wälder in der Region Berlin sind potenziell reich an genießbaren Pilzen“, bestätigt Hansjörg Beyer, der zuständige Mykologe aus dem Botanischen Garten Berlin. Zu den häufigsten Pilzen gehören in Berlin und Brandenburg Steinpilze, der Maronen- und der Rotfußröhrling, der Große Riesenschirmling, der Papageientäubling und der Perlpilz. Der Experte warnt jedoch: „Viele Speisepilze sind nur bei genauem Hinsehen von ihren giftigen Verwandten zu unterscheiden.“ Besonders fatal sei etwa die Verwechslung von essbaren Champignon-Arten und dem Grünen Knollenblätterpilz sowie von genießbarem Perlpilz und giftigem Pantherpilz. Generell sollte man sich bei unklaren Funden an die nächste Pilzberatungsstelle wenden, rät Beyer.

Auch Fundort und Transport können die Qualität der gefundenen Speisepilze beeinflussen. Schimmel oder die Verwahrung in einer Plasitktüte lassen auch den besten Pilz ungenießbar – oder sogar giftig – werden. Ratsam ist die Verwahrung der Pilze in einem luftdurchlässigen Korb. Das Sammeln an großen Straßen oder in der Nähe von Fabriken ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Hier können die Pilze eventuell mit Blei, Arsen oder anderen Schwermetallen belastet sein. Auch vom Ernten der Pilze in den Berliner Rieselfeldern rät der Experte, der seit 2010 die kostenlose Pilzberatung im Botanischen Museum betreut, aufgrund der hohen Bodenbelastung tendenziell ab. Eine Belastung durch atomare Strahlung trübe den maßvollen Pilzgenuss in der Region dagegen nicht.

Orte zum Pilzesammeln in Berlin:

Grunewald:
Jenseits der beliebten Spazierwege findet man im Grunewald viele versteckte Pfade. Sie zu nutzen lohnt sich: Wo noch kein anderer gesammelt hat, findet man Steinpilze, Pfifferlinge und andere Schirmpilze.

Tegeler Forst:
Stimmt die Witterung, kann man auch im Tegeler Forst sein Pilzkörbchen füllen. Auch hier findet man Steinpilze, Pfifferlinge und darüber hinaus Rotfußröhrlinge.

Köpenicker Stadtforst:
Rund um den Kleinen und Großen Müggelberg finden Pilzsammler unter anderem Täublinge. Wie für die anderen Sammelgebiete gilt: Am besten früh aufstehen und das Wochenende meiden.

Tiergarten:
Ja, sogar im Herzen der Stadt sprießen alljährlich Pilze aus dem Boden. Vor allem zwischen der Spanischen Botschaft und dem Großen Stern berichten Pilzsammler von Schönfußröhrling-, Champignon- oder Rarasol-Funden.

Pilzberatungsstellen in Berlin:

Pilzberatung im Botanischen Museum
Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin-Lichterfelde
ganzjährig; bis zum 3. November 2017: Montag von 13.30 bis 16.30 Uhr und Freitag von 15.30 bis 17.30 Uhr, die weiteren Termine findet ihr hier

Beratung der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg e.V.
Potsdamer Straße 68, 10785 Berlin-Tiergarten
Mai bis November: jeden Montag von 17.30 bis 18 Uhr, weitere Infos gibt es hier

Pilzberatung des Arbeitskreises Pilzkunde und Ökologie beim BUND Landesverband Berlin
Crellestraße 35, 10827 Berlin-Schöneberg
Montags von 18 bis 18.30 Uhr, bis Ende Oktober 2017, weitere Infos sind hier einsehbar

Für alle Fälle:

Der Giftnotruf ist unter der Telefonnummer 030-19240 rund um die Uhr erreichbar.

Mitarbeit: Nikolaus Triantafillou

Botanischer Garten, Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin

Telefon 030 83850100
Fax 030 83850186

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