Fasanenkiez

(Noch) Zu schön um wahr zu sein?

Vieles im Fasanenkiez ist wie das dort beheimatete Haus der Berliner Festspiele: nicht gerade ein Blickfang.
Vieles im Fasanenkiez ist wie das dort beheimatete Haus der Berliner Festspiele: nicht gerade ein Blickfang.
Fasanenplatz - Die Akademie der Künste zeigt ab dem 11. März, wie sich Bürger und Architekt Guido Hager die Zukunft der Gerhart-Hauptmann-Anlage in Wilmersdorf vorstellen.

Jahrelang hat die Bürgerinitiative Fasanenplatz gegen Hochhaus- und Wohnungsbaupläne an der Grünanlage zwischen Bundesallee, Meierotto- und Schaperstraße gekämpft – mit Erfolg. Am Ende stoppte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf das Bebauungsplanverfahren und eine Investorenfirma verkaufte ihre Grundstücksteile. Zur sogenannten Gerhart-Hauptmann-Anlage gehören neben öffentlichen Grünflächen, einem Bolz- und einem Spielplatz auch das Haus der Berliner Festspiele und das Spiegelzelt der Bar jeder Vernunft. Nebenan nutzt die Universität der Künste (UdK) das einstige Joachimsthalsche Gymnasium.

Neue Konzepte für den Kulturstandort und die Grünanlage werden nun im Rahmen der Ausstellung „DEMO:POLIS – Das Recht auf Öffentlichen Raum“ in der Akademie der Künste (Hanseatenweg 10 im Hansaviertel) vorgestellt. Die Eröffnung findet am Freitag, 11. März, um 20 Uhr statt. Weitere Informationen zur Ausstellung und begleitenden Workshops gibt es auf der Webseite der Akademie der Künste. Erst drei Tage später wollen Beteiligte die Ideen der Presse vorstellen. Das Konzept hat der Schweizer Architekt Guido Hager zusammen mit den Anwohnern, den Berliner Festspielen, der Universität der Künste und dem stadtentwicklungspolitischen Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Stefan Evers, entwickelt.

Bar jeder Vernunft soll umziehen

Das Haus der Berliner Festspiele hat inzwischen der Bund erworben. Andere Grundstücksteile wie das Parkdeck, auf dem die Bar jeder Vernunft steht, kaufte vor vier Jahren der Baukonzern Hochtief vom verhinderten Vor-Investor. Einzelheiten wollte Hochtief damals in einer Bürgerversammlung nicht nennen. Dem Vernehmen nach sind inzwischen Bürobauten geplant, was die Initiative Fasanenplatz unbedingt verhindern will.

Stattdessen schlägt Architekt Hager unter anderem vor, das Parkdeck abzureißen, das nicht nur hässlich ist, sondern auch als nächtlicher „Angstraum“ für Passanten gilt. Die Bar jeder Vernunft soll näher an die Schaperstraße heran verlagert werden. Angedacht sind auch eine neue Durchwegung, Bars und Cafés sowie eine Vergrößerung des Parks.


Quelle: Der Tagesspiegel

Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr. 24, 10719 Berlin

Telefon 030 254890
Fax 030 25489111

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Vorverkaufskasse: Montag bis Samstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Abendkasse immer eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Haus der Berliner Festspiele

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