Internationales Literaturfestival Berlin

Das gute Buch zur schweren Stunde

Neben den Autoren nimmt in diesem Jahr auch die Weltpolitik ihren Platz auf dem Podium ein.
Neben den Autoren nimmt in diesem Jahr auch die Weltpolitik ihren Platz auf dem Podium ein.
Fasanenstraße - Vom 9. bis zum 19. September verwandelt sich die Stadt wieder in eine einzige Lesebühne. Der erste Startschuss für das 15. Internationale Literaturfestival Berlin fällt aber schon am 2. September, wenn Ai Weiwei und Liao Yiwu in der Berliner Philharmonie mit Wolfgang Herles debattieren. Das Gespräch bildet den Auftakt für ein zeitgemäß politisches Festival.

Die Flüchtlingsfrage und der Umgang mit Asylsuchenden in Europa macht auch vor den Toren des Hauses der Berliner Festspiele nicht Halt. Im Zentrum des Internationalen Literaturfestivals, aber natürlich auch auf den zahlreichen Nebenbühnen in der ganzen Stadt, versammeln sich zehn Tage lang Intellektuelle und Betroffene, um das wohl drängendste Problem Europas und der Welt zu verhandeln.

Ob im Rahmen eines politischen Talks (z.B. die politisch-literarische Debatte über „Kriterien einer europäischen Einwanderungsgesetzgebung“ mit Ashur Etwebi und Jakob Preuss am 11. September), einer Buchvorstellung (z.B. die Lesung der brasilianisch-ungarischen Autroin Zsófia Bán aus ihrem Werk „Als nur die Tiere lebten“ am 14. September) oder sogar im Rahmen des Kinder- und Jugendprogramms (z.B. die Deutschlandpremiere des Comics „Der Araber von morgen – eine Kindheit im Nahen Osten“ am 13. September): In allen Sparten der Veranstaltung spielen die Themen Ausgrenzung, Vertreibung und Entwurzelung eine zentrale Rolle. Auch die traditionelle Auftaktreihe „Berlin liest“ kommt um das Thema nicht herum.

Den kennt man doch!

Eröffnet wird das Literaturfestival am 9. September um 18 Uhr ganz offiziell von dem weltbekannten Romancier und kritischen Beobachter Javier Marias und seiner Rede „Beginnen wir mit dem Anfang“. Doch auch sonst finden sich im umfangreichen Programm zahlreiche große Namen. So plaudert der britisch-pakistanische Journalist Ahmed Rashid mit seinem Kollegen Arno Widmann über Chinas „Neue Seidenstraße“ (14. September), Pulitzer-Preisträger Michael Cunningham („The Hours“) liest aus seinem Werk „Die Schneekönigin“ (11. September), der irische Literat Roddy Doyle erzählt in „Punk is Dad“ seinen Erfolgsroman „The Commitments“ weiter (15. September) und der östereichische „Indigo“-Schöpfer Clemens Setz führt uns in seinem erstmals vorgestellten Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ in die Abgründe der menschlichen Psyche (Vorveranstaltung am 8. September).

Salman Rushdie wird ebenfalls überall groß angekündigt. Der kommt aber erst am 21. November mit seinem vielschichtigen und mythischen Liebesroman „Zwei Jahre, acht Monate und achtundzwanzig Nächte“ nach Berlin.

Alle weiteren Infos zum Hauptprogramm, den vielen Sparten, Diskussionen und Rahmenveranstaltungen findest du hier.

Haus der Berliner Festspiele, Schaperstr. 24, 10719 Berlin

Telefon 030 254890
Fax 030 25489111

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Vorverkaufskasse: Montag bis Samstag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Abendkasse immer eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Haus der Berliner Festspiele

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