• Donnerstag, 18. Dezember 2014
  • von Sophie Maaß

Osteria Opitergium

Verkostung auf Venezianisch

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  • Osteria Opitergium
    Weinrote Wände, dunkle Holzmöbel und angenehm warmes Licht verleihen dem Opitergium eine besondere Gemütlichkeit. Foto: externe Quelle - ©Osteria Opitergium
  • Osteria Opitergium
    Die Weine im Opitergium werden sorgfältig ausgesucht und teilweise von kleinen Winzern direkt importiert. Foto: externe Quelle - ©Osteria Opitergium
  • Osteria Opitergium
    Die Osteria verrät ihre Farbgebung, die zu den satten Rotweinen des Lokals passt, schon von außen. Foto: externe Quelle - ©Osteria Opitergium

Bötzowviertel – Wandert man die Hufelandstraße entlang, so ist es mittlerweile schwer geworden, gute Restaurants zu finden, die nicht schon um 20 Uhr schließen. Schnuckelige Cafés, die den Vor- und Nachmittagsstunden vorbehalten sind, gibt es zur Genüge. Die kleine, aber feine Osteria "Opitergium" bildet mit ihrem ausgesuchten Weinangebot eine erfreuliche Abwechslung im Sammelsurium der Latte Macchiato-Meile.

Schon der italienische Dichter und Philosoph Dante Alighieri bemerkte einst: "Vom Urbeginn der Schöpfung ist dem Wein eine Kraft beigegeben, um den schattigen Weg der Wahrheit zu erhellen." Diese alte Weisheit nimmt man im Opitergium in der Hufelandstraße sehr ernst, wie man an der großen Schiefertafel im gemütlichen Innenraum des Spezialitätenrestaurants nachlesen kann. Das sagt uns zu und so nehmen wir gleich neben dem großen Fenster an einem der dunklen Holztische im abendlichen Kerzenlicht Platz. Sodann sind zwei freundliche Kellner mit italienischem Akzent zur Stelle – einer berät uns zur Speisekarte, der andere zu den erlesenen Weinen der Osteria.

Allzu großen Hunger haben wir eigentlich nicht und so entscheiden wir uns für einen Rucolasalat mit Kirschtomaten und Parmesansplittern (7 Euro) und die "Crostini provatura", vier Bruschetta mit Tomaten, Sardellen und Mozzarella überbacken (6 Euro). Beides ist überaus schmackhaft und die komplementären Brotsticks sind ein zusätzliches Schmankerl. Das Beste an diesem Abend sind allerdings unsere "Ombre" (auf Venezianisch: Gläser Wein). Auf die kommt es ja eigentlich auch wirklich an im Opitergium, das nach einem Titularbistum der römisch-katholischen Kirche in der italienischen Region Venetien benannt ist.

Da wir uns beide nicht sonderlich gut mit Wein auskennen, fragen wir den Kellner nach einem "vollmundigen" Tropfen. Nach kurzem Schwenken, Schnuppern und Verkosten sind wir überzeugt: So einen leckeren Rotwein hatten wir schon lang nicht mehr auf dem Tisch! Da muss wohl noch etwas mehr von her, auch wenn der Preis pro Glas mit 3,70 Euro nicht billig ist. Zum Abschluss können wir es uns dann doch nicht verkneifen und bestellen noch eine Crème brulée (5 Euro). Ach, was für ein schöner Abend.

Osteria Opitergium

Hufelandstr. 21
10407 Berlin

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Quelle: QIEZ
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