• Freitag, 27. Oktober 2017
  • von Lina Reifegerste

Kreuz+Kümmel

Neu in Prenzlberg: Die indische Currywurst

  • Indische Currywurst auf einem Pappteller
    Die Currywurst auf Hindi. Foto: QIEZ - ©Qiez

In Berlin gibt's die Currywurst zwar an jeder Ecke, aber diese hier hat's indisch ähm ins sich. Wir haben die kreative Erfindung des neuen Bistros Kreuz+Kümmel getestet.

Wenn man das Kreuz+Kümmel von außen betrachtet, weiß man direkt: In dem Laden stimmt der Sauerstoffgehalt. Das Lokal ist voll von Pflanzen – sie hängen an den Wänden, von der Decke und füllen die Regale und Tische. Ebenso lebendig wie die Fauna ist auch die Stimmung: Gastgeber und Inhaber Chaitanya Singh strahlt jeden Gast über beide Ohren an und auch die weiteren helfenden Hände sind sympathisch und entspannt. Ein paar lilafarbene Neonlampen beleuchten einzelne Pflanzen , setzen fröhliche, farbige Akzente und erzeugen kosmisch-schönes Licht. Die Einrichtung des Bistros ist schlicht, stilvoll und dynamisch.

Was auf den Tisch kommt

Chaitanya Singh serviert seinen Gästen, was er liebt: das Beste aus zwei Küchen. Deutsche Bistrogerichte mit indischen Einflüssen und indische Favoriten mit deutschem Touch. Aus der indischen Leibspeise Chicken Tikka Masala macht der Koch eine genüssliche Quiche oder auch leckere Gnocchi. Kartoffelküchlein interpretiert er neu, indem er sie mit Guacamole und Lotuswurzelchips serviert.


Als Appetitanreger wurden uns zwei Dips aufgetischt, die man mit Naan Brot testen konnte. Eine vegetarische Version mit Jagdfrucht und eine scharfe Option mit Schafsfleisch, die beide so lecker sind, dass man sie nicht ihren Job als Appetizer verrichten lässt, sondern sich gleich ordentlich den Bauch damit vollschlägt.
Der Star des Abends ist der Hauptgang: die indische Currywurst. Von vorne bis hinten eine pure Singh-Kreation, alles – also auch die Wurst ist selbstgemacht und das schmeckt man auch! Das Fleisch ist frisch und zart und die indische Gewürzkomposition macht das Gericht zu einem südasiatischen Geschmacks-Spektakel. Serviert wurde das Ganze mit frittierten Zwiebelringen und grünen Bohnen. Die perfekte Abrundung macht eine Mango-Lassi-Kreation als Dessert. Was sonst in Indien als Joghurtdrink im Glas serviert wird, kriegen wir heute in Form einer cremigen Käsekuchenvariante aufgetischt.

Diese Kombi bringt’s!

Jedes indisch-deutsche Gericht war nicht nur ein echter Genuss – geschmacklich wie äußerlich – sondern ein richtiges Abenteuer: scharfer Schafsfleisch-Schmaus, indische Currywurst und ein Drink als Dessertkuchen. An Kreativität und Originalität mangelt es dem Kreuz+Kümmel also nicht! Das Restaurant lohnt sich, egal ob dich der kleine oder große Hunger packt, und der Geldbeutel leidet auch nicht: Für die Wurscht zahlste 5,40 Euro, für den indischen Kurkuma Latte 3,80 Euro. 

Kreuz+Kümmel

Christburger Straße 13
10405 Berlin

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Quelle: QIEZ
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