Kinder erklären den Kiez

Wieso heißt die Seestraße eigentlich Seestraße?

Pankstraße - Im Rahmen des Sprachförderprojekts "Wort für Wort", das vom Quartiersmanagement Pankstraße gefördert und vom Verein Kulturen im Kiez durchgeführt wird, haben Kinder einen lustigen Trickfilm über die Straßennamen im Wedding gedreht.

Ziel des Projekts ist es, den Bewohnerinnen und Bewohnern unabhängig von Alter, Herkunft, schulischem Bildungshintergrund und Sprachkenntnissen Teilhabe am Kiezgeschehen zu ermöglichen. Sükran Altunkayak vom Quartiersmanagement Pankstraße erklärt: „Das Projekt dient der Sprachförderung aller im Quartier lebenden Menschen. Es wird allerdings hauptsächlich von Frauen angenommen. Diese suchen oft soziale Kontakte, wollen etwas Neues machen und auch aktuelle Probleme besprechen. Weil sie häufig ihre Kinder mitbringen, werden auch diese beschäftigt. Sie sollen sich schließlich nicht langweilen.“

Der eigene Marktstand (c)Sükran Altunkaynak
Seit mittlerweile einem Jahr gibt es vier nach Kenntnisstand unterschiedliche Kurse. Die Teilnehmer – circa zehn bis 15 kommen regelmäßig – treffen sich vier Mal in der Woche. Einmal in der Woche gestalten sie einen eigenen Marktstand für den Wochenmarkt am Nettelbeckplatz. „So soll es ihnen ermöglicht werden, im öffentlichen Raum Kontakte zu knüpfen“, meint Altunkayak. „Sie können das Gelernte an andere Kiezbewohner weitergeben.“ Die Kinder beteiligen sich zum Beispiel, indem sie ein Kochbuch erstellen oder Plakate für den Marktstand. Aus derartigen Workshops entstehen häufig schöne Ideen – wie etwa auch dieser Trickfilm:

Das Projekt „Wort für Wort“ soll noch bis 2014 weiterlaufen. Die Fördermittel würden laut Altunkayak zwar weniger, der Bedarf an Sprachförderung aber leider nicht.

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Wieso heißt die Seestraße eigentlich Seestraße?, Seestraße, 13347 Berlin

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