Berliner Stars

Promis in Prenzlauer Berg: Alltäglicher Starauflauf

Promis in Prenzlauer Berg: Alltäglicher Starauflauf
Anfang der 2000er kam die Schauspielerin Isabell Polak nach Berlin. Ihre erste Anlaufstelle: der Senefelderplatz.
Wer im Prenzlauer Berg auf der Lauer liegt, um einen Star zu spotten, wird eigentlich immer belohnt. Keiner unserer hauptstädtischen Promis hat hier Berührungsängste. Sie sind auch nur Mütter, Väter, Hipster oder Veganer – wie alle im Kiez.

Wenn du dich mit einem Kaffee am Kollwitzplatz niederlässt, solltest du nach Menschen in Jogginghosen oder anderen lässigen Outfits Ausschau halten. Meist verbirgt sich unter einem solchen Berliner-Tarnanzug ein Promi. Ja, gerade die Stars, die auf dem Roten Teppich funkeln und glitzern, mögen es privat gern gegenteilig. Früher war hier Heike Makatsch oft mit ihren Kids buddeln, doch seit die größer geworden sind, trifft man die Familie eher am Eisladen, im Café oder donnerstags auf dem Markt. Im Sandkasten gibt sich die jüngere Generation die Schaufel in die Hand. Mit dabei Hannah Herzsprung und Freundin Anna Maria Mühe, Yvonne Catterfeld mit Mann Oliver Wnuk, die allerdings auch gern mal in Köpenick abhängen… Stichwort Zweitwohnsitz: Matthias Schweighöfer hat hier im Szenebezirk einen, um in stressigen Arbeitsphasen Ruhe zu finden. Ja. Genau. Kinderlos schlendern auch Katharina Wackernagel, Michael Nast, Nina Hoss, Sophia Thomalla und  Sonja Gerhardt durch die Straßen.

Künstlerviertel mit Tradition

Vor der Wende war der Prenzlauer Berg ein politischer Hotspot, den auch Katharina Thalbach und Nina Hagen zu schätzen wussten. Die Schauspielerin zog später nach Wilmersdorf, die Punk-Queen sogar aufs Land nach Schleswig-Holstein. Corinna Harfouch blieb, Milan Peschel und Ronald Zehrfeld auch. Fahrid Yardim kam. Der Hamburger Jungvater trifft hier auf andere Nordlichter wie den Element-of-Crime-Sänger und Schriftsteller Sven Regener. Zum Glück ist der Bezirk so offen wie ein Buch und so vielfältig wie das Leben. Deshalb finden auch andere Zugereiste wie die Schauspielerinnen Anne Ratte-Polle und Isabell Polak hier eine Wahlheimat, der Düsseldorfer Roman Lob, der Wuppertaler Tom Tykwer, der Moskauer Wladimir Kaminer, der Bulgare Samuel Finzi, der Münchner Tom Lass, Birge Schade aus Wilster und sogar der West-Berliner August Diehl.

Schwaben als Kiezgrößen

Die berühmten Schwaben haben natürlich auch prominente Ableger im Prenzlauer Berg. Ja, eine Esslingerin hat es sogar genau deswegen zur Kiezgröße geschafft: Die Prenzlschwäbin Bärbel Stolz, die als Schauspielerin in die Stadt kam und sich nun auch Autorin nennen darf. Zunächst nahm sie schwäbische Klischees und Vorurteile der Berliner als Vorlage für ihren YouTube-Kanal, später folgte ihr Buch-Erstling Isch des bio?. Mit ihrer Arbeit trifft sie nicht nur den Geschmack der Schwaben, es gibt sogar unter der Hand echte, gebürtige Berliner als Fans. In der fortlaufenden Webserie unterstützen sie Nachbarn wie Jochen Schropp und Martin Schleker.

Promi-Café im Bötzowkiez

Im Bötzowkiez kann man bei Christian Kahrmann Kaffee trinken. Ja, genau, Kahrmann war Benny Beimer in der Lindenstraße, und obwohl er schon vor Jahrzehnten aus der Serie ausschied, wird er immer noch darauf reduziert. Nun, hier in Berlin ist er der Besitzer von Kahrmann’s Own, oft genießt Sebastian Schwarz die Barista-Künste seines Kollegen. Weniger Erfolg hatte Promi-Gastronom Daniel Brühl mit seiner Gracia, die Bar am Helmholtzplatz musste nach wenigen Monaten wieder schließen. In Kreuzberg läuft es in seiner Bar Raval besser, wohnen bleibt er trotzdem lieber im Prenzlauer Berg. Warum auch nicht, man fällt hier bei dem Stargedränge einfach wenig auf.

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