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Der unprominente Todesstreifen

Der unprominente Todesstreifen
Baustelle: Der Humboldthafen am Hauptbahnhof.
Der Humboldthafen neben dem Hauptbahnhof: Auch hier verlief die ehemalige Grenze, der Todesstreifen. Für das erste Opfer, das an der Mauer starb, gibt es auf der Sandkrugbrücke eine Gedenktafel.

Demnächst entsteht hier, was im aktuellen städtebaulichen Diskurs wohl als Luxusbau bezeichnet würde: Ein “Büropalast” von fragwürdiger architektonischer Qualität, in dessen Erdgeschoss Gastronomie und Geschäfte einziehen.

Eine angesagte Strandbar musste dafür weichen, und auch die übrigen Freiflächen rund um Hafen sind eine einzige Baustelle. Historie, Freiräume, Gentrifizierung – bis auf das Fehlen einer bemalten Mauergalerie (die jedoch gar nicht Kern der Debatte ist) könnten alle Kreuzberger Protest-argumente auch hier zutreffen. Was diesen Platz von der East Side Gallery bzw. dem Mediaspree-Gebiet jedoch unterscheidet, ist, je nach Ansicht, wohl die fehlende Mischung aus Prominenz, Szenelobby und Nimbytum, oder die angesichts der hier stattfindenden Entwicklung notwendige Portion kritisches Bewusstsein und Engagement.
 

Der Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von Berlin Hauptbahnhof Blog: http://berlinhauptbahnhof.wordpress.com

 

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