24. Dezember

QIEZ-Tipp des Tages: "Weihnachten auf Russisch"

QIEZ-Tipp des Tages:
Alle Jahre wieder trifft man ihn Heiligabend in der Volksbühne. Nach Wladimir Kaminers Lesung legt er heute Abend bei seiner legendären "Russendisko" auf.
Rosa-Luxemburg-Platz - "Weihnachten auf Russisch!" Gar nicht so beschaulich... Wladimir Kaminer lädt in die Volksbühne - mit neuem Überraschungsgast und altbewährter Russendisko.

Es geht um freie Liebe und Revolution! Themen, die Berlins Vorzeigerussen und Literaten Wladimir Kaminer beschäftigen. Auch heute wieder bei seiner traditionellen Lesung an der Volksbühne. Unterstützt wird er dabei von der koreanischen Opernsängerin Moon Suk.

Mit ihr soll es auch um Identität und Flucht gehen. Schließlich scheint die halbe Welt zurzeit zu flüchten. Menschen verschiedener Kulturen lernen einander kennen. Neue Freundschaften entstehen.

Und all das macht auch mit uns etwas. Die Wanderung verändert unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir leben in permanentem Aufstand der Gefühle, die einen versuchen es mit Liebe, die anderen treibt der Hass. Also fragen sich die zwei: „Was bringt uns weiter?“

Heute Abend geht es 21 Uhr im großen Haus los. Anschließend steigt die Russendisko-Sause nebenan im Roten Salon. Kombiticket: 18 Euro.

Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin

Volksbühne

InhaltsangabeDas Akademikerpaar George und Martha kommt angetrunken von einer Feier nach Hause - und erwartet noch Besuch: den neuen Biologieprofessor Nick mit seiner Frau. Ungewollt werden die beiden Zeugen eines seit Jahren andauernden Ehekrieges zwischen den Gastgebern.zitty-Kritik 02/2012EHEDRAMAAb und zu geht den Akteuren die Puste aus und es wird still. Menschen, Flaschen, Bücher stehen stumm und verloren, angespült wie Strandgut auf der überraschend groß  anmutenden, sinnlos rotierenden Drehbühne. Aber es ist nur ein Moment zum Atemholen, bevor die nächste Zigarette angezündet wird und der „totale Krieg“ weiter geht. Wolken, Rauch und später Nebel ziehen durch das unwirtliche, fremde Heim, zuhause kann man in diesem Flughafenambiente nicht sein, nur auf der Durchreise.Edward Albees berühmtes Ehedrama über das amerikanische Mittelschichtspaar Martha und George wurde von der ehemaligen Ernst-Busch-Absolventin und heutigen Schauspieldirektorin in Thüringen, Amina Gusner, frisch und frech ans Theater am Ku’damm geholt, offensichtlich ohne Angst vor großen Vorbildern und konservativen Abonnenten. Gut so, denn einen solchen Battle, den sich nicht nur die Figuren, sondern auch ihre Darsteller liefern, hat man an diesem Theater wahrscheinlich lange nicht gesehen.Peter-René Lüdicke hat im Vergleich zum Star Katja Riemann spielerisch die Nase vorn; er exerziert den hier zum teilweisen Befremden des Publikums zelebrierten, schnoddrig-koddrigen Volksbühnen-Ton mit solcher Lust und Genauigkeit, dass viele Runden an ihn gehen. Die exzessive, verfremdende Spielweise verführt zur Nummernrevue, aber kleine dramaturgische Hänger verzeiht man diesem Gemetzel voller Sehnsucht, „Whisky and Cigarettes“. Regine Bruckmann

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