26. Januar

QIEZ-Tipp des Tages: Über die Kraft des Geistes

Karl Robert Bodek/Kurt Conrad Löw, Ein Frühling, 1941.
Karl Robert Bodek/Kurt Conrad Löw, Ein Frühling, 1941. Zur Foto-Galerie
Unter den Linden - Starke Bilder aus einer unmenschlichen Zeit. Ab heute zeigt das Deutsch Historische Museum erstmals 100 Arbeiten aus der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem. Entstanden in den Konzentrationslagern, Arbeitslagern und Ghettos des Nationalsozialismus.

Hoffnung, Verzweiflung und der Wunsch nach einer besseren Welt. Nur einige Facetten der 100 Kunstwerke, die bis zum 3. April im DHM präsentiert werden. Unter dem Titel „Kunst aus dem Holocaust“ ermöglichen sie ab sofort „eine seltene Begegnung zwischen dem heutigen Publikum und denen, die die Shoah durchlebt haben.“, erläutert Avner Shalev, Vorsitzender der Gedenkstätte Yad Vashem. „Jedes dieser Werke ist sowohl ein lebendiges Zeugnis aus dem Holocaust als auch eine Bekräftigung eines unbeugsamen, menschlichen Geistes.“

Nelly Toll, Mädchen im Feld, 1943. (c) Collection of the Yad Vashem Art Museum, Jerusalem

Die aus 10.000 Objekten ausgewählten Bilder und Zeichnungen, entstanden allesamt im Geheimen, werden thematisch in drei Ausstellungsbereiche gegliedert:

  1. Wirklichkeit (Verfolgung, Vertreibung, „Alltag“ in den Lagern)
  2. Transzendenz und geistiger Halt (Glaube, Natur, Gegenrealität) und
  3. Portrait.

Dabei drücken alle Werke das Bedürfnis ihrer Schöpfer aus, die Schrecken festzuhalten und gleichzeitig in die Kunst, die Schönheit, die Fantasie und den Glauben zu entfliehen. Eine Hoffnung, die oft enttäuscht wurde: Nur die Hälfte der 50 jüdischen Künstler hat den Holocaust überlebt.

Felix Nussbaum, Der Flüchtling, 1939. (c) Collection of the Yad Vashem Art Museum, Jerusalem

 

 

 

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