Quartiermeister - Bier für den Kiez

Süffiges Bier für soziale Projekte

Süffiges Bier für soziale Projekte
Das Logo sollte man sich einprägen. Schon jetzt findet man Quartiermeister in einigen Szenebars, Spätis und Kneipen, berlinweit.
Kreuzberg 36 - Steht "Quartiermeister" auf der Getränkekarte, ist die Entscheidung für die richtige Biersorte klar. Viel schwerer fällt die Entscheidung im Netz: Auf der Internetseite des Unternehmens kann man ein wohltätiges Projekt in einem Berliner Kiez auswählen. Die Biermarke spendet ihre Gewinne dann an die drei Initiativen mit den höchsten Stimmanteilen.

Was darf’s sein? Quartiermeister, so viel ist klar. Danach fängt die Qual der Wahl nämlich erst an. Unterstütze ich mit meiner Stimme eine Buchwerkstatt für die Kinder Kreuzbergs, ein Filmprojekt gegen rassistsiche Polizeigewalt, ein sozial-kulturelles Café in Neukölln? Oder doch eine andere Initiative? Denn die Biermarke Quartiermeister sammelt alle drei Monate ihre Gewinne, um sie nach Abzug der Betriebskosten restlos an wohltägige Organisationen in einem Kiez abzugegeben. Auf der Website darf man mitentscheiden, welches Projekt man unterstützenswert findet. Quartiermeister wertet die Ergebnisse aus und verteilt die Gewinne gleichermaßen auf die drei Kiezprojekte mit dem höchsten Zuspruch. So entsteht jedes Quartal eine Wahl fürs Quartier.

Das Anliegen der Quartiermeister ist dabei so einleuchtend wie einfach: Viele Leute trinken gerne Bier und einige Leute haben sicher nichts dagegen, mit ihrem Trunk auch noch eine gute Sache zu unterstützen. Da kommt ein süffiges Pils wie Quartiermeister gerade richtig. Im schick-zurückhaltenden Corporate Design, mit gold-schwarz-weißem „Q“ auf der braunen Flasche. Die Not-for-Profit-Organisation lässt ihr Bier in der brandenburgischen Lausitz in einer regionalen Privatbrauerei gären. Gebraut wird nach deutschem Reinheitsgebot und nach ökologischen Richtlinien, die Gewinne werden ausschließlich für den guten Zweck genutzt. Welcher das ist, das entscheidet wie beschrieben die Community. Die Leute von Quartiermeister stellen zuvor fest, ob es sich bei den eingeschickten Initiativen auch wirklich um sozial-ökologische Ideen handelt und nicht um Trittbrettfahrer.

Es ist ein simples, gleichwohl durchdachtes Konzept – und die Idee ist dermaßen einleuchtend, dass die jungen Quartiermeister derzeit stark expandieren. Bis jetzt gibt es das Bier sporadisch in der Berliner Szene – im Café Morgenrot, dem Funkhaus Grünau, im Mastul, den Cafés Marx und Engels oder auch den Prinzessinnengärten. Der größte Coup war die Zusammenarbeit mit und Verköstigung auf der Berlinale 2013. Doch die Interessentengruppe wächst rapide: Von der Thinkfarm in der Oranienburger Straße aus koordinieren sie Logistik zwischen Brauerei und Kneipe, werben neue Kneipen an und tauschen sich mit ihrer Schwester-Gruppierung „Quartiermeister – Bier für München“ aus. Denn was gut für Berliner Kieze ist, kann auch für die Quartiere in Bayerns Hauptstadt nicht verkehrt sein. Das Prinzip bleibt schließlich unangetastet: Lokale Erzeuger produzieren ein süffiges Bier, dessen Gewinne für sozial verträgliche Projekte aufgeteilt werden.

Mehr Infos zu Quartiermeister findest du hier.

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Thinkfarm Berlin, Oranienstraße 183, 10999 Berlin

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