Baustellen

Wonach Radfahrer jetzt die Augen offen halten sollten

Wonach Radfahrer jetzt die Augen offen halten sollten
Radfahren in Berlin ist nicht immer so vergnüglich. Zum Beispiel an Baustellen kann es schnell gefährlich werden.
Baustellenbeschilderungen sind oft gefährlich, unsinnig und rechtswidrig. Der Senat will das ändern - und bittet dafür um Hinweise per Mail.

„Radfahrer sollen sicher und ohne Zwang zum Absteigen an Baustellen vorbeigeführt werden; dabei sind ihnen keine größeren Einschränkungen zuzumuten als anderen Verkehrsteilnehmern.“ So steht es in der vom Senat beschlossenen Radverkehrsstrategie. Tatsächlich werden allerdings viele Baustellen so beschildert, dass nur die Wahl zwischen Lachen und Weinen bleibt – und keine Chance, sich vorschriftsmäßig zu verhalten: Mal werden Radfahrer auf den Gehweg gezwungen, wo sie die Fußgänger gefährden, mal werden sie einfach per Sperrschild ganz verboten, mal werden provisorische Markierungen geradewegs in Absperrbaken und Baugruben hinein auf den Boden geklebt.

In vielen Fällen sind die Baufirmen für solchen gefährlichen Unsinn verantwortlich, der im Fall eines Unfalls vom bloßen Ärgernis zur existenziellen Haftungsfrage werden kann.

So kommt dein Hinweis richtig an

Die vom nahenden Fahrrad-Volksentscheid getriebene Stadtentwicklungsverwaltung will nun Anspruch und Wirklichkeit näher zueinander bringen: Mehr als drei Jahre nach Neuauflage der Radverkehrsstrategie kündigte sie am Donnerstag an, dass Mängel und Gefahren an Baustellen ab sofort per Mail an die Verkehrslenkung gemeldet werden können: Unter Rad+Baustelle@senstadtum.berlin.de bittet die Behörde um Hinweise – nämlich eine kurze Beschreibung des Problems, ein Foto und die Lage der Baustelle. Letztere kann per Smartphone über die Funktion Standort ermitteln automatisch mit der Mail gesendet werden. Nutzerdaten würden nicht erfasst, teilt die Verwaltung mit.

Die Verkehrslenkung soll das Problem zunächst prüfen und entweder „im Rahmen ihrer eigenen Zuständigkeit für Baustellen auf Hauptverkehrsstraßen selbst tätig werden“ oder den Hinweis ans zuständige Bezirksamt weiterleiten und die Hinweisgeber darüber informieren.


Quelle: Der Tagesspiegel

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Berlin e.V., Brunnenstraße 28, 10119 Berlin

Weitere Artikel zum Thema

Wohnen + Leben
So aggro ist die Maaßenstraße
Nollendorfplatz - Händler beklagen Einbußen, Anrainer vermissen Parkplätze: Die FDP hält die die Begegnungszone in […]
Wohnen + Leben | Freizeit + Wellness | Ausflüge + Touren
Mein erstes Mal: Fahrsicherheitstraining
Bei 2,4 Millionen Autounfällen auf deutschen Straßen sterben jedes Jahr 3600 Menschen. Die meisten Unfälle […]