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Reinstoff – Regionale Sterneküche

Reinstoff – Regionale Sterneküche
Su Song und Rebecca Hoffmann vom Foodblog Fraeuleinchen haben das Reinstoff getestet.
Nordbahnhof - Steht der nächste Jahrestag oder ein runder Geburtstag an? Vielleicht wäre dann das Sternerestaurant Reinstoff eine gute Adresse, um den Anlass gebührend zu feiern. Rebecca und ich haben es letzte Woche besucht und für euch die Küche und Atmosphäre des in Mitte gelegenen Gourmetrestaurants von Daniel Achilles getestet.

Das Reinstoff, das mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet wurde, befindet sich in den historischen Edison Höfen in Berlin. Hier wurden im 19. Jahrhundert die ersten Glühlampen in Deutschland nach dem Patent von Edison produziert. Der industrielle Charme wurde auch bei der Gestaltung des Restaurants durch ein schlichtes Design und Backsteinwände beibehalten. Durch die sehr dunkel gehaltene punktuelle Beleuchtung auf den Tischen und die schwarzen Möbel wirkt es dennoch sehr klassisch und elegant.

Regionale Küche mit dem besonderen Etwas

Als wir um 19 Uhr im Restaurant eintreffen sind wir noch die einzigen Gäste an dem Dienstag Abend. Die Tische füllen sich nach und nach ab 19.30 Uhr. Die Leute, die dann eintreffen sind recht schick gekleidet und sicher einige Jahre älter als Rebecca und ich. Die Atmosphäre ist dadurch schon etwas typischer für ein Gourmetrestaurant, als das Studio Tim Raue, über das wir vor einigen Wochen berichtet haben.

Die Karte bietet zwei verschiedene Menüs. Einmal das „ganz nah“, das Abwandlungen regionaler Küche präsentiert und zum anderen das „weiter draußen“, das verschiedene Gerichte aus der internationalen Küche beinhaltet. Wir entscheiden uns für die regionale Variante. Serviert wurde demnach:

Appetizer
Algenbiskuit
Hühnerhaut und Wachtelei
Wirsingkrapfen mit Endinger Speck
Staudensellerie und Granny Smith

Hauptgänge
„Holsteiner Rind“ (Gebeizte Scheiben und Kartoffel-Bouillon
Geschmorte Topinambur und Moro-Orange mit Brunnenkresse unter der Kruste
Geräucherter Wels, Meerrettich, Eiszapfen, Senf und Kohlrabi
„Kalbszunge dunkelrot“ (Schlehe, rote Rüben und hausgemachte Blutwurst)
„Alles Orange“ (Skyr, Kürbis, Karottenherzen und Mandarine)

Petits Fours
Nussbuchtel
Sanddornpraline
Dulce und Marone
Marzipanschwein

Vom Namen her hören sich die einzelnen Gänge vielleicht sehr unspektakulär und klassisch an. Die Aufmachung der einzelnen Gerichte war allerdings alles andere als unspektakulär. Das „Holsteiner Rind“, das als Carpaccio serviert wurde, schmolz im Mund und verband sich perfekt mit der Kartoffelmayonnaise. Der geräucherte Wels war auch eine neue Geschmackserfahrung, die wir so noch nicht erlebt hatten. Die einzigen Schwierigkeiten hatten wir mit der Blutwurst, da weder Rebecca noch ich die größten Blutwurst-Fans sind. Super interessant und viel leckerer als vermutet war zum Abschluss das „Marzipanschwein“ unter den Petits Fours, das aus frittierter Schweinehaut und Marzipanmasse bestand.

Fraeuleinchen’s Fazit

Insgesamt war das Menü wirklich überzeugend und hat uns besonders beim Dessert an das Stadtmenü von Steffen Sinzinger erinnert. Allerdings würden wir es wirklich eher für besondere Anlässe empfehlen, da sich das Reinstoff natürlich preislich nicht für das alltägliche Abendbrot eignet. Einen Besuch ist es aber auf jeden Fall wert.

Dieser Artikel wurde uns von Fraeuleinchen zur Verfügung gestellt. Mehr über Su und Rebecca lest ihr hier


Quelle: Fraeuleinchen

Reinstoff, Schlegelstr. 26 C, 10115 Berlin

Telefon 030 30881214

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Dienstag bis Samstag ab 19:00 Uhr

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