Gault&Millau 2020

Das sind offiziell die besten Restaurants der Stadt

Das sind offiziell die besten Restaurants der Stadt
Es ist angerichtet! Seit 4. November 2019 stehen die besten Restaurants der Stadt fest.
Neben dem Guide Michelin mit seinen Sternen beurteilt der Restaurantführer Gault&Millau einmal im Jahr die Gastroszene. Vergeben werden Punkte und Kochhauben. Wer im Gastroguide 2020 in Berlin auf- oder abgestiegen ist und wer auf Platz 1 landet…

Tim Raue ist der beste Koch Berlins! Keine große Überraschung. Mit 19,5 von 20 möglichen Punkten steht der Zwei-Sternekoch im neuen Gault&Millau Deutschland in der Hauptstadt zum achten Mal an der Spitze. Das entspricht fünf Kochhauben, über die sich in ganz Deutschland keine zehn Köche freuen dürfen. Außerdem mischt seine Villa Kellermann in Potsdam mit, die er jüngst mit Günther Jauch eröffnet hat, der zum „Gastronom des Jahres 2020“ ausgezeichnet wurde.

16 Punkte sind das dem Gourmet-Guide wert mit folgender Begründung: „Er ließ ein Stück Kulturgut aufwendig renovieren, öffnet es für ein genussfreudiges Publikum und schenkt Potsdam in Zusammenarbeit mit Tim Raue ein Vorzeigerestaurant mit weltläufigem Flair.“ Können wir so unterschreiben, wir waren schon in der Villa Kellermann essen.

Ein Upgrade auf 19 von 20 möglichen Punkten bekommen Michael Kempf und Joachim Gerner vom Facil mit ihrer „Küche ohne stilistische Scheuklappen und voller köstlicher Kontraste, in der geschmackliche Tiefe und große Leichtigkeit Hand in Hand gehen“. Über immerhin 17 Punkte freuen sich in Berlin ab sofort Dirk Gieselmann vom Pauly-Saal, Max Strohe vom Tulus Lotrek und Dylan Watson-Brawn vom Ernst und in Burg im Spreewald Alexander Müller vom 17fuffzig.

 

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Ein Beitrag geteilt von Pauly Saal (@paulysaal) am Okt 10, 2019 um 7:20 PDT

Mit zwei Hauben à 16 Punkten steigt auch die Coda Dessert Dining & Bar auf in die Kategorie, die den Shift von Kochen zu Kunst bedeutet. Weil René Frank in Neukölln „die Pâtisserie als Dessert Dining in erstaunlicher Bandbreite und spannender Dramaturgie präsentiert, vom Datteleis mit Mandelschaum und krosser Hühnerhaut bis zur Schokoladenmousse von kakaoiger Bitterkeit, die fein vom Amazake-Eis akzentuiert wird und durch Cashewsauce mit Bonitoflocken eine salzige Tiefe bekommt“.

Von 82 Restaurants dürfen sich 64 Küchenchefs über eine oder mehrere Kochmützen freuen. Darunter auch die neu eröffneten oder erstmals bewerteten Lokale Cell in Charlottenburg, Bob&Toms in Schöneberg und The Noname sowie das Einsunternull (jetzt mit Silvio Pfeufer in der Küche) in Mitte (alle 15 Punkte), Bonvivant in Schöneberg, Bricole in Prenzlauer Berg und Pots – Dieter Müller in Tiergarten (dreimal 14 Punkte) sowie die Bar Brass in Charlottenburg, Boujee in Wilmersdorf, Carl & Sophie in Moabit, Grace in Charlottenburg und das Zenkichi in Mitte (je 13 Punkte).

Neu und bezahlbarer ist im Buch übrigens die Pop-Kategorie, die junge, unkonventionelle gastronomische Konzepte im Guide mit dem neuen POP-Signet würdigt. Das zeichnet insgesamt „87 Bistros, Szenetreffs und andere Adressen aus, die nicht im Gault&Millau punkten, wo aber begeisterte Gastgeber ihre Vorstellungen von unkompliziertem Genuss umsetzen“. In der Kategorie finden sich u.a. das MontRaw und Standard Pizza im Prenzlauer Berg, die Kumpel & Keule Speisewirtschaft und Brlo Brwhouse in Kreuzberg, in Charlottenburg das Funky Fisch, in Neukölln die Tisk Speisekneipe und die Data Kitchen in Mitte.

Im Vergleich zum Vorjahr nimmt der Gault&Millau in der Hauptstadt 16 Restaurants neu auf und streicht sechs, zwölf Köche wurden besser bewertet als 2019, fünf niedriger.

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