Friedrichshain
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Kulinarischer Kurztrip durch Friedrichshain

Kulinarischer Kurztrip durch Friedrichshain
In Friedrichshain kann man auch stilvoll essen - wie hier im Schwarzen Hahn.
Wenn man früher gefragt wurde, wo es denn in Friedrichshain empfehlenswerte Restaurants gebe, fiel die Antwort einfach aus: auf der Simon-Dach-Straße. Heute hingegen hat man sich dort eher auf den Massengeschmack der Touristen konzentriert. Da rangiert die Quantität oft vor der Qualität. Macht aber nichts, denn ein paar Straßen weiter oder auch im Nordkiez hat Friedrichshain exzellente Küche zu bieten. Ein kleiner Rundgang, der einer genussvollen Tour rund um den Globus gleichkommt.

Der Schwarze Hahn (deutsch)

Es muss ja nicht immer die Simon-Dach-Straße sein. Abseits der Tourimeile geht es noch weiter und vor allem auch besser. Das beweist Koch Jan Uecker (war vorher im Borchardt, Diekmann und in der  Vienna Bar tätig) mit seiner Heimatküche im Schwarzen Hahn. Dort kreiert er altvertraute Regionalküche mit ausgewählten Zutaten, liebevoll angerichtet. Seine Spezialität ist hausgemachte Pasta, zum Beispiel Kartoffelnudeln in Salbeibutter gebraten mit Parmesan (6,20 Euro) oder hausgemachte Spinatravioli mit gebackenem Ei und Mandeln (14 Euro). Aber auch Fischgerichte wie Wolfsbarsch mit Blattspinat und Kartoffeln (21 Euro) oder Wiener Schnitzel mit lauwarmem Kartoffelsalat (16 Euro) stehen auf der Karte. Im Schwarzen Hahn wird aber nicht nur gekocht, sondern auch gebacken. Und zwar Brot. Ganz besonderes Brot, das aus Malztreben – einem Abfallprodukt, das beim Bierbrauen bei Hops & Barley anfällt – hergestellt wird.

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Matreshka (russisch)

Gleich vorab: Die Portionen im Matreshka sind üppig und günstig noch dazu. Vor- oder Nachspeisen kosten in Kombination mit einem Hauptgericht 1,90 Euro zusätzlich, für ein Menü zahlt man also etwa 10 Euro. Schmecken tut’s obendrein. Wer also noch nie in Russland war, bekommt hier einen ganz authentischen Eindruck von der Küche dieses riesigen Landes. Gekocht wird nach originalen Rezepten, Pelmeni, Wareniki oder Schnitzel Kiew. Zum Runterspülen empfiehlt der sehr zuvorkommende Kellner traditionsreiche Getränke wie Wodka oder Birkensaft. Da stört man sich auch nicht an der etwas eintönigen Einrichtung.

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Schneeweiß (alpenländisch)

Das Schneeweiß in der Simplonstraße nimmt für ganz Friedrichshain eine Vorreiterrolle ein, zum einem, was die Innenausstattung (dafür gab‘s den IF Design-Award) und zum anderen, was die Küche anbelangt. Die befindet sich für diese Gegend auf vergleichsweise hohem Niveau. Die Ausrichtung ist alpenländisch, von der weißen Zwiebelsuppe (6,50 Euro) über brasierte Ochsenbacke (16,50 Euro) bis hin zu Callebaut Gâteau mit Himbeer-Erdbeersauté (7,50 Euro). Auch die Weinkarte besticht mit einer kleinen, aber erlesenen Auswahl. Und für Brunch-Fans lohnt ein Besuch am Wochenende, dann kann man von 10 bis 16 Uhr beim alpinen Frühshoppen-Buffet mit Köstlichkeiten wie Kaiserschmarrn, Leberkäse, Südtiroler Schinkenspeck, gefüllten Palatschinken und Feigen-Walnussfrischkäse glücklich werden.

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Saporito (italienisch)

Nachdem das Pomodorino zu einem der beliebtesten Orte im kulinarisch eher unterbelichteten Samariter-Straßen-Kiez avancierte, öffneten die Besitzer Marcello und Gerado nebenan das Saporito. Zum Pizza-Angebot gesellen sich frische Salate, Pasta und Antipasti in original italienischer Manier. Und auch im Beliebtheitsgrad steht das kleine Restaurant seinem Brüderchen in nichts nach. Der Laden platzt täglich aus allen Nähten. Wer nicht reserviert, sollte früh kommen. Dann kann man gebratene kleine Tintenfische auf Rucolasalat (7 Euro), hausgemachte Ravioli mit Ricotta- & Spinatfüllung in Tomatensoße (8,90 Euro) oder mit Sahnecreme gefüllte Profiteroles (4,50 Euro) unter Lampions (draußen) oder umgeben von Weinregalen (drinnen) verwöhnen lassen.

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Vineria del Este (spanisch)

Ein Besuch im Vineria del Este lohnt in zweifacher Hinsicht: Zum einen wegen der schönen Bänschstraße, auf der sich der kleine Spanier längst etabliert hat, und zum anderen wegen des umfänglichen Tapas-Angebots, das sich klar vom Einheitsbrei abhebt. Pollo al ajillo (5,40 Euro), Cerdo iberico (7,90 Euro) oder Boquerones (5,40 Euro) werden nach traditionellen Rezepten zubereitet und überzeugen selbst die aus Spanien Zugezogenen. Wer mehr als nur Häppchen braucht, kann die üppigen Tagesgerichte ordern, beispielsweise Pescado del dia (14,90 Euro) oder  Carilleras al vino tinto (16,50 Euro). Die Einrichtung ist schlicht und rustikal, drinnen sitzt man im Winter gemütlich bei Kerzenschein und kann in den Regalen die spanischen und uruguayischen Weinneuzugänge studieren. Im Sommer geht’s draußen wie in Spanien zu: feucht-fröhlich.

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Transit (asiatisch)

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Tapas auf südostasiatische Art? Das Transit in der Sonntagstraße lädt auf eine Reise durch die Vielfalt der thailändischen, vietnamesischen und indonesischen Küche ein. Und das für nur 3 Euro pro Portion. Zur Auswahl stehen beispielsweise gegrillter Tintenfisch mit Thai-Sellerie, pikanter Papayasalat oder zarte Hühnerbrust in Kokosmilch. Die Einrichtung ist stilvoll in Rot gehalten und die Vogelkäfige an der Decke sind mal was anderes.

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priMaria (bulgarisch)

Das von außen so unscheinbare priMaria in der Boxhagener Straße wird schnell mal übersehen. Und das ist vielleicht auch ganz gut so, sonst würde man in dem ohnehin schon sehr gut besuchten Restaurant nur noch über Reservierung einen Platz bekommen. Der Laden punktet mit authentischer bulgarischer Küche ohne viel Schnickschnack und ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Auf der Speisekarte finden sich maritime Vorspeisen wie Quarkpaste Snejanka oder Paprikapaste Lutenitza, die auch aus Russland bekannten Pelmeni (5,20 Euro) oder feinsäuerliche Sauerampfersuppe (3,20 Euro). Spezialität des Hauses ist Sirene po Schopski – Schafskäse auf schoppische Art (5,60 Euro). Dieser wird in einem Tontopf gebacken und in selbigem serviert. Zum Essen genießt man bulgarische Spirituosenspezialitäten wie Aprikosenbrand Kajsieva oder Anisbrand Mastika aber auch an offenen Rotweinen kann der Gast sich laben.

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Kulinarischer Kurztrip durch Friedrichshain, Boxhagener Straße, 10245 Berlin

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