Richtfest auf dem Euref-Campus

"Energiewende zum Anfassen"

"Energiewende zum Anfassen"
Hoch hinaus will der Euref-Campus nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit. Zur Foto-Galerie
Rote Insel - Restaurant in der Schmiede, Wasserturm mit Café, Info-Point im Schleusenhaus und mehr als ein halbes Dutzend Bürogebäude stehen schon. Doch das Stadtquartier Euref-Campus, der ökologisch und ökonomisch nachhaltige Büro- und Wissenschaftsstandort unterm Gasometer, wächst fleißig weiter. Am 23. September wurde in Anwesenheit von Bausenator Andreas Geisel Richtfest für ein weiteres 12.000 Quadratmeter großes Gebäude gefeiert.

„Bauen Sie weiter an der Stadt von morgen!“, gab Senator Geisel den Machern und Mietern des Euref-Campus gut gelaunt mit auf den Weg. Der Mann hat gut lachen, schließlich macht das Forschungsquartier vor, was Wirtschaft und Baubranche schon lange fordern, die Politik jedoch viel zu selten tatkräftig zu unterstützen scheint. Im Roten Insel Kiez aber hat es nun endlich mal geklappt.

„Wir erfüllen hier bereits erfolgreich die Klimaziele von 2050. Das ist Energiewende zum Anfassen. Mitte nächsten Jahres werden auf dem Gelände bereits 2000 Menschen arbeiten und forschen“, verkündet Reinhard Müller, Vorstandsvorsitzender der Euref AG stolz. Zugleich wünscht sich der Bauexperte „mehr Projekte wie dieses“ und weniger bürokratische Hürden bei der Verwirklichung. Senator Geisel pflichtet ihm bei: „Der Euref-Campus ist ein Vorbild!“ Auch in Sachen dichteres Bauen zeige das Quartier mit 80 Einrichtungen und Firmen auf konzentriertem Raum neue Wege auf. Und die brauche eine Stadt wie Berlin, die „zu 42 Prozent aus Grün- und Freiflächen besteht“, dringend, betont Geisel.

Geballt Manpower für den Richtkranz. (c) Trieba
Das neue, mehrstöckige und 12.000 Quadratmeter große Bürogebäude im hinteren Teil des Geländes, für das am 23. September Richtfest gefeiert wurde, ist bereits zu 75 Prozent vermietet. Neuester Coup: die Ansiedlung des innovativen Pumpenherstellers wilo. Da darf dann auch beim manuellen – schließlich arbeitet man energiesparend – Aufziehen der Richtkrone ein wenig Pathos sein. Zuerst spricht Detlef Bierstedt, Synchronstimme von George Clooney, den Richtspruch (leider nur vom Band), anschließend erklingt (auch nur vom Band) Xavier Naidoos Song „Bitte hör nicht auf zu träumen“. Danach feiert die Branche bei Live-Musik von „48 Stunden“ und einem Brunch-Buffett noch ein wenig weiter und hofft, dass es in der „Stadt der Zukunft“ immer so rosig aussehen möge.

Foto Galerie

Euref-Campus, Torgauer Str. 12-15, 10829 Berlin

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