Mascha fragt nach

Rim-Job: Analsex kann halt doch super sein

Rim-Job: Analsex kann halt doch super sein
Bekommt Kolumnistin Mascha doch noch Spaß am Po-Sex mit dem Rim-Job?
Kolumnistin Mascha lässt das Thema Analsex nicht los. Und jetzt geht ihr auf: Wieso hat sie sich nicht längst auf die wunderbare Praktik des Rim-Job gestürzt? Schließlich weiß sie doch, wie schön der sein kann.

Heute plaudere ich mal wieder selbst aus dem Nähkästchen  beziehungsweise gleiche meine Erfahrungen mit denen meiner Freunde ab. Es geht um das wunderschöne Thema Rim-Job. Falls jemand mit dem Begriff nichts anfangen kann: Gemeint ist Po-Lecken oder Anilingus, wie es in der Fachsprache heißt. Ich habe ich ja kürzlich an dieser Stelle einige Analsex-Profis zu Wort kommen lassen, um zu klären, was geht gut, was sollte man lassen, wie macht man es richtig Spaß und so weiter. Und dabei musste ich mal wieder feststellen, dass das alles weiterhin einfach nicht mein Ding ist. Leider. Aus irgendeinem Grund ließ mich das Thema aber trotzdem nicht mehr los und mir fiel auf: Eigentlich stimmt es ja gar nicht, dass ich Po-Sex insgesamt nicht mag. Es leuchtet ein schwaches Lichtlein am Ende des analen Frusttunnels: Es gibt eben nicht nur den Penis, der sich in meinem Fall nur mit viel Mühe den Weg in den Darm bahnen kann, und den Finger, sondern auch die Zunge!

Damit sind wir mitten im Thema Rim-Job. Ich erkläre es mal so, wie es von schlauen Fachleuten beschrieben wird: Die Zunge widmet sich dem Anus, oftmals auch dem Damm und der gesamten Region drumherum, nur eben nicht der Vagina. Und das muss ich sofort hinzufügen, das ist auch gut so, denn wie schon im damaligen Text über Analsex erwähnt, haben Darmbakterien im restlichen Intimbereich überhaupt nichts zu suchen. Ansonsten kann die Zunge beim Anilingus alles Mögliche anstellen und nicht nur lecken, sondern auch dezent in den Anus eindringen. Je nach Geschmack, ganz genau, und das gilt natürlich für beide Seiten…

Rim-Job: Extrem intim, aber auch extrem großartig

Ich weiß überhaupt nicht, warum dieses weite Feld so lange unbeackert geblieben ist. Oder doch, vielleicht weiß ich es schon… Ich war oft viel zu schüchtern, um zu dieser Vorliebe zu stehen. Und wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen,wird aus der Vorliebe ruckzuck ein extrem unangenehmer Moment, in dem ich denke: Oh Gott, will der Typ wirklich gerade meinen Arsch lecken? Wie soll ich mich da entspannen, das ist viel zu intim, viel zu krass, und müsste ich nicht mindestens drei Stunden geduscht haben, bevor er das tut? Hinzu kommt, dass der Begriff Rim-Job beispielsweise bei meinen schwulen Freunden vollkommen gängig ist, bei mir aber lange Zeit gar keine Rolle spielte. Ich glaube, durch einen schwulen Freund habe ich das Wort überhaupt erst kennengelernt. Ich kann mich wiederum an kein Gespräch mit Frauen erinnern, bei dem wir über den letzten geilen Rim-Job gesprochen hätten. Über anale Vorlieben wird zwar schon mal gesprochen, aber das Lecken war maximal eine Randnotiz ohne eigenen Namen. Als mir das aufging, war es mir fast schon peinlich als Sexkolumnistin… Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass mir die Praxis ja durchaus bekannt war. Aber es war einfach kein verbalisiertes Thema, das in meinen zahllosen Tinder-Sextalks oder beim Akt an sich jemals auf den Tisch gekommen wäre. Und deswegen hat es der Anilingus offenbar auch nie in meine Sexroutine geschafft. Welch ein Versäumnis.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Blendwerk Chemnitz (@blendwerk_chemnitz) am Jul 2, 2019 um 9:28 PDT

Kein Anilingus? Was für ein Versäumnis

Wie gut es sein kann, habe ich ja durchaus erlebt, als sich endlich mal ein Mann getraut hat, einfach loszulegen mit dem Arschlecken. Keine Ahnung, wie viele Sexpartner*innen eigentlich Lust darauf gehabt hätten, es mir aber niemals mitgeteilt haben. Dieser eine Mann war eine Art Kurzzeit-Boyfriend von mir, sowieso ein sehr experimentierfreudiger Typ. Irgendwann machten wir rum und er platzierte mich über der Couchlehne. Ich dachte, okay, Sex von hinten: Find ich gut. Aber statt seines Schwanzes in meiner Muschi spürte ich plötzlich seine Zunge an meinem Anus. Er leckte ein bisschen an mir herum und ich fand es eigentlich ganz großartig, all die Nervenenden, die sich dort befinden, fuhren praktisch Achterbahn. Und das ganz ohne Schmerzen, hurra! Doch auch damals war ich noch viel zu unentspannt, um den Rim-Job richtig genießen zu können. Ich meine, natürlich will ich mich dabei sauber und frisch fühlen und würde auch von jedem, der von mir anal bespaßt werden will, erwarten, dass er geduscht ist. Aber ich fürchte, ich und viele andere Menschen machen sich bei dem Thema einen viel zu großen Kopf. Und weil ich mich gerade so an dem Thema Analsex festgebissen habe, werde ich nun antreten, diese verkrampften Gedanken abzuschütteln. Wer all das längst hinter sich gelassen hat und sich allabendlich freudestrahlend dem Anilingus hingibt, gratuliere ich herzlich. Ich mische da jetzt mit.

Gut, dass ich da mal (bei mir selbst) nachgefragt habe.
Eure Mascha

Weitere Artikel zum Thema

Liebe | Wohnen + Leben
Dating-Apps: Badoo im Schnellcheck
Ein halbes Jahr hatte sich Mascha eine Pause von Dating-Apps verschrieben – doch jetzt will […]