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Zweite Haltestelle am Bahnhof Julius-Leber-Brücke

Zweite Haltestelle am Bahnhof Julius-Leber-Brücke
Bitte einsteigen - Fahrgäste dürfen die gefährliche Fuge jetzt überqueren.
Rote-Insel-Kiez - Es ist vollbracht: Der S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke ist fünf Jahre nach seiner Eröffnung und etwa 30 Jahre nach den ersten Planungen komplett.

Seit dem 18. Juni halten auch die Busse Richtung Westen direkt vor dem Bahnhofs-Eingang. Der Haltestellenmast wartete seit über vier Jahren auf seine Bestimmung, Grund für die Posse war eine Dehnungsfuge auf dem Gehweg, die die auftraggebende Bahn nach der Brückensanierung für mangelhaft ausgeführt hielt. Bevor hier Fahrgäste in Busse wechseln dürften, sollte die gemeingefährliche Fuge von der verantwortlichen Baufirma erst beseitigt werden. Die weigerte sich jedoch. 

So verging ein Jahr, ein zweites, ein drittes und ein viertes. Die Fugen-Affäre beschäftigte sogar Abgeordnetenhaus und Senat. Politiker, Bezirk und BVG zeigten sich hilflos ob des Dilemmas. Wie das Problem gelöst wurde? Man weiß es nicht. Der Fugen-Abgrund klafft unverändert auf dem Gehweg. Vielleicht hat ein Bahnmitarbeiter mit einem Geo-Dreieck nachgemessen? Vielleicht hat die BVG die Opferzahlen der übrigen todesmutigen Fußgänger studiert? Jedenfalls dürfen Fahrgäste jetzt direkt zwischen Bahn und Bus wechseln. Von einer Anfrage an die BVG oder den Senat habe ich abgesehen – ich fürchte ein Einschreiten der zuständigen Aufsichtsbehörden und eine sofortige Stilllegung.

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt vom Rote Insel Blog: roteinsel.blogspot.com

 

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