QIEZ-Lieblinge

Alles für den Top-Job

Eine gute Vorbereitung für ein Vorstellungsgespräch ist nie verkehrt.
Eine gute Vorbereitung für ein Vorstellungsgespräch ist nie verkehrt.
Über den perfekten Job lässt sich streiten. Darüber, wie man ihn bekommt, schon weniger. Die Bewerbungsmappe, das Outfit fürs Vorstellungsgespräch, das Auftreten im Gespräch selbst – nur wenn das Gesamtpaket stimmt, steigen die Chancen, den Traumjob zu bekommen. Und wie Sie an das Gesamtpaket kommen, das verraten wir Ihnen in dieser Liste.

R.S.V.P. Papier in Mitte

Bereits der Name dieses Geschäfts in Mitte zeigt an, welche Kundschaft sich die Papeterie wünscht: Diejenigen, die Wert auf Stil legen. Ein wenig altbacken wirkt das R.S.V.P. vielleicht, offiziell und schwergewichtig aber zweifelsfrei: répondez s’il vous plaît, um Antwort wird gebeten, ganz so, wie es auf formellen Einladungen für Frack- und Cocktailkleid-Veranstaltungen zu lesen ist. Wem ein neuer Job mit einem entsprechenden Maß an Etikette winkt, der bekommt hier nicht nur ausgewähltes Schreibpapier, sondern auch passendes Equipment von hoher Qualität. Geschäftsleute etwa, die Verträge gern mit dem Füllfederhalter aus der Glasvitrine unterschreiben, können hier ihr hochklassiges Schreibgerät finden.

Und wer zunächst einmal derjenige ist, der hoffnungsvoll dem Job zuwinkt, für den gibt’s im R.S.V.P. auch eine Auswahl an Bewerbungsmappen. Auch der Weg zur Frackveranstaltung beginnt eben mit dem berühmten ersten Schritt. Wenn man diesen übrigens just über die Schwelle des Fachgeschäfts getan hat, kann man, da man ja ohnehin einmal da ist, die Gelegenheit ergreifen und sich in der Abteilung für Briefpapier, Kategorie Designer-Einzelstücke, umsehen.

just for the boys

Glaubt man dem Team von just for the boys, wird in dem Fachgeschäft für Herrenmode nicht einfach jeder Mann einen Anzug finden – es wird ein großartiger Anzug sein. Na denn, eine kurze Inspektion des Ladens in Prenzlauer Berg: Herrenanzüge finden sich hier, neu und second-hand, stangenweise. Marken spielen eine wichtige Rolle, eigentlich sind alle bekannten Modelabels darunter, die auch Männern einfallen, die nicht wirklich viel Ahnung von „Fashion“ haben: Joop, Armani, Hugo Boss, Lagerfeld.

Natürlich gibt’s noch einige weitere Namen auf den Etiketten, interessanter ist jedoch der Kostenfaktor. Und, Überraschung: Selbst Studenten und Karriereanfänger dürfen sich trauen hier einzukaufen. Einige Anzüge im just for the boys kosten rund 100 bis 150 Euro, auch wenn ihr Neuwert bei 500 Euronen aufwärts liegt. Der Haken: Kleine Fehler, obwohl der Anzug durchaus tragbar ist, oder der Umstand, dass der Anzug vorher schon einen anderen hatte. Wer mit dem Gedanken an den unbekannten Vorbesitzer klarkommt, darf sich über Markenanzugschnäppchen freuen.

Dann gibt es da noch die Klasse der Anzüge, die als secondhand deklariert sind, zugleich jedoch völlig neuwertig wirken. Mit 200 Euro wird der Kunde in dieser Kategorie Anzugkönig. Und die funkelnagelneuen Superanzüge für Berlins kommende Businesshelden mit ein bisschen mehr Kleingeld? Rund 300 Euro, und der Zweiteiler wird zum Helden-Outfit. Und ein Held bekommt im Assessment-Center bestimmt volle Punktzahl.

Studio Wandel

Es soll ja Leute geben, die schnurstracks Karriere machen, obwohl sie den gängigen Dresscode in ihrem Büro, ihrer Firma, ja ihrer kompletten Branche völlig missachten. Leider ist die Gruppe dieser Leute eher klein, und Otto und Ottilie Normalverbraucher gehören – wie sollte es anders sein – nicht dazu. Das war ja klar. Damit sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigern können, sollten sie natürlich eine möglichst gute Figur machen. Das Studio Wandel in der Invalidenstraße hilft ihnen dabei. Hier bekommen Jobsuchende nicht nur eine umfassende Typberatung, sondern auch gleich eine Beratung für Bewerbungsgespräche – welche Schuhe zu welchem Anzug? Eine gemusterte Krawatte dazu oder lieber eine schlichte, einfarbige? Wer schon einen Job hat, darf natürlich trotzdem vorbeikommen.

Jessica Wahl
Institut für Personal Performance

Es ist eine Binsenweisheit: Verkäuferfähigkeiten helfen nicht nur Verkäufern weiter. Auch, wer sich auf eine neue Position bewirbt, ist klar im Vorteil, wenn er sich gut zu vermarkten weiß. Wie das genau funktioniert, das bringt Jessica Wahl ihren Klienten bei. Mimik, Gestik, Körperhaltung, der Einsatz der Stimme: All das ist wichtig, wenn wir andere von uns überzeugen möchten. Und das ist erst der Beginn der Liste. In ihrem Institut für Personal Performance trainiert die Coaching-Expertin mit ihren Klienten, wie sie sich gelungen präsentieren können. Im Fokus stehen unterschiedliche Performance-Aspekte je nach Bedarf, und auch die Trainingsmethoden suchen Wahl und die Coachingwilligen passend aus.

Gerhard Winkler

Bewerbungen zu schreiben gehört zur Jobsuche wie das Zähneputzen zum morgendlichen Aufstehen. Im Gegensatz hierzu kann man das Formulieren der Bewerbung glücklicherweise an einen anderen abgeben. Zum Beispiel an Gerhard Winkler, der als Bewerbungshelfer für die unterschiedlichsten Jobsuchenden textet: Er unterstützt unsichere Erstbewerber genauso wie solche Jobsuchende, die sich schwer damit tun, sich selbst anzupreisen.

Wer seine Bewerbung durchaus gern selbst schreiben möchte, aber gern ein Rundum-Lern-Paket zum Thema Bewerbung hätte, der kann an Winklers Workshop „Anders bewerben“ teilnehmen. An jedem letzten Samstag im Monat findet die Schulung in Berlin-Mitte statt. In einer kleinen Gruppe trainieren die Jobsuchenden für ihre nächste Bewerbung und erfahren, wie sie ihre Bewerbungsunterlagen verbessern können. Wer nach dem Kurs seine Bewerbungsmappe neugestaltet, der kann sie Winkler kostenlos zum Kurzcheck vorlegen. Die Höhe der Kursgebühren liegt bei 75 bis 130 Euro.

Die Hoffotografen

Im Anschreiben sitzt jedes Wort, im Lebenslauf reiht sich eine Erfolgsstation an die andere, und dann das: Von der oberen Ecke aus grinst den Betrachter eine nur halb beleuchtete Fratze an. Sie hat Ähnlichkeit mit dem Bewerber und macht einen etwas debilen Eindruck. Eins ist mal klar: So wird das nichts mit dem neuen Job. Aussichtsreicher ist da schon eine Mappe mit einem anständigen Bewerbungsbild. Das bekommen Jobsuchende – so wie andere gute Fotografien auch – bei den Hoffotografen in Berlin-Mitte. Wer alles andere als einen Schnappschuss von sich haben möchte, der kann sogar ein zweistündiges Shooting vereinbaren. Dann bekommt er nicht nur Bilder, sondern auch eine Vorbesprechung, ein professionelles Make-up von einer Visagistin und eine digitale Nachbearbeitung der Fotos.

Trigger Copyshop

Dieser Copyshop rettet Leben, sozusagen. Denn er ist der einzige im Umkreis von mehreren Kilometern, der so gut wie immer geöffnet hat. Gerade Leute mit einem klassischen studentischen Lebenswandel werden vermutlich niemals vor verschlossenen Türen stehen, denn das passiert nur Zeitgenossen, die zwischen Mitternacht und neun Uhr früh hier auftauchen. Alle anderen haben Glück, sie können kopieren und scannen und drucken wie die Weltmeister, damit sie etwa die Bewerbungsunterlagen für einen coolen Job gleich am nächsten Morgen einreichen können. Am Abend, etwa zwischen 20 Uhr und 23 Uhr, sollten die Kopierwilligen etwas mehr Zeit mitbringen, denn dann ist der kleine Laden hinterm Kottbusser Tor meist recht voll. Die Wartezeit versüßt man sich am besten mit dem Betrachten der vielen Poster, Bilder und Postkarten an den Wänden oder mit einem kleinen Sprachentraining. Denn wie am Kotti nicht anders zu erwarten, kommen die Kunden des Trigger Copyshops aus aller Herren Länder.

Bewerbungskrimi

Irgendwann erreichen alle den Punkt, an dem sie aufhören, darüber zu sprechen, was sie werden wollen, wenn sie einmal groß sind. Das heißt nicht, dass sie inzwischen in dem Beruf angekommen sind, den sie tatsächlich ausüben wollen. Oder dass sie überhaupt wissen, welcher Beruf das ist. Wer immer noch oder wieder auf der Suche nach seinem Wunschberuf und einem passenden Job ist, den unterstützt Petra Barsch mit ihrem Unternehmen „Bewerbungskrimi“. Gemeinsam mit ihren Klienten erstellt sie ein Profil zu deren Neigungen, Interessen und Fähigkeiten. Auch bei den Bewerbungsunterlagen hilft Petra Barsch. Wer weiß, wohin seine berufliche Reise gehen soll, den unterstützt sie mit einem individuellen Coaching.

La Petite Marie

Im „La Petite Marie“ bekommt frau so ziemlich jedes Kleidungsstück, in dem sie sich schon immer vor ihrem inneren Auge gesehen hat. Die Inhaberin des Ladens, Marie-Theres Fischert, und ihr Team haben sich auf Maßschneiderei und Damenschneiderei spezialisiert. Zu ihrem Standardrepertoire gehören Hosenanzüge und Kostüme. Wer sich also den perfekten Business-Look auf den Leib schneidern lassen möchte, der ist hier genau richtig. Aber auch Abendkleider und Brautkleider fertigt das Team routiniert an. Zur Kundschaft des Geschäfts gehören übrigens nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen. Romy Schneider im Madame Tussauds beispielsweise trägt eine petite Marie.

KarriereCompany

Arbeitszeugnisse sind für viele ein absolutes Rätsel. Das Team der KarriereCompany weiß sie zu entschlüsseln. Wer sich nicht sicher ist, wie sein Zeugnis zu lesen ist, dem wird es das Expertenteam sagen. Auf Wunsch erstellen die Mitarbeiter sogar einen Zeugnisentwurf mitsamt rechtsanwaltlichem Gutachten. Interessant für Selbstständige, Frei- und Nebenberufler ist der Service rund um Referenzschreiben. Denn all jene, die nicht fest angestellt sind, bekommen in der Regel auch kein Zeugnis über ihre Tätigkeit. Die KarriereCompany erstellt für sie Empfehlungsschreiben. Universitätsabsolventen berappen dafür 100 Euro, Berufserfahrene 120 Euro und Fach- und Führungskräfte 170 bis 200 Euro.

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