Kiez-Serie

Darum ist der Samariterkiez der schönste

Darum ist der Samariterkiez der schönste
Der Samariterkiez – eine kleine, grüne Wohlfühloase. Zur Foto-Galerie
Während sich im südlichen Friedrichshain eine Bar an die nächste reiht, befindet sich nördlich der Frankfurter Allee eine kleine aber sehr feine Wohlfühloase – fernab von Trubel, Party und Tourismus. Wir verraten dir, warum der Samariterkiez einfach der schönste ist...

1. … weil du es dir im Forckenbeckplatz so richtig schön gemütlich machen kannst. Der Park ist zwar nicht groß, dafür aber umso schöner und somit ein richtiger Geheimtipp. Grüne Wiesen, Blumenbeete, Brunnen und ein Bolz- und Spielplatz. Dazu noch sehr entspanntes Publikum und junge Familien. An sonnigen Tagen kann man hier gut und gerne viele Stunden verbringen – egal ob alleine mit Musik und einer schönen Lektüre oder mit Freunden, Bier und Grill.

Im Forckenbeckplatz kann man die Seele baumeln lassen. ©Christine Hierer

2. … weil es ein tolle Auswahl an internationalem Essen gibt. Denn obwohl der Kiez recht klein ist, gibt es hier für jeden Gaumen ein passendes Restaurant. Italienisch, Spanisch, Russisch, Indisch, Koreanisch – es ist einfach für jeden etwas dabei. Besonders lecker: Humus bei Tamar, kreative italienische Küche bei Mio, die vegetarischen Kumpir bei Patiti Patati und lateinamerikanische Empanadas und frisch zubereitete Mate-Tees bei La Despensa.

3. … weil du auch fürs Selberkochen ein paar richtig tolle Läden findest: in der Voigtstraße gibt es Hao Hao Asia, einen gut ausgestatteten Asiamarkt, dessen netter Besitzer dich immer bestens berät und direkt daneben findest du bei Chili & Paprika viele leckere Lebensmittel aus Südamerika. Wenn es mal so richtig delikat sein soll, dann lohnt sich außerdem ein Besuch im äußerst gut sortierten, allerdings etwas höherpreisigen, FrischeParadies.

4. … weil dein Kiez immer wieder in den Schlagzeilen landet. Denn in dem berüchtigten Gefahrengebiet Rigaer Straße ist oftmals ganz gut was los. Gestern Nacht haben zwei Autos gebrannt, letzte Woche wurden mal wieder diverse Scheiben eingeschlagen und übermorgen steht die nächste Demo gegen eine weitere Zwangsräumung an. Die Rigaer Straße ist ein unermüdliches Konfrontationsgebiet zwischen linker Szene und Polizei. Ein Großaufgebot an blauen Bussen ist im Kiez somit kein ungewöhnlicher Anblick. Und wenn es mal richtig zur Sache geht, zieht auch gerne mal ein Hubschrauber mit Flutlichtstrahler die ganze Nacht über dem kleinen Krisengebiet seine Kreise. Actionfilm-Feeling bekommst du hier also inklusive.

In der Rigaer Straße gibt es noch einige besetzte Häuser. ©Christine Hierer

5. … weil es im Kiez, abgesehen von etwaigen Ausuferungen in der Rigaer, meist sehr ruhig und entspannt zugeht, du aber trotzdem richtig flink im Trubel bist, wenn du denn willst. Dafür musst du nur einmal fix über die Frankfurter Allee gen Süden spazieren und schon bist du in der Simon-Dach-Straße, auf dem Boxhagener Platz oder auf dem RAW-Gelände und kannst so richtig die Sau rauslassen. Wenn du aber genug hast, bist du blitzschnell wieder in deinem schönen lauschigen Kiez und das laute Partyvolk scheint schon wieder meilenweit entfernt.

6. … weil es trotz gediegener Gemütlichkeit auch im Samariterkiez ein paar nette Kneipen und Bars gibt: in der Minimal Bar kannst du es dir auf urigen Sesseln und Sofas gemütlich machen, Tischtennis spielen oder auch mal zu feiner elektronischer Musik tanzen. In der Revolte Bar lässt es sich bei dem ein oder anderen Bierchen ebenfalls ganz gut aushalten und schräg gegenüber, im Lolly Pub, kommen besonders Fußballfans auf ihre Kosten. Auf mehreren Bildschirmen wird hier nämlich jedes einigermaßen wichtige Spiel live übertragen.

7. … weil der Kiez einfach richtig schön ist. Ein kleiner, entspannter Mikrokosmos im sonst so wilden Friedrichshain – ja, man könnte ihn glatt als Klein-Prenzlberg bezeichnen. Bio-Märkte, junge Familien, gute Restaurants, viele Blumen und Bäume und ein angenehmes Kiez-Flair, wie in einem kleinen Dorf. Besonders schön ist die Bänschstraße mit ihren wunderschönen Alt- und Neubaufassaden in hellen Ockertönen und ihrem breiten und liebevoll bepflanzten Gehweg, auf dem auch gerne mal die Tischtennisplatte ausgepackt oder stundenlang mit einem schönen Buch auf den Sitzbänken entspannt wird. Und wenn man in dieser hübschen Straße mal länger verweilen und dazu ein bisschen snacken will, kann man sich einen leckeren Kuchen oder Drink bei den Kaffeefreunden gönnen oder sich Tapas und ein Glas Rotwein in der Vineria del Este genehmigen.

8. … weil die Kiez-Bewohner allesamt super nett sind und sich liebevoll um ihren Kiez sorgen. Brauchst du mal Hilfe um ein schweres Regal in den vierten Stock zu tragen? Keine Sorge, deine Nachbarn helfen dir ganz bestimmt. Und mehr noch: sie sorgen auch dafür, dass der Kiez immerzu schön und ansehnlich ist. Hier gibt es kaum einen Balkon, der durch seine vielen hübschen Blumen und Pflanzen das Straßenbild nicht bestens ziert. Und auch auf den Gehwegen und in den kleinen Beeten neben der Straße pflanzen die Bewohner oftmals ein ganzes Blumenmeer oder sogar Beerensträucher oder Mais an. Urban Gardening ist hier kein bloßer Trend – es gehört schon fast zum guten Ton.

9. … weil der Blick von der Frankfurter Allee Richtung Karl-Marx-Allee und Alexanderplatz einfach unschlagbar ist. Seitlich erstrecken sich die durchaus imposanten DDR-Bauten im Zuckerbäckerstil mit den zwei schönen und gleichzeitig ehrwürdigen Türmen am Frankfurter Tor. Und geradeaus? Da blickst du dem Fernsehturm entgegen. Alles in allem ein wahrlich eindrucksvoller Anblick. Kleiner Geheimtipp: insbesondere zum Sonnenuntergang ist er das absolute Nonplusultra!

Foto Galerie

Mio Bistro, Feinkost, Catering, Samariterstraße 36, 10247 Berlin

Telefon 030 81725514

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Bistro:
Montag bis Samstag von 12:00 bis 22:00 Uhr

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