Hertha BSC

Drei Stürmer für den Wiederaufstieg

Wechselt von Mainz nach Berlin: Sami Allagui soll Hertha BSC zurück in die erste Liga schießen.
Wechselt von Mainz nach Berlin: Sami Allagui soll Hertha BSC zurück in die erste Liga schießen.
Hertha BSC hat gestern die Verpflichtung von drei Stürmern bekanntgegeben. Sami Allagui, Sandro Wagner und Ben Sahar sollen die Berliner Tore für den Wiederaufstieg schießen und die abwanderungswilligen Offensivkräfte Raffael und Adrian Ramos ersetzen.

Ulrich Schleicher hatte am Donnerstag jede Menge zu tun. In der Praxis des Mannschaftsarztes von Hertha BSC wurden gleich drei Neuzugänge vorstellig, die auf Herz, Nieren und andere Körperteile getestet werden mussten. Gravierende Beanstandungen hatte der Mediziner offenbar nicht. Noch am Donnerstagabend gab Hertha BSC die Transfers von Sami Allagui, Sandro Wagner und Ben Sahar bekannt. Mit den drei Offensivkräften schließt Hertha präventiv die Lücken, die durch den wahrscheinlichen Abgang von Raffael und Adrian Ramos entstehen.

Der Deutsch-Tunesier Allagui kommt vom FSV Mainz 05 und erhält einen Vertrag bis 2016. Sandro Wagner vom SV Werder Bremen war zuletzt an den 1.FC Kaiserslautern verliehen und erhält einen Zweijahresvertrag. Ben Sahar spielte zuletzt auf Leihbasis beim AJ Auxerre, sein eigentlicher Verein war jedoch Espanyol Barcelona aus der Primera Division. Der 22-jährige Israeli unterschrieb in Berlin einen Zweijahresvertrag.

Vollstrecker und Vorbereiter

Allagui ist der Berliner Wunschangreifer, einer, der in der Zweiten Liga für 15 Tore garantieren soll. „Sami ist sehr schnell und vor allem torgefährlich“, sagte Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz. „Dabei ist er nicht nur Vollstrecker, sondern auch Vorbereiter. Wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat.“ Allagui soll zwischen 1,6 und 1,8 Millionen Euro gekostet haben. Die anvisierten 15 Tore gelangen dem gebürtigen Düsseldorfer bereits einmal in der Zweiten Liga: für Greuther Fürth. Mit Mainz in Liga 1 waren es immerhin noch zehn Treffer. Darunter auch das Tor des Monats, an das sich noch mancher erinnern dürfte, mit der Hacke gegen Bayern München. In der vergangenen Saison kam der technisch beschlagene Strafraumwühler jedoch nicht mehr so oft zum Einsatz.

Sandro Wagner könnte der bullige Nebenmann für Allagui werden – oder die erste Alternative von der Bank. „Sandro Wagner ist ein großer, wuchtiger Stürmer, der als Typ, aber auch als Charakter ganz hervorragend in unser Anforderungsprofil für die neue Saison passt“, sagte Trainer Jos Luhukay. Der Stürmer findet das Gesamtpaket aus „Klub, Stadt und Fans“ reizvoll. Wagner galt einmal als hochtalentiert. Seine Ausbildung bekam der 1,94-Meter-Mann beim FC Bayern München, 2009 schoss er zudem die deutsche U21 zum EM-Titel. Doch ein Kreuzbandriss und der Wechsel zu Werder sorgten für einen Karriereknick.

Ein ehemaliger Mourinho-Schützling

Ben Sahar ist auch auf der Position hinter den Spitzen gut aufgehoben, könnte zudem auf beiden Außenbahnen spielen. Jos Luhukay schätzt seine Vielseitigkeit. Viel dürfte Sahar nicht gekostet haben, sei ablösefrei, heißt es gar. „Er ist ein extrem schneller und in der Offensive variabler Spieler“, sagte Preetz. Ben Sahar sagte, er wolle mit seinen Leistungen dabei helfen, „dass Hertha und die Stadt schnell wieder in die Bundesliga zurückkehren.“ Auch er schien eine große Zukunft vor sich zu haben, debütierte mit 17 unter Trainer José Mourinho beim FC Chelsea, wurde dann jedoch insgesamt viermal an verschiedene Klubs ausgeliehen. 2009 wechselte er nach Katalonien und wurde erneut verliehen, zwei Jahre in Folge. In der Heimat gelangen ihm 14 Tore für Hapoel Tel Aviv, ein Jahr später in Frankreich nur drei Treffer für AJ Auxerre. In Barcelona spielte er beim Trainer keine Rolle mehr.

Am heutigen Freitag bricht die Hertha ins Trainingslager nach Österreich auf. Inklusive aller Neuzugänge sind derzeit 33 Spieler an Bord. Die Woche in Stegersbach will Luhukay nutzen und im „konditionellen, taktischen und technischen Bereich arbeiten, die Intensität und Explosivität erhöhen“.


Quelle: Der Tagesspiegel

Drei Stürmer für den Wiederaufstieg, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin

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