Pläne stoßen auf Zustimmung

Biesdorf bekommt ein Bilderschloss

Biesdorf bekommt ein Bilderschloss
Nachdem das Schloss Biesdorf 1945 ausgebrannt war, wurde es erst 2002 von außen denkmalgerecht restauriert.
Die Planungen für die Neugestaltung von Schloss Biesdorf kommen langsam voran. Nachdem das veränderte Finanzierungskonzept von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie gebilligt wurde, sind die Vorschläge der Architektin Professor Mara Pinardi ebenfalls auf Zustimmung gestoßen – auch bei der interessierten Öffentlichkeit.

Besser erst mit dem Bau beginnen, wenn Planung und Finanzierung unter Dach und Fach sind – bei der Fortsetzung der Restaurierung von Schloss Biesdorf wird dieser Grundsatz beherzigt, auch wenn sich dadurch der Baustart verschoben hat. Ein Problem war, dass der Bezirk Marzahn-Hellersdorf die anvisierten Steuererleichterungen für seinen Kostenanteil nicht bekam. Anfang Dezember wurde jedoch das überarbeitete Finanzierungskonzept vom Stiftungsrat der Deutschen Klassenlotterie Berlin genehmigt, die ebenfalls Fördermittel für Schloss Biesdorf bereitstellt, so dass man sich der konkreten Vorplanung der Neugestaltung widmen konnte.

Kurz vor Weihnachten stellte die Architektin Professor Mara Pinardi den von ihr und dem Büro PMS erstellten Projektvorschlag im Freizeithaus Balzerplatz vor. Kernpunkt des Konzepts: Die spätklassizistische Turmvilla soll zum „Bilderschloss“ werden. Dazu ist geplant, den Bau zu einem offenen Haus umzugestalten, in dem auf mehreren Ebenen Kunstwerke gezeigt werden können. Wichtigster Teil der Restaurierung ist die Wiederherstellung der ersten Etage. Wert legt die Architektin darauf, dass der ursprüngliche Raumeindruck wieder zur Geltung kommt – kein leichtes Unterfangen, da es zahlreiche Umbauten am Schloss gab und nur noch wenige Originalteile übrig geblieben sind. Bei der Präsentation legte Pinardi auch dar, wie ein barrierefreier Zugang zu allen Räumlichkeiten umgesetzt werden kann.

Zuspruch für Pläne der Architekten

Die Pläne fanden bei der Versammlung im Dezember Zuspruch bei Anwohnern und Kunstinteressierten. So bot etwa Michael Wiedemann vom „Aktionskreis Kunstfreunde“ die Mitarbeit seines Vereins bei der weiteren Detailplanung an. Julia Witt, Bezirksstadträtin für Jugend, Familie, Weiterbildung und Kultur sowie in dieser Funktion gleichzeitig Bauherrin, äußerte sich erfreut über die positiven Reaktionen: „Hier zeigt sich ein gutes Verständnis für die Größe des Projektes, für die Schwierigkeiten – aber auch die Chance, hier im Bezirk ein einmaliges Kunstzentrum zu entwickeln. (…) Hervorheben möchte ich die wirklich sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Ämtern im Bezirk und den im Umfeld tätigen Vereinen.“

Der gute Wille aller Beteiligten, Schloss Biesdorf in Zukunft noch attraktiver für Besucher zu machen und durch Kunstausstellungen auch mehr Touristen anzuziehen, ist da. Als nächstes muss das Vorplanungskonzept durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geprüft und abgesegnet werden – dies soll bis März geschehen. Die Bauarbeiten könnten dann möglicherweise noch 2013 beginnen.

Weitere Informationen zum Schloss Biesdorf gibt es unter ensembleschlossbiesdorf.wordpress.com

 

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